Germania-Siedlung

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Die Siedlung bei ihrer Gründung[Bearbeiten]

Die Germania-Siedlung wurde ab dem Jahr 1900 von der Aktien-Gesellschaft Spiegelglaswerke "Germania" südlich der Porzer Bahnhofstraße und westlich der Eisenbahntrasse als Arbeiterkolonie errichtet. Zu dieser Zeit nannte sich das neue Bebauungsgebiet des Dorfes Porz "Porz-Urbach". Die Siedlung bestand aus ursprünglich 44 Arbeiter-Wohnhäusern, die auf 130 aufgestockt wurden. Hinzu kamen 16 Beamten- und Meister-Häuser und eine Direktorenvilla. Alle Wohnungen hatten ausnahmslos einen Garten - was für deutsche Arbeiterhäuser höchst ungewöhnlich war.

Zur Siedlung gehören heute die Häuser:

  • Bahnhofstraße 68-136
  • Concordiaplatz 1 Direktorenvilla
  • Concordiaplatz 3 (Verwaltungsgebäude)
  • Concordiaplatz 8-15 (nebeneinander)
  • Germaniastraße 1-23; 2-20
  • Glasstraße 4-50; (23-61 im Jahr 1977 abgerissen)

Abriss des westlichen Straßenzugs Glasstraße[Bearbeiten]

Die Häuser Glasstraße 23-61 wurden im Januar 1977 auf Antrag der Spiegelglaswerke Germania für eine dringend notwendige Werkserweiterung abgerissen. Zwar stuften sowohl der Landeskonservator als auch der Kölner Stadtkonservator die Gebäude als historisch wertvoll und erhaltenswert ein, doch das Kölner Amt für Wohnungswesen musste die Abbruchgenehmigung erteilen: Der vom Porzer Stadtrat Jahre zuvor aufgestellte Bebauungsplan war weiterhin gültig und wies diese Flächen als gewerbliches Gebiet aus. Zudem drohten die Spiegelglaswerke im Fall der Versagung mit dem Wegzug des gesamten Werkes aus Porz.[1]. Zunächst entstanden an dieser Stelle nur Parkplätze für die Werksangehörigen.

In den 1980er Jahren erwarben Bewohner ihre Häuser, womit die Siedlung allmählich aus dem Besitz der Glaswerke fiel.

(wird fortgesetzt)

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]

KuLaDig: Glashüttensiedlung Germania in Porz (Link)

  1. vgl. KStA Porz v. 29.10.1976 und 13.01.1977 (mit Fotos).