Noch eine unendliche Geschichte?

Viele Porzer hoffen auf den Tag, an dem die Hubschrauber-Betriebsstation Kalkberg in Kalk in Betrieb geht. Denn dann werden weite Teile von Porz zumindest vom Fluglärm der Rettungshubschrauber entlastet. Die beiden Hubschrauber Christoph3 und Christoph Rheinland sind seit April 2008 als Provisorium auf dem Flughafen stationiert.

Ursache der Verlagerung vom Standort Krankenhaus Merheim waren geänderte Sicherheitsanforderungen.  Doch – wann kommt dieser Tag? Im Juli 2005 bereits – also vor nunmehr zehn Jahren! – beschloss der Rat der Stadt Köln aufgrund der erwartbaren Betriebseinstellung in Mehrheim den neuen Standort Kalkberg.

Im Juli 2005 wurde die luftrechtliche Genehmigung beantragt, im September 2006 nach einem Architektenwettbewerb der Bauantrag gestellt. Im April 2008 verlagerte man „übergangsweise“ einen Rettungshubschrauber zum Flughafen. Im Oktober 2008 lag die luftrechtliche Genehmigung vor, dagegen wurden Klagen der Anwohner des Kalkbergs eingereicht. Im Februar 2010 sprang der Investor GSE ab, ein Mietvertrag war bis dahin nicht zustande gekommen. Die GSE stellt der Stadt im Juni 2010 für Planungsleistungen und Verzugszinsen rund 550.000 Euro in Rechnung, die Planungskosten von rund 456.000 Euro werden durch die Stadt beglichen.

Im Dezember 2011 beschließt der Rat der Stadt Köln den Ankauf der Liegenschaft und erneut den Bau der Station. Im November 2012 wird nun die Baugenehmigung erteilt. Im September 2013 ist Baubeginn – der Stationszaun wird errichtet und die Zufahrtsstraßen angelegt. Im Juni 2014 werden nun endlich die Rohbauarbeiten beauftragt. Nach einem Erdrutsch am Hang durch Starkregen beginnen tatsächlich im August 2014 die Rohbauarbeiten.

Im Oktober 2014 wird der Fassadenbau beauftragt, doch der Fassadenbauer stellt Auffälligkeiten fest. Tatsächlich werden bei den folgenden Messungen im April 2015 Rissbildungen in Hangarwänden und im Juni 2015 in der Bodenplatte festgestellt. Das gesamte Gebäude hat sich im Mittel um ca. 2 cm gesetzt, die Setzungen schreiten wöchentlich im 1-Millimeter-Bereich fort. Die Standsicherheit gefährdet dies allerdings nicht. Ein Bausachverständiger wurde nun hinzugezogen, dessen Zwischenbericht ist für Ende September 2015 angekündigt.

Es gibt keinen Baustopp: „Die Arbeiten im betroffenen Bereich des Hangars sind auf einen späteren Zeitpunkt verlegt, dafür konnten Arbeiten im Betriebsgebäude vorgezogen werden. Hier ist der Innenausbau in vollem Gange. Die Stellfläche im Außenbereich ist bis auf die Dehnungsfugen fertiggestellt.“ So heißt es in einem neuen Mitteilungsblatt. Doch der noch für 2015 erwartete Eröffnungstermin ist gekippt worden, nun heißt es Frühjahr oder Sommer 2016.

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