Missionskreuz

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Früherer Standort: Kirche St. Aegidiius[Bearbeiten]

Im Juni 1854 wurde an der alten Pfarrkirche von Wahn an der Frankfurter Straße ein Kreuz zur Erinnerung an eine Mission des Jahres 1854 errichtet. Die Mission des Pater Daun vom Jesuitenorden dauerte acht Tage. Dieses erste hölzerne Kreuz zerstörte bereits ein Jahr später am 24.8.1855 ein Blitz, der in den Kirchturm einschlug. Wieder ein Jahr später wurde Anfang März 1856 ein neues Kreuz, diesmal aus Sandstein und Kunststein mit einer Höhe von rund 3,50 Meter gefertigt. Unmittelbar auf dem länglichen Kreuz war der Korpus Christi in einer Größe von rund 80 cm, gefertigt aus Gußeisen, angebracht[1].

Im Jahr 1872 wurde der Text um eine weitere Mission erweitert. Zu dieser Mission in Wahn meldete die Kölnische Zeitung, neben der Kirche sei eine "Verkaufsbude mit Heiligenbilder, Medaillen, Rosenkränzen u.s.w." aufgestellt (siehe rechts).

Kölnische Zeitung v. 25.2.1872

Die Inschriften des Kreuzes lauten:

Andenken
an die heil. Mission
zu Wahn
Im Juni
1854
______
Und an die heil. Mission
vom 13. bis 26. Februar 1872
______
Rette deine Seele!

Nach dem Kirchenneubau in unmittelbarer Nachbarschaft wurde die alte Pfarrkriche im Jahr 1895 niedergelegt und das Kreuz versetzt.

Heutiger Standort[Bearbeiten]

An dem Standort Dammweg/Ecke Feldgasse steht das Massionskreuz noch heute, benachbart einer großen Winterlinde, die als Naturdenkmal (ND 711.01) registriert ist. Heute erscheint die Plazierung sehr abgelegen. Doch um 1900 führte hier der kürzeste Weg von Lind und Spich zum Bahnhof Wahn, aber auch weiter nach Zündorf vorbei. Dieser Weg war eine gerade Verlängerung eines Weges, heute heißt die Straße Am Krausbaum. Erst in den 1930er Jahre wurde dieser Weg aufgehoben und in den folgenden Jahrzehnten immer mehr überbaut.

Das Missionskreuz wurde im Juli 1980 unter Denkmalschutz gestellt (DE_05315000_A_0531). Zu dieser Zeit war es in einem schlechten Zustand: Die Schrift verblichen, das Steinkreuz angebrochen, sein rechter Balken beschädigt, und auch am Korpus fehlten Gliedmaße. Um 1983 erfolgte eine gründliche Restaurierung, bei der das Kreuz mit einem Kreuzfuß erneuert wurde. Gut 20 Jahre stand das Missionskreuz unbehelligt, dann wurde es jedoch Ende Juuli 2005 durch erheblichen Vandalismus umgestürzt und zerbrach. Fünf Wahner Bürger ergriffen einige Wochen später die Initiative und stellten das Denkmal wieder her. Das von ihnen neue gegossene Kreuz aus Stahlbeton war jedoch kleiner und deutlich breiter. Der zerbrochene Korpus Christi konnte zwar geschweißt werden, doch eine Befestigung am neuen Kreuz scheiterte. Weder zeigte sich die Verbindung zwischen dem Kreuz und dem Sockel als hinreichend stabil, noch war das neue Kreuz hoch genug für den Korpus. Daher wurde das Denkmal nun zwar auch farbig ausgeführt, aber ohne den großen Korpus. Stattdessen wurde ein stark verkleinertes Modell des ursprünglich bekrönenden Kreuzes mit dem Korpus Christi als Holzkreuz mit Metallkorpus auf das neue Steinkreuz aufgebracht.

Diese Christusfigur wiederum fiel vor dem Jahr 2026 Vandalismus mit Diebstahl zum Opfer. Das Kreuz steht nunmehr wieder beschädigt da.

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]

  • Zingsheim, Christa: Wegekreuze und Bildstöcke in Köln. Köln 1981, S. 104 (Bezirk 7, Nr. 31)
  • Krix, Benno: Restaurierte Wegekreuze in Lind und Wahn. In: Rechtsrheinisches Köln, 40/41. 2015/16.
  1. ↑ Eine frühere Signatur des Kreuzes wurde von Zingsheim mit "I. Gumman in Cöln" wiedergegeben.