Gasthaus Asselborn Scheben

Gasthaus Asselborn "Zum Kronprinzen"[Bearbeiten]
Sehr wahrscheinlich hat bereits der Ackerer und Wirth Lambert Herbertz um 1855 in Westhoven an dieser Stelle ein Gasthaus betrieben[1]. Im Juli 1896 suchte der Wirth Joseph Asselborn (1861-1914) für Mitte August ein Tanzzelt zu mieten[2]. Eine Ansichtskarte von 1902 zeigt in der damaligen Oberstraße 44 die Gastwirtschaft von Peter Joseph Asselborn als Eckhaus. Er war zugleich als Bäcker, Wirt und Händler tätig, das Wirtshaus hatte auch eine Gartenwirtschaft. Um 1912 er Gasthaus nun Restauration Zum Kronprinzen. Asselborn starb im April 1914 und drei Jahre später starb auch seine Ehefrau, eine geborene Herbertz (1867-1917). Zwei Kinder des Ehepaars führten das Gasthaus weiter.
Gasthaus Scheben "Zum guten Tropfen"[Bearbeiten]

1919 übernahm Wilhelm Scheben Tochter Margarethe (Gretchen) Asselborn heiratete und das Ehepaar im November 1919 die Gaststätte. Er hatte im März 1911 bei der Handwerkskammer Köln die Bäckermeisterprüfung abgelegt. Dann war die Kaiserzeit war vorbei - das Lokal bekam nun den Namen Zum guten Tropfen und erhielt zudem eine Kegelbahn. 1938 erweiterte die Familie Scheben die Gaststätte und baute sie um (Flur 6, Parzelle 354).
Im 2. Weltkrieg wurde das Gebäude bereits 1940 durch Bombentreffer beschädigt. 1941 fand der Wiederaufbau des zerstörten Gebäudeteils statt. 1943 wird das Gasthaus im Telefonverzeichnis nicht mehr erwähnt.
Wohnhaus und Abbruch[Bearbeiten]
Nach dem Krieg baute Wilhelm Scheben 1948/49 dann das Haus zu reinen Wohnzwecken von Grund auf neu mit weiteren Wohnräumen. Im Jahr 1951 ist unter dieser Adresse nur noch Margarete Scheben eingetragen.
1960 ist diese Hausnummer bereits aus dem Adressverzeichnis verschwunden, um 1961/62 verändert eine Neuvergabe die Hausnummer nach Oberstraße 76. Heute findet sich an dieser Stelle ein leeres Grundstück.
Gastleute[Bearbeiten]
Zum Kronprinzen
- 19. Jhdt. - 1914: Ehepaar Peter Josef Asselborn
- 1914-1919: Geschwister Asselborn
Zum guten Tropfen
- 1919-1941: Wilhelm (Willy) Scheben und Ehefrau Margarethe geb. Asselborn