Linder Kreuz

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Das Linder Kreuz (Foto © porzerleben.de)

Historie[Bearbeiten]

Dieses Wegekreuz steht in Lind und gab der Straße Am Linder Kreuz ihren Namen. Es ist rund 3 Meter hoch und wurde im Jahr 1842 aus Sandstein im Biedermeierstil errichtet. Das Kreuz trug als metallene Figur einen Korpus Christi. Der genaue Standort seiner Aufstellung und der Anlass zur Stiftung sind unbekannt.

Der Stifter Aloys Mathias Boecker (seltener: Böcker, 1775-1858) war nicht nur Gutsbesitzer, sondern auch erster Verwaltungsbeamter der Gemeinde Wahn - ab 1808 als Munizipaldirektor, ab 1809 als Marie und ab 1815 als Bürgermeister. Zudem übernahm er dieses Amt ab November 1812 auch für die Gemeinde Heumar. Er beendete diese Tätigkeit im März 1831, um nun das Bürgermeisteramt von Mülheim am Rhein zu leiten. Ende August 1836 beendet er diese Tätigkeit wegen einer Krankheit[1].

Der Text auf dem Postament lautet:

Im Jahre 1842
errichtet zum 
Heil und Segen
der Gemeinde Lind
von Alois Böcker
Gutsbesitzer zu Lind


Das Linder Kreuz ist seit 1. Juli 1980 ein geschütztes Kleindenkmal und war im Kulturpfad Porz Teil der Tour 1 (1.10). Zu dieser Zeit war die Inschrift nahezu verwittert, aber der Korpus Christi noch erhalten (siehe Foto bei Zingsheim). Zwanzig Jahre später zeigte sich das Denkmal an einem veränderten Standort. Der Sockel war inzwischen erhöht wordem das Postament in seinem unteren Bereich erneuert, der Korpus Christi aber nun nicht mehr vorhanden (siehe Foto 1989 bei Krix).

Im Jahr 2009 setzte ein Malermeister aus Langel das Kreuz instand, die Bezirksvertetung Porz stellte hierfür bezirksorientierte Mittel bereit. Neben den Ausbesserungen von Ausbrüchen schöpfte der Malermeister auch einen neuen Farbanstrich. Die rekonstruierte Inschrift (wobei die ursprüngliche Schreibweise "Aloys Boecker" oder "Alois Böcker" unklar bleibt) wurde im Frühjahr 2010 aufgebracht. Im Juni 2011 wurde das Kreuz zudem katholisch gesegnet.

Nach dem Stifter ist seit 2017 die Aloys-Boecker-Straße in Lind benannt. Diese liegt gegenüber dem Standort des Kreuzes westlich der Frankfurter Straße in einem kleinen Industriegebiet.

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]

  • Zingsheim, Christa: Wegekreuze und Bildstöcke in Köln. Köln 1981, S. 104 (Bezirk 7, Nr. 30)
  • Krix, Benno: Restaurierte Wegekreuze in Lind und Wahn. In: Rechtsrheinisches Köln, 40/41. 2015/16
  1. ↑ Über Boecker ist wenig bekannt. Er stammte aus Köln. Seine Eltern Johann Peter Gottfried Boecker und Anna Catrherina geb. Clever hatten acht Kinder. Der Vater war Gastwirt. Sebst der Name der Ehefrau von Aloys Boecker konnte bisher nicht ermittelt werden.