Hochwasserschutz

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Rheinregulierung[Bearbeiten]

Eine Regulierung des Rheinwassers kann verschiedene Zwecke erfüllen:

  • Für die Sicherung der Schifffahrt soll die Fahrrinne hinreichend tief sein und bleiben. Ist der Rheinquerschnitt zu breit, kann sich Sand und Kies ablagern - es entstehen Untiefen und Kiesbänke als Gefährdung der Schifffahrt. Wird der Rheinquerschnitt verschmälert, erhöht sich die Fließgeschwindigkeit des Wassers - Sedimente werden abtransportiert. Hierzu werden seit dem 15. Jahrhundert Kribben (Krippen, Buhnen) vom Ufer quer in den Fluss gebaut. Zudem ist die Schifffahrt an kurzen Wegen interessiert - daher wurden im 19. und 20. Jahrhundert etliche Rheinschleifen im Oberrhein beseitigt und so der Fluß begradigt; dies geschah durch das Durchstoßen der Mäander-Hälse.
  • Uferanlagen sollen vor Auswaschungen, Abspülungen oder Überflutungen geschützt werden. Hierzu muüssen die Ufer befestigt werden - sei es durch Anpflanzungen, sei es durch Hecken, sei es durch Steinwälle.
  • Hafenanlagen sollen erhalten werden. Die größte Gefahr eines Hafens ist seine Versandung. Somit muss die Fließgeschwindigkeit des Rheins vor der Hafenanlage hinreichend groß sein, um Sedimentablagerungen zu vermeiden.

Jedoch - wenn das Hochwasser kommt, können regulierende Maßnahmen zur Verschlimmerung von Überschwemmungen führen. Dabei sind die Leidtragenden mit ihren überfluteten Flächen regelmäßig andere als die Nutznießer der Regulierungen. Daher waren Regulierungen immer schon konfliktträchtig.

Techniken der Regulierung[Bearbeiten]

Die Kribben bestanden früher aus Waldfaschinen, befestigt an Faschinenpfählen. Waldfaschinen entstehen aus Reisig von Weiden oder Erlen. Die Äste und Zweige werden hierzu ausgelegt und walzenförmig zusammengeschnürt. So entstehen gleichmäßige Bündel mit mehreren Meter Länge. Um die Kribben anzulegen und zu überprüfen, wurde ein Kribbmeister (Krippenmeister), ab ca. 1840 auch als Rheinbaumeister bezeichnet, bestellt. In Porz war dies in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Johann Jakob Dilgen (*1772) ab der Mitte des 19. Jahrhunderts dann sein Sohn Johann Peter Joseph Dilgen (1806- vor 1876). Da sich ihre Amtszeiten überschnitten, wurden die beiden "Dilgen senior" und "Dilgen junior" genannt.

Konkreter Hochwasserschutz[Bearbeiten]

(in Vorbereitung)

  • 1926/27 erhält Westhoven eine Hochwasserschutzmauer

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]