Museumsbesuch im März

Ganz für uns … das Ostasiatische Museum (Fotos: porzerleben.de)

Am vergangenen Wochenende war die Redaktion endlich mal wieder im Museum. Die Wahl fiel auf das Ostasiatische Museum (MOK) in Köln. Nach vorheriger Online-Anmeldung haben wir uns pünktlich eingefunden. Der (kostenlose) Parkplatz war bis auf einen PKW leer, im großen Foyer gerade einmal zwei andere Gäste. In der Ausstellung selber haben wir dann nur eine andere Person weit vor uns gesehen – ansonsten hatten wir dieses Museum für eine Stunde ganz für uns.

Was gab es zu sehen? Neben den Exponaten der Dauerausstellung zunächst die Sonderausstellung „Kunst auf Lager – Entdeckungen aus dem Depot“. Bei einer Malerei-Inventur im MOK fanden sich Anfang 2020 Werke, die es verdient haben, gezeigt zu werden. Vier Meter hoch ist eine monumentale Herbstlandschaft des chinesischen Malers Wen Zhengming aus dem 16. Jahrhundert, die zu Unrecht in Vergessenheit geriet.

Uchiyama Ukai

Uchiyama Ukai (1907-1983)

Der japanische Maler Uchiyama Ukai (1907-1983) schenkte der Stadt 1965 drei Hängerollen. Auch sie waren noch nie zu sehen. Darunter ist ein Köln-Panorama, das in Tokyo um 1960 entstanden ist. Es fasziniert durch seine mit wenigen Strichen entstandene Leichtigkeit. Der Kölner Dom ist flächig gemalt und doch wirkt er von Weitem viel ausgestalteter. Uchiyama Ukai war auch ein meisterhafter Kalligraf, was wohl auch Voraussetzung für die gelungene Anwendung dieser Technik ist. Weiterhin sind Exponate der chinesischen Malerei des 20. Jahrhunderts zu sehen, inspiriert von der Moderne.

Dreidimensional wird es dann in der Kabinettausstellung „Trunken an Nüchternheit. Wein und Tee in der Chinesischen Kunst“. Sie zeigt Keramiken und Lacke, Malerei und Kalligrafie rund um das Teetrinken. Der Genuss von Tee sollte Krankheiten beseitigen und meditierenden Mönchen zu höherer Konzentration verhelfen. Beim Wein stand hingegen der Rausch im Vordergrund, verhalf er doch zu Dichtkunst und den klassischen chinesischen Texten zufolge sogar zu mehr Menschlichkeit.

Weitere Informationen zu den Kabinettaustellungen und den Besuchsregeln finden Sie auf der Website des Museum für Ostasiatische Kunst.

 

 

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