Kirchenhof

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Historie[Bearbeiten]

Der Kirchenhof befand sich in Urbach in unnmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche St. Bartholomäus. Sein Areal bildete wohl bereits im 14. Jahrhundert mit dem späteren, heute ebenfalls nicht mehr vorhandenen Leuschhof einen gemeinsamen großen Gutshof. Der Hof war zunächst im Besitz des Adelsgeschlechts von Volmerstein, dann des Adelsgeschlechts von Kalkum. Der Hof gehörte im 16. Jahrhundert gemeinsam den zwei Familien von Nesselrode und von Reven. Am 3. April 1583 wurde dieser Besitz geteilt. Dabei übernahm Brun von Reven zu Paffrath den unbebauten Teil "mit seinen Eichen im Leusch", um darauf einen eigenen Hof zu errichten. Die Familie von Nesselrode hielt nun alleine den Kirchenhof bis in das Jahr 1818. Dann kaufte das Ehepaar Johann und Elisabeth Meller den Hof gemeinsam mit dem Maarhof. 1860 teilten sie die Grundstücksflächen und Gebäude für den Weiterverkauf auf.

So erwarb Johann Ossenbach (+1905) den Hof und riss die Nebengebäude und Stallungen ab. Stattdessen errichtete er Gebäude zur Herstellung von Senf, Rübenkraut und Seifen. Weitere Flächen gingen an die Bürgermeisterei Heumar und die katholische Kirchengemeinde. 1959 wurden sämtliche Gebäude auf dem Hofgrundstück abgerissen.

Eigentümer /Lehnsherr / Pächter[Bearbeiten]

  • 1318 - um 1430 Gesamthof: Dietrich II./III./IV. / Johann von Volmerstein (jeweils als Lehen von der Abtei Deutz)
  • 1360 - 1449 Gesamthof: Arndt von Kalkum / Wilhelm von Kalkum / Bela von Reven, geb. Kalkum (jeweils als Unterlehnsherr)
  • 1430 - 17. Jahrhundert? Gesamthof: Goddert / Dietrich von der Recke (jeweils als Lehnsherr)
  • 1450 - 1583 Gesamthof: hälftig von Nesselrode sowie von Reven (jeweils als Unterlehnsherren)
  • 1583 Teilung in Kirchenhof mit Gebäuden (Nesselrode) und ein weiteres Grundstück "im Leusch" (von Reven)
  • 1583 - 1818: Kirchenhof - von Nesselrode (zunächst als Unterlehnsherren, die seinerseits verpachteten)
  • 1818 - 1860: Johann Meller und Elisabeth, geb. Sternenberg
  • 1860 - 1905: Johann Ossenbach (teils); Bürgermeisterei Heumar (teils); Pfarre St. Bartholomäus (teils)
  • 1958 - 1959: vollständig: Stadt Porz

Quellen, Literatur, Links[Bearbeiten]

Wilhelm Becker: Die Katholische Pfarre St. Bartholomäus in Urbach bis 1800. In: Rechtsrheinisches Köln 12.1986. Christoph v. Lindeiner und Jürgen Huck: Der Leuschhof zu Urbach. In: Unser Porz 13.1971.