Musicalpremiere am Stadtgymnasium

(Foto: © Randolf Allenstein)

Monate lang haben die Musikklassen des Stadtgymnasiums für ihr diesjähriges Musicalprojekt geprobt. Jetzt war es so weit: Mit rund 150 beteiligten Schülern vor und hinter den Kulissen wurde am Montag die Premiere des Rock-Mysticals „Löwenherz – Leonardo und das magische Amulett“ (von Andreas Schmittberger) gefeiert.

Die Aula des Stadtgymnasiums war bis zum letzten Platz besetzt: die Musical-Produktionen des Stadtgymnasiums – es ist nach „Das Gold der Inkas“ und der Weihnachtsgeschichte nach Dickens  die dritte – ziehen offensichtlich immer mehr Publikum an.

Wer das Gewimmel der verschiedenen Gruppen von Musiker/innen und Bühnenhelfer im Vorfeld erlebte, war erstaunt über die Disziplin und Konzentration der Schüler, sobald das Zeichen zum Auftakt gegeben wurde. Die Mehrzahl der Beteiligten – Ergebnis der kontinuierlichen Arbeit in den Musikklassen – hat bereits Bühnenerfahrung.

(Foto: © Randolf Allenstein)

Das Musical beginnt mit einer Szene aus dem Jahr 1348: Leonardo, ältester Sohn des Gelehrten Hieronymus, sucht mit Hilfe eines magischen Amuletts der Inquisition zu entkommen. Dies gelingt ihm zwar, er findet sich allerdings in unserer Gegenwart auf dem Parkplatz eines Supermarkts wieder. Der „Clash der Kulturen“ zwischen Leonardo und den heutigen Jugendlichen führt zu vielen amüsanten Szenen und Bonmots. Leonardo hält einen LKW für einen Drachen, irritiert mit seiner altmodischen Sprache und macht den heutigen Kids gleichzeitig klar, dass Latein auch manchmal nützlich sein kann. Dennoch bleibt die Handlung dramatisch: Leonardo wird Zeuge, wie Schizzos Gang Kashin und andere Schüler drangsalieren und berauben. Er schließt mit Kashin und den Schülern Freundschaft. Gemeinsam schaffen sie es ihre Angst zu überwinden, behaupten sich gegen Schizzo und helfen Leonardo bei der Rückkehr zu seiner Familie ins Mittelalter.

(Foto: © Randolf Allenstein)

Das Musical begeistert durch seine alltagsnahen Szenen,  durch die mystisch angehauchte Story und vor allem auch durch die Vielfalt der Musikstile: Mittelalterliche Melodien verwandeln sich in groovigen Pop, Rock, Funk oder Rap, aber auch in Balladen und Songs. Auf hohem musikalischen Niveau wurde dies von den verschiedenen Ensembles der Musikklassen umgesetzt: Neben dem Orchester spielte eine rockige Musicalband und eine eher klassisch besetzte Musicalcombo. Die Schauspieler und Sänger  lieferten – unterstützt durch den Chor der jüngsten Musikklasse – eine mitreißende Performance. Alle wurden mit großem Beifall belohnt.

Die Eltern der Musikklassen bedankten sich bei den Mitwirkenden und der künstlerischen Gesamtleitung – Michael Elbers, Sebastian Frey und Angela Schmitz vom Kollegium des Stadtgymnasiums – mit kleinen Präsenten. Die Mitwirkenden ihrerseits bedankten sich mit drei Zugaben, inklusive dem musikalischen Rausschmiß  „Da ist die Tür“.

(Foto: © Randolf Allenstein)

Das Musical wird in dieser Woche noch weitere 4 mal aufgeführt, an drei Vormittagen vorwiegend für Schulklassen der Porzer Grundschulen. Bei der Premiere spielte die Besetzung der Klasse 6a, die Besetzung der 7a bestreitet die Vorstellungen am Dienstag, Donnerstag und Freitag. Die Premiere wurde überdies professionell aufgezeichnet (verantwortlich: Daniel Ludwig) und wird später als DVD angeboten.

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