Trinkhalle Overath

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AK-Ausschnitt um 1925, Kunstanstalt Hermann Klein

Historie[Bearbeiten]

AK-Ausschnitt um 1930, Verlag unbekannt.

Onkel Pauls Büdchen nannten die Kinder von Porz eine Trinkhalle, die auf der Steinstraße an der Ecke zur Hauptstraße stand. Am Bottermaat errichteten Peter Overath und seine Frau Katharina im Jahr 1924 eine erste hölzerne Trinkhalle, die sieben Tage die Woche geöffnet war. Nachdem er bei einem Autounfall einen bleibenden körperlichen Schaden erlitten hatte, brauchte der zuvor bei den Elektro-Isolierwerken in Wahn beschäftigte Betreiber eine neue Existenz. Bereits nach drei Jahren errichtete das Ehepaar das Holzgebäude neu, wohl weil die dahinterstehende Scheune durch ein Wohngebäude ersetzt wurde. Das Ehepaar wohnte in der Hauptstraße 164. Ihr Sohn Paul Overath (*1913), der sich später auch im Karneval engagierte, übernahm die Trinkhalle 1949 und führte sie bis zum 13. Mai 1968. Das Holzgebäude stand bis zu dieser Zeit weitgehend in seiner alten Form auf dem nördlichen Fußgängerweg. Dann war es ebenso wie zwanzig alte große Bäume dem Ausbau der Steinstraße im Wege und wurde abgerissen.

Die älteren Porzer können sich noch genau erinnern: an die alte Scheune, die an der Ecke der Steinstraße stand, an den dicken Baum, dessen Blätter Schatten über das holprige Pflaster der Hauptstraße warfen, an den Bildstock, an dem manches Mütterchen im Vorbeigehen ein kurzes, stilles Gebet verrichtete.[1]

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]

  1. KStA Porz v. 11.5.1968 (mit Fotos).