Das Kinderbuch erklärt den Krieg

Ausstellung auf Burg Wissem beschäftigt sich mit Kriegspropaganda in Kinder- und Jugendbüchern

Herbert Rikli: Hurra! : Ein Kriegsbilderbuch (Loewe Verlag, [1915])

Herbert Rikli: Hurra! : Ein Kriegsbilderbuch (Loewe Verlag, [1915])

Derzeit ist der 1. Weltkrieg, dessen Ausbruch sich in diesem Sommer 2014 zum Hundertsten Male jährt, in vielen Museen ein Thema. Das Bilderbuchmuseum auf Burg Wissem in Troisdorf leistet hier auch einen Beitrag und eröffnet am 3. August eine Ausstellung, die sich mit der ideologischen Kriegsvorbereitung durch das Kinderbuch auseinandersetzt. Die Ausstellung zeigt neben Kinder- und Jugendbüchern aus der Zeit von 1914 bis 1918 auch Vorläufer mit militaristischen Darstellungen seit 1870 sowie die Fortsetzung von Kriegsverherrlichung und Nationalismus in Büchern der Weimarer Republik und in der Zeit des Nationalsozialismus. Es werden charakteristische Beispiele aus Deutschland und Österreich vorgestellt, ergänzt durch Bücher aus Großbritannien, Frankreich, Russland und Italien. Damit zeigt die Ausstellung die europäische Dimension der Kriegspropaganda. Neben Büchern werden auch Bilderbogen, Originalillustrationen, Dokumente und Spiele präsentiert.

Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Kinderbuchforscher Friedrich C. Heller konzipiert und ist als Kooperation mit der Staatsbibliothek Berlin – Preußischer Kulturbesitz entstanden.

Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, den 3.August um 11.00 Uhr.

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