Frankfurter Straße 529
Historie[Bearbeiten]

Im 19. Jahrhundert lag an dieser Stelle noch der Dorfpfuhl - ein Teich, der später verfüllt wurde. Die Familie Metzger ist in Urbach des 19. Jahrhunderts bereits durchgängig als Fleischer-Familie nachgewiesen: Ein Gerhard Metzger war in Urbach als Kaufmann und Fleischer bereits 1815 belegt[1]. Um 1842 zeigte sich ein Viehmakler Edmund Metzger in Urbach, verheiratet mit Catharina ge. Kraemer. Ihr Sohn, der Ackerer Edmund Metzger jun. (1832-1919) wohnte 1903 in der Frankfurter Straße[2].
In den Jahren 1903/04 errichtete dessen Sohn, der Gastwirt, Metzgermeister und Ziegeleibesitzer Gerhard Metzger in Urbach das bis heute bestehende Gebäude an der Ecke Frankfurter Straße/Kaiserstraße. Das dreigeschossige Haus zeigt einen Schmuckgiebel mit der Inschrift "Erbaut 1903" und ein Mansarddach. Im Erdgeschoss war die Metzgerei untergebracht. Früher trug es die Hausnummer Frankfurter Straße 65, heute trägt es die 529. Nach dem Inhaber des neuen Hauses wurde der früher Kampsgässchen genannte anliegende Weg nunmehr Metzgersgäßchen genannt.
Vermutlich führte Gerhard Metzger ab 1902 bis in die 1920er Jahre auch als Wirt die benachbarte Gastwirtschaft. 1927 bis 1934 verzeichnet das Adressbuch unter der Nr. 65 hingegen Johann Metzger als Kolonialwarenhändler und Metzger, zudem aber auch Johann Josef Keller als Kolonialwarenhändler und Gastwirt.
1935 ist dann nur noch Johann Metzger eingetragen. 1939 gehörte die Metzgerei dann Jean Metzger, der im Adressbuch auch eine Anzeige schaltete. Um 1951 führte seine Witwe Maria Metzger die Metzgerei bis nach 1960 fort. 1971 nennt das Adressbuch dann Rudolf Alphons Menne als Metzger.
Das Gebäude steht seit 1991 unter Denkmalschutz.
Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]
Foto Metzgerei T. Enz von 1980, Rheinisches Bildarchiv Köln (Link)