Frankfurter Straße 627



Das Gasthaus bis 1918[Bearbeiten]
An der späteren Hauptstraße 67 in Eil bestand dieses Gasthaus bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Spätestens 1867 waren die Ackerer Franz Peter Engels und seine Frau Anna Christina geb. Odenthal die Wirtsleute. Nach dem Tod von Franz Peter führte die Witwe die Gastwirtschaft alleine weiter. Dann heiratete im Jahr 1883 ihre Tochter Christina Engels (*1861) im Januar 1883 den Melchior Jacobs (Jakobs) und beide übernehmen das Gasthaus. 1906 nennen Inserate auch einen zugehörigen Saal.
Im November 1910 übergab Melchior Jacobs die Gastwirtschaft an Gottfried Gasper und dessen Frau Sibilla, geb. Keppeler. Um 1911 wird auch Fritz Gasper als Wirt genannt. Mit dem Hohenzollern-Saal hatte das Gebäude auch einen großen Veranstaltungsraum. Zu dieser Zeit war der Name noch Gastwirtschaft Zur guten Quelle'[1]. 1912 brach Gottfried Gasper eine Waschküche mit Stall ab (Flur 2, 646/97) und ließ einen Anbau neu errichten.[2]
Ende Januar 1914 inserierte Gasper, dass er die Wirtschaft unter der Adresse Hauptstraße 63 an Herrn Karl Syri verkauft habe, der sie nun weiterführe. Syri eröffnete im April 1914 unmittelbar neben seiner Wirtschaft eine Metzgerei-Filiale einer tüchtigen Mülheimer Metzgerei. Im Ersten Weltkrieg hieß die Gastwirtschaft nun Gastwirtschaft Zum Deutschen Haus. Sie wurde offensichtlich von Fritz Gasper zurückerworben.
Das Gasthaus 1919 - 1990[Bearbeiten]
Lichtspieltheater im Saal[Bearbeiten]
Am Samstag, den 21. Juni 1919 eröffnete Franz Brehm im Saal des Gasthauses ein modernes Lichtspielhaus. Es sollten "nur erstklassige Stücke zur Schau gebracht werden, die zweifelsohne alle Besucher voll befriedigen werden." Diesem Zweck diente ein Vertrag mit einer "erstklassigen Filmgesellschaft, welche die größten Kölner Lichtspieltheater zu ihren Kunden zählt"[3]. Aufführungen waren Samstags und Montags ab 17 Uhr, Sonntags ab 16 Uhr. Im Mai wurde gegeben: "Das wundersame Märchen der Liebe", "Die Sünde", Die fromme Helene". Im Juli: "Maximum" , "Der Wilderer", "Harry lernt Billard spielen", "Harakiri", "Die Brieftasche am Meeresstrand" und "Fräulein Pikolo".
Die Gastwirtschaft[Bearbeiten]
Im Jahr 1921 heiratete die Tochter von Gottfried Gasper, Katharina Gasper, den Johann Lehn (1897-1969)[4]. Zum Jahresende 1928 benannte eine Liste der Bürgermeisterei Heumar für den Saal mit Bühne maximal 266 zulässige Besucher; Zu dieser Zeit lautete die Adresse Frankfurter Straße 67, als Eigentümer wurde Fritz Gasper ausgewiesen.
Das Ehepaaar Lehn führte das Gasthaus ab 1935 zunächst als Restaurant Zur Schützenburg und nahm mehrere Umbauten vor. Nach dem 2. Weltkrieg hieß das Gasthaus nun Hotel Restaurant Schützenhof, Lehn warb 1960 unter der damaligen Adresse Frankfurter Straße 105 mit Bundeskegelbahn, großen und und kleinen Sälen.
1992 übernahm die Familie Martino das Gebäude und eröffnete hier ihr Restaurant Imperium. Doch die Substanz wurde zunehmend sanierungsbedürftig. Das Gebäude wurde schließlich um 2013 abgebrochen, das Restaurant in die Frankfurter Straße 641 verlagert.
(Vertiefung erwünscht)
Gastleute[Bearbeiten]
Gasthaus Engels
- ca. 1867 - 1880: Franz Peter Engels und Anna Christina geb. Odenthal
- ca. 1880 - 1883: Witwe Anna Christina Engels
Jaobs'sche Wirtschaft
- 1883 - 1910: Melchior Jacobs (Jakobs) und Christina geb. Engels
Zur guten Quelle
- 1910-1913 Gottfried und Fritz Gasper
Zum Deutschen Haus
- 1913 - vor 1935: Gottfried Gasper
Schützenburg / Schützenhof
- um 1935 - 1969: Eheleute Johann Lehn und Katharina geb. Gasper
- um 1971: Wolfgang Winkelhagen
Delio Imperium Ristorante
- 1992 - um 2013: Familie Martino
Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]
(Text)