Wohnen in Porz: Mieten und Kaufpreise steigen

Das internationale Investmentunternehmen JLL hat sein aktuelles City Profil Köln veröffentlicht. Darin finden sich auch einige interessante Angaben zu Porz: Porz hat weniger Einpersonen-Haushalte als andere Bezirke, die Wohnungsmieten und Kaufpreise für angebotene Wohnungen sind günstiger als im Kölner Durchschnitt. Aber die Preise günstiger Mietwohnungen steigen überdurchschnittlich. Und besonders bei den Eigentumswohnungen zeigen sich deutliche Kaufpreissteigerungen im Bezirk von 11,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreswerten. Im Einzelnen:

110.077 Menschen wohnen im Stadtbezirk in 53.000 Privathaushalten. Davon sind 40,8 Prozent Einpersonen-Haushalte, das ist die niedrigste Quote der Kölner Stadbezirke, deren Durchschnitt einen Anteil von 50,4 Prozent aufweist.

Porz besitzt nach Bestandsdaten des Jahre 2014 insgesamt 17.955 Wohngebäude mit 52.143 Wohnungen, von den Gebäuden sind 26,5 Prozent Mehrfamilienhäuser. Der Kölner Durchschnitt liegt in den Bezirken bei 40,1 Prozent. Nur Rodenkirchen und Chorweiler haben einen noch niedrigeren Anteil an Mehrfamilienhäusern. 2014 wurden im Bezirk lediglich 175 Wohnungen, rund zur Hälfte als Einfamilienhäuser, neu gebaut, damit lag Porz an vorletzter Stelle unter allen Stadtbezirken Kölns.

Im zweiten Halbjahr 2015 lagen die Porzer Mietpreise der angebotenen Wohnungen für Kölner Verhältnisse deutlich unter dem Durchschnitt. Ein Median (statistische Preismitte der Angebote) von 8,50 Euro je m² und eine Preisspanne von 6,80 Euro bis 10,25 Euro für 80 Prozent aller ermittelten Angebote unterschreitet die Köner Durchschnittswerte von 10 Euro und einer Preisspanne zwischen 7,50 Euro und 13.90 Euro. Nur in Chorweiler kann man noch günstiger mieten. Dennoch ist dies bereits ein deutlicher Preisanstieg: „Die drei rechtsrheinischen Bezirke Porz, Kalk und Mülheim verzeichnen zurzeit die höchsten Zuwachsraten, womit bestätigt wird, dass sich das Mietpreiswachstum auf die preiswerten Lagen konzentriert.“ Große Wohnungen über 90 m² sind in Porz auf die Quadratmeterpreise gerechnet mit 8,50 Euro leicht günstiger zu mieten als kleine Wohnungen unter 45 m² (9,80 Euro). Auch ältere Wohnungen sind in Porz mit rund 8,20 Euro günstiger zu haben als Wohnungen ab Baujahr 2011 (9,30 Euro).

Für Wohnungskäufe ist Porz nur teurer als Kalk, und liegt mit einem Median von 1.990 Euro pro m² deutlich unter dem Kölner Durschnitt von 2.910 Euro. Auch die Preisspanne von 1.310 bis 3.140 Euro für 80 Prozent aller ermittelten Angebote unterschreitet die Köner durchschnittliche Preisspanne von 1.560 bis 4.780 Euro. Erneut gilt: In Porz werden dabei überdurchschnittliche Wachstumsraten beobachtet, konkret sind es 11,8 Prozent innerhalb eines Jahres. Im Unterschied zum Mietwohnungsmarkt gilt: Je größer die Eigentumswohnung, desto höher der Kaufpreis pro m²: Wohnungen unter 45 m² sind in Porz für rund 1.980 Euro pro m² erhältlich, Wohnungen über 90 m² liegen im Median bei 2.310 Euro pro m². Neue, nach 2011 gebaute Wohnungen erreichen einen Median von 3.110 Euro pro m².

 

 

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