Ansichtskarten

Aus porzerleben.de/porz-wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Sie wollen Ansichtskarten von Porz verkaufen? Die Redaktion von porzerleben.de macht Ihnen gerne ein Angebot!

Ansichtskarte zum Stadtbezirk Porz[Bearbeiten]

Von Porz und den Porzer Stadtteilen gibt es vielfältige Ansichtskarten. Die Gesamtzahl der unterschiedlichen Kartenmotive ist verständlicherweise unbekannt. Aber auf der Basis einer digitalen Sammlung (Sammlung porzerleben.de) lassen sich dennoch mit Stand Februar 2022 einige Aussagen treffen. Einschränkend gilt hierbei: Karten aus Poll sind bisher nicht berücksichtigt. Mitgezählt sind hingegen alle Militär-Karten mit lokalen Motiven - sie umfassen ein Fünftel aller nachgewiesenen Karten.

1896: Gruss vom Schiessplatz Wahn

Konkret nachgewiesen sind inzwischen knapp 1000 unterschiedlichen Karten. Sie stammen von 128 Herausgebern, die mitunter aber nur ein, zwei Karten mit Motiven aus Porz verlegt haben. Längst nicht alle Herausgeber sind Ansichtskartenverlage; auch Gastwirte, Geschäftsinhaber und Kirchengemeinden sind darunter. Die Karten können in die Porzer Ortsteile und zudem in die Kategorien Schiessplatz/Militär und Flughafen sortiert werden. Bisher sind als älteste Karten eine gezeichnete Karte "Gruss aus Porz" mit Rheinansichten von Porz, Zündorf und Ensen aus dem Jahr 1895 sowie zwei Lithografien "Gruss vom Schiessplatz", gelaufen im August 1896, ermittelt.

Das älteste Fotoatelier betrieb in Porz Fritz Schneider (bisher 28 Karten), etwa von 1885 bis 1910. Seine Witwe führte das Geschäft noch einige Jahre fort. Karten aus Porz in der Zeit von 1910 bis 1930 stammen von Albert Urbach aus Porz. Aus der Zeit 1899 bis 1921 finden sich Fotokarten des Siegburger Fotografen Dietzgen. In den Jahren 1915 bis 1940 waren in Porz Wilhelm und Walter Lipphardt aktiv, etwa im gleichen Zeitraum auch Walter Gantenberg, ebenfalls aus Porz. Viele Ansichtskarten des Truppenübungsplatzes der 1930er Jahre stammen von August Lichius (aktuell 29 Karten), er wohnte wie sein Bruder Emil im damaligen Wahn-Heide und war am Schießplatz aufgewachsen, wo der Vater Jakob als Gastwirt und Kleinhändler eine Wirtschaft unterhielt.

Knapp jede fünfte Karte stammt von diesen beiden Verlagen:

  • Vom Fotografen Ewald J. Wagenhut in Wahnheide sind 106 Karten aus dem Stadtbezirk seit dem Jahr 1955 nachgewiesen, vermutlich waren es ingesamt aber deutlich mehr. Die Karten sind zwar nummeriert, aber Wagenhut hat auch Karten mit außerbezirklichen Motiven angefertigt.
  • Der Verlag Korr in Aachen-Brand war ein Großverlag für Ansichtskarten. Von ihm sind 86 Karten seit dem Jahr 1960 nachgewiesen.

Nachgewiesenen Kartenmotive[Bearbeiten]

(Stand Januar 2022)

  • 215 x Schiessplatz/Truppenübungsplatz Wahnheide, davon 111 Karten vor 1916 und 40 Karten aus der NS-Zeit
    Diese Karten wurden zweitweise in erheblicher Auflage verbreitet. Im Jahr 1938 wurden beim Zweigpostamt Wahn-Heide I monatlich 200.000 Ansichtskarten aufgegeben.[1]


  • 278 x Porz-Mitte
  • 69 x Zündorf
  • 56 x Wahn
  • 50 x Urbach
  • 47 x Ensen
  • 44 x Wahnheide
  • 39 x Eil
  • 33 x Westhoven
  • 31 x Flughafen
  • 23 x Grengel
  • 19 x Langel
  • 16 x Gremberghoven
  • 14 x Porz (Mischmotive verschiedener Ortsteile)
  • 11 x Finkenberg
  • 6 x Libur
  • 2 x Elsdorf
  • 2 x Lind

Quellen[Bearbeiten]

  1. Nach Jürgen Huck; Das Post- und Fernmeldewesen bis 1945. In: Unser Porz 6.1964, S. 78