Zündorf: Verborgene Schätze im Heimatort entdeckt

Bei herrlichem Wetter fand am 22. August 2015 eine Führung „Zündorf für Zündorfer“ statt. Der Bürgerverein hatte für seine Mitglieder einen der besten Kenner unseres schönen Ortes gewinnen können: Theo Steinringer kennt die historischen Winkel Zündorfs wie seine Westentasche. Er hat sein ganzes Leben hier verbracht und seit Jahrzehnten die mehr als 1000-jährige Geschichte Zündorfs erforscht.

Führung ZÜNSein Wissen vermittelt er gerne weiter – so auch diesmal bei seiner Führung auf den Spuren des historischen Niederzündorfs. Start war das Erholungsgebiet Groov. Hier am Marktplatz informierte Theo Steinringer rd. 30 Mitglieder des Bürgervereins über den Nepomuk, das Kriegerdenkmal und die zahlreichen historische Gebäude bzw. die Geschichte ihrer Bewohner.

Über den Friedhof Niederzündorf mit der alten Kirche St. Michael, vorbei an den alten Fachwerkhäusern ging es durch die engen Gassen des alten Ortskerns. Hier erfuhren die Teilnehmer, dass der Hafen in einem alten Rheinarm in Niederzündorf infolge des Kölner Stapelrechts über Jahrhunderte eine besondere Bedeutung erhielt und Niederzündorf aufblühte. Hier wurden Schiffsladungen an Land gebracht, zwischengelagert und dann über den Mauspfad zur Umgehung des teuren Kölner Stapelrechts in den Kölner Norden transportiert.Infolgedessen siedelten sich in Zündorf florierende Betriebe und Handelshäuser in den zum Marktplatz am Hafen führenden Straßen an. (Ob dies ein Grund ist, warum im Kölner Rathaus heute Investitionen in die Zündorfer Infrastruktur vernachlässigt werden???)

Eine Station seiner Führung, über die selbst langjährige Zündorfer wenig oder nichts wissen, waren die alten Keller und unterirdischen Gänge der ehemaligen Immendorf-Brauerei, die sich auf einer großen Fläche des alten Niederzündorfs ausdehnen.Der Heimatforscher Steinringer berichtete, dass sich die Keller von der Brauhausgasse, wo heute der Getränkemarkt Walter liegt, bis zur Klosterkapelle erstrecken. In den Kellern kamen u.a. mit Dampf betriebene Eismaschinen zum Einsatz.

Bei dem abschließenden Besuch in der ehemalige Klosterkapelle erfuhren die Besucher noch vieles über die Historie dieses Gebäudes und konnten anschließend dann auch noch das Kellergewölbe mit seinem noch bestehenden Gang Richtung Hauptstraße besichtigen.

Eine insgesamt spannende Tour für alle Teilnehmer, bei der die Liebe zu unserem schönen Zündorf noch gewachsen sein dürfte. Dafür gab es herzlichen Applaus für das „Zündorfer Urgestein“ Theo Steinringer!!!

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