Ziegelei Limbach & Busch
Im Januar 1893 wurde in das Mülheimer Gesellschafts-Register die Firma Limbach & Busch in Porz am Rhein als offene Handesgesellschaft eingetragen (Nr. 102). Gesellschafter waren der Betreiber der Porzer Bahnhofsgaststätte, Franz Josef Limbach (1853-1903), sowie der Dachziegelfabrikant Joseph Busch und seine Ehefrau Margaretha, geb. Wirtz, ebenfalls aus Porz. Die Gesellschaft war auf 15 Jahre angelegt. Sie besaß am Eilerweg unter der Adresse Porz Nr. 74a ein Areal von 25 Ar 53 Meter (Flur 2 Nr. 389/71). Darauf befanden sich ein Wohnhaus, ein Stall, eine Dachziegelei mit Schuppen und Fabrikationsausstattung (Presse, Formen, Trockenrahmen etc.), darunter drei in die Erde eingemauerte Öfen.
Doch bereits im November 1895 geriet das Unternehmen in die Liquidation, die Immobilien, Gegenstände und Vorräte wurden öffentlich versteigert[1]. Vermutlich erwarb Franz Josef Limbach selber die Immobilie und die Betriebsausstattung. Denn er war weiterhin als Ziegeleibesitzer in der Eiler Straße tätig und meldete unter der Nr. 179 im Handelsregister Mülheim seine Firma Fr. Limbach in Porz am Rhein an. Limbach starb im Mai 1903, doch seine Witwe Katharina, geb. Becker und ihr Sohn Franz Limbach jun. führten die Dampfziegelei fort. Weihnachten 1904 bezeichnet sich die Frau Witwe Limbach in einer Familienanzeige als Fabrikbesitzerin. Franz Limbach suchte per Inserat im Jahr 1905 "15 junge Leute im Alter von 14-16 Jahren für leichte und dauernde Arbeit". Offensichtlich nahm er es mit dem Alter nicht so genau. Denn ein Schöffengericht verurteilte ihn im Juli 1906 zu 20 Mark Strafe, weil er noch nicht 14 Jahre alte Arbeiter täglich länger als sechs Stunden beschäftigte[2]. Wenige Monate später, im Februar 1907, wird dann allerdings die Firma Fr. Limbach aus dem Handelsregister gelöscht.
In der zweiten Jahreshälfte 1910 ging die Limbach'sche Falzziegelei in den Besitz von Friedrich Kader über[3].
Quellen und Links[Bearbeiten]
Abbildungen auf dachziegelarchiv.de (Link)