Vorsorge von Schlaganfällen: Chefarzt informierte

Online-Vortrag von Chefarzt Dr. Thomas May im Onlinevortrag (Foto: Krankenhaus Porz)

Was passiert bei einem Schlaganfall? Wie können Patienten vorbeugen und wie lassen sich Gefäßverengungen heute schonend behandeln? Darüber informierte Dr. Thomas May, Chefarzt der Gefäßchirurgie im Krankenhaus Porz am Rhein, im Rahmen eines virtuellen Vortrages. Der nächste Online-Vortrag zum Thema Gefäße unter dem Titel „Aortenaneurysma – die tickende Zeitbombe“ findet am Mittwoch, 24. März um 18.00 Uhr statt.

„Kalkablagerungen vermindern nicht nur die Durchblutung, sie können auch zur vollständigen Verstopfung der Gefäße führen und somit zu einem Schlaganfall. Rechtzeitig erkannt, lassen sich Gefäßverengungen gut behandeln und damit kann Schlimmeres verhindert werden“, so der Experte. „Die Vorsorgeuntersuchungen werden mittels Ultraschall durchgeführt und sind für die Patienten nicht belastend.“

Werde eine Verengung entdeckt, gebe es die Möglichkeit, sie mit Infusionen und Medikamenten zu behandeln. Helfe dies nicht mehr, müsse in den meisten Fällen operiert werden. Chefarzt Dr. May zeigte, dass Operationen an Gefäßen weitaus unblutiger sind, als man sich sie vorstellt. Durch minimalinvasive Eingriffe können Ablagerungen in den Schlagadern entfernt und Engstellen erweitert werden. Er stellte verschiedene Verfahren vor, die je nach Patient und Krankheitsbild angewendet werden.

„Für die erfolgreiche Behandlung eines akuten Schlaganfalls zählt jede Minute. ‚Zeit ist Hirn‘ lautet dabei unser einfacher Leitspruch. Beim Verdacht auf einen Schlaganfall sollte unverzüglich gehandelt werden, damit Langzeitschäden vermieden werden können. Die Teilnehmer interessierte hierbei vor allem, woran man den Schlaganfall erkennen kann und wie er sich beispielsweise zur Migräne abgrenzt. „Die Kopfschmerz-Symptomatik ist ähnlich, beim Schlaganfall treten aber oft einseitige Lähmungserscheinungen auf, die bei der Migräne nicht üblich sind“, erklärte der Chefarzt. Einseitig hängende Mundwinkel, die plötzliche Unfähigkeit, einen Arm zu heben oder auftretende Sprachstörungen seien Alarmsignale. „Bei Verdacht auf einen Schlaganfall sollte umgehend die 112 angerufen werden“, empfahl Dr. May.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte lösen Sie diese Aufgabe: *