Am 1. Januar 2025 jährte sich zum fünfzigsten Mal die Eingemeindung der eigenständigen Stadt Porz nach Köln. Dem ging eine lange, teils erbitterte Debatte um die Folgen jener Kommunalen Gebietsreform voran, in deren Zuge es in NRW zu einer Vielzahl solcher Zusammenlegungen kam. Kritische Stimmen befürchteten den Verlust von BürgerInnennähe und sahen die Identität der Stadt und kleinerer Gemeinden bedroht. Im Kölner Raum war die Stadt Porz, die damals schon mehr als 80.000 Einwohnerinnen und Einwohner hatte, besonders betroffen.
Kann man ein derart komplexes kommunalpolitisches Thema musikalisch im Rahmen eines Progressive Rock Konzeptalbums mit Stilmitteln der 70er Jahre abbilden? Auf jeden Fall, dachte sich die Köln-Porzer Formation Schmitz & Niebuhr, im Kern bestehend aus Bernd Wilberg, Marco Trovatello und Dierk Düchting. Sie schrieben und entwarfen ein Konzept, das die stimmberechtigten Mitglieder des Kölner Kulturausschusses und zuvor das Referat für Popkultur des Kölner Kulturamts von einer Förderung überzeugte. So konnte die aufwändige Produktion zumindest teilweise finanziert werden.
Schmitz & Niebuhr nahmen also ein wahnwitziges Progressive Rock trifft Art Pop Doppel-Konzeptalbum mit dem Titel Porz 1975 auf. Es erscheint heute.

