Frankfurter Straße 515

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AK-Ausschnitt um 1900: Gastwirtschaft von Engelbert Zass
AK-Ausschnitt 1916, Verlag Riesenkönig, Rheinbach

Geschichte des Gebäudes[Bearbeiten]

Bereits bei seiner Hochzeit im Jahr 1840 mit Henriette geb. Schoenberger (*1808) war Hermann Hubert Zaß (*1800) in Urbach nachweisbar als Gastwirt tätig[1]. Das Ehepaar führte sein Gasthaus an der Chaussee nach Frankfurt[2]. Jahrzehnte später übernahm ihr Sohn Hermann Engelbert ("Manes") Zaß (1845-1905) und seine Frau Helene geb. Bremer (1849-1904) die Wirtschaft, sie betrieben seit 1879 auch eine Branntweinbrennerei. 1891 gründete sich in dem Gasthaus, das damals die Adresse An der Chaussee 139 trug, der Männer-Gesangs-Verein Urbach. Im Februar 1905 starb Engelbert Zaß, im selben Jahr änderte sich der Straßenname in Frankfurter Straße 53. 1908 übernahm der Bruder Hermann Josef Zass sen. (1841-1919)[3] die Wirtschaft und ließ das benachbarte Haus Nr. 55 von einem Brauereigebäude in ein Wohnhaus umbauen. Im Jahr 1911 veränderte Zaß, nun wohl privat wohnhaft in Ensen, den Tanzsaal und legte diesen höher[4]. Nach dem Tod des Vaters übernahm Josef Zass jun. (1877-1932) Brennerei und Gastwirtschaft.

In den 1960er Jahren trägt das Gasthaus nun den Namen Urbacher Hof und führt seit Mitte der 1960er Jahre die Hausnummer 515. Das Gebäude steht seit 1985 unter Denkmalschutz. Im Jahr 2022 sanierte der Eigentümer das Gebäude mit einem Zuschuss von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

(Fortsetzung erwünscht)

Inhaber, Pächter[Bearbeiten]

Gaststätte Zum Stern

  • vor 1845 - vor 1866: Hermann Hubert Zaß (Inhaber)
  • um 1866 - 1905: Hermann Engelbert "Manes" Zaß (Inhaber)

Gaststätte Zass

  • 1905-1919: Hermann Josef Zaß sen. (Inhaber)
  • 1919-1932: Josef Zass jun. (Inhaber)
  • 1932 - unklar: Witwe Josef Zass, geb. Bennauer (Inhaber)
  • um 1951: Engelbert Zaß; er inseriert auch Fremdenzimmer und einen Tanzsaal (Inhaber)

Urbacher Hof

  • um 1960: Theo Rosch
  • um 1971: Maria Zaß
  • 1997- um 20?19: Christoph Rudolf Beyer und Talma Beyer
  • seit 2013: Mathias Klein, Inhaber

AlKaTs (Alter Kaiserlicher TanzSaal)

  • 2025 (Pächter noch unklar)

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]

Foto des Festsaals um 1936 mit Führerbild und geschwärzten Hakenkreuzen, Rheinischen Bildarchiv Köln (Link)
Website des Betreibers (Link)

  1. Eine Quelle für die auf dem heutigen Gebäude prangende Angabe "seit 1812" findet sich bisher hingegen nicht. Diese Jahreszahl wurde erst nach 1945 von Engelbert Zass hinzugefügt. Dieses Gründungsjahr der Gastwirtschaft ist unwahrscheinlich, denn Hubert Zaß wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit in Mülheim am Rhein geboren, wo sein Vater Michael Zaß nachweisbar als Seidenweber tätig war.
  2. vgl. Kölnische Zeitung v. 6.7.1845 und 12.8.1849.
  3. Vorher war Josef Zaß Brauereigehilfe. Er erbte das Gasthaus, weil die beiden Söhne von Engelbert Zaß im Alter von zehn und vier Jahren 1891 gestorben waren.
  4. Flur 5, Nr. 839/175