Festungsbauwerke

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Historie[Bearbeiten]

Bis auf das Gebiet von Westhoven reichten die Bauwerke des preußischen Festungsplans. Die Kölner Festungsanlagen bestanden zunächst aus einem inneren Festungsring, doch die höheren Reichweite von Geschützen mit gezogenem Rohr führten nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 zum Bau eines weiteren, äußeren Festungsrings. Rechtsrheinisch wurden durch den Erwerb von Gebieten in Westhoven ab 1877 ein Fort und ein Zwischenwerk angelegt. Diese Bauwerke waren durch fortschreitende Waffentechnologien bereits zehn Jahre nach ihrer Errichtung militärisch faktisch wertlos. Hinzu kamen eingangs des 20. Jahrhunderts betonierte Infanteriestellungen.

  • Fort IX 87 F - erbaut in den Jahren 1877/78. Im Jahr 1912 wurde das Pulverdepot erweitert. 1922 teilweise geschleift. Ab 1935 bis heute war es Bestandteil der Mudra-Kaserne und seine Räume hatten unterschiedliche Nutzungen: Als Pferdeställe, als Vereinsraum, als Kneipe, als Lager.
  • Zwischenwerk IXa 85 F - ebenfalls in den Jahren 1877/78 erbaut und 1922 teilweise geschleift. Ab 1951 war es Bestandteil der belgischen Kaserne und diente als Kohlenkeller und Lagerraum.
  • Infanteriestützpunkt 57 A
  • Infanterieraum 58 A
  • Infanteriestützpunkt 86 F - angelegt 1907-1914, geschleift 1925 (Link zum Foto).
  • Infanteriestützpunkt 61 A - angelegt 1914, geschleift 1925 (Link zum Foto).

Östlich all dieser Bauwerke waren Rayons angelegt, Zonen mit freiem Schussfeld. Westlich setzte sich der Ring zwischen Marienburg und Rodenkirchen fort, nordöstlich in Ostheim und Höhenberg. Darüber hinaus gab es nördlich von Fort IX das Munitionslager Westhoven.

Heute[Bearbeiten]

Während die Infanterieräume und -stützpunkte heute nicht mehr zu sehen sind, sind Fort und Zwischenwerk erhalten geblieben. Das Fort und seine Räumlichkeiten werden von der Mudra-Kaserne genutzt, das Zwischenwerk wurde zunächst im Jahr 2008 gegen unbefugtes Eindringen verschlossen. Im Spätsommer 2018 errichtete der BUND mit finanzieller Hilfe der HIT Umweltstiftung und freundlicher Unterstützung durch die Stadt Köln seinen beiden Räumen ein Winterquartier für Fledermäuse. Vandalismus zerstörte zunächst die schützende Eingangsmauer, nach Reparaturen wurde in den Folgejahren erneut eine Wand aufgebrochen. Illegale "Corona"-Partys mit Lärm, Feuerstellen und Vermüllung zerstörten in der Folge auf höchst asoziale Weise Teile der Fledermaus-Unterschlüpfe.

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]

KuLaDig: Preußische Festungswerke im äußeren Kölner Grüngürtel (Link).
Website Festungsstadt Cöln (Link)