Westdeutsche Pappenfabrik Karl Verheyen GmbH

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Historie[Bearbeiten]

Bereits 1925 zeigt das Adressbuch eine Köln-Porzer Pappenfabrik Robert Müller in der Eiler Straße 39 in Porz. Der Eigentümer wohnt in Bergisch-Gladbach. Im Mai 1928 meldet der Betrieb Konkurs an. Karl Verheyen (1891-1960) übernimmt die Fabrik zunächst mit acht Arbeitern und benennt sie um in Westdeutsche Pappenfabrik Karl Verheyen GmbH. Im aus Wickelpappen gefertigten Sortiment waren auch Dachpappen und Kartonagen aller Art. Karl Verheyen wohnte vor dem Krieg privat in Zündorf, Rosenhügel 15. 1935 produzierte das Werk auf drei Rundsiebpappenmaschinen wasserfeste Pappen, Schuhpappen, Kisten, Spalt- un Hartpappen. Im Zweiten Weltkrieg wurden französische Kriegsgefangene im Werk eingesetzt. 1947 ist eine Instandsetzung des Werkes notwendig, zugleich entsteht ein Erweiterungsbau.

1951 beschäftigte das Unternehmen 100 Personen und fertigte 300 Tonnen Pappen jährlich. Nach dem Tod des Gründers führte sein Sohn M. das Unternehmen. Die Firma entwickelte eine wasserabweisende Spezial-Vollpappe und nahm hierfür in den 1960er Jahren eine vollautomatische Produktionsanlage in Betrieb, die mit einer Kapazität von 600 Tonnen monatlich die größte ihrer Art in Europa war. Nach der Umbennung der Straße firmierte das Unternehmen unter der Adresse Bergerstraße 15-25, später dann Bergerstraße 43. An jedem ersten und dritten Mittwoch im Monat gab es rund um die Fabrik ein Verkehrschaos - denn dann brachten die Porzer per PKW ihr Altpapier zum Werk.

Ende des Unternehmens[Bearbeiten]

In der ersten Hälfte der 70er Jahre wurde die Produktion eingestellt, dann folgte der Abriss der Fabrikgebäude. Das Werksgelände wurde an die norddeutsche SOLO-BAU verkauft. Sie errichtete auf dem Grundstück und benachbarten früheren Kleingärten ab 1975 große vielstöckige Gebäude mit 400 Eigentumswohnungen, 31 Mietwohnungen und zwei Tiefgaragen. Als Erschließungsstraße wurde die Josefstraße bis zur Steinstraße verlängert.

(Vertiefung erwünscht)