Umgestaltung Porzer Fußgängerbrücke zum Rhein

Pressemitteilung des Bündnisses Porz-Mitte

Das Bündnis Porz-Mitte begrüßt ausdrücklich die aktuellen Vorschläge zur Umgestaltung der Fußgängerbrücke über die Hauptstraße und hält manche Ideen wie eine längere Übertunnelung der Hauptstraße für interessant. Viele der nun genannten Vorschläge greifen dabei bereits in die Diskussion eingebrachte Konzepte des Bündnisses auf, so etwa die Verbreiterung der Brücke und eine schlankere Optik des Bauwerks.

Bereits im Mai hatte sich das Bündnis Porz-Mitte an die Eigentümerin der Pavillons, die Sahle-Bau GmbH, gewandt und im Juni bei einem Gespräch erfahren, dass die Neuvermietung des derzeit leerstehenden Pavillons ansteht. Daraufhin hat das Bündnis die Parteien und die Stadt um Intervention gebeten, damit durch eine langfristige Mietbindung hier nicht auf Jahrzehnte wichtiger Gestaltungsspielraum verloren geht. Zudem schlug das Bündnis vor, das Baustellenbüro der modernen stadt übergangsweise in dem leerstehenden Pavillon unterzubringen, wie es jetzt auch von der Eigentümerin ins Gespräch gebracht wird. Gleichzeitig möchte das Bündnis aber auch – eine Idee aus dem Gespräch mit Frau Jeschonnek von der Sahle-Bau GmbH aufgreifend – zu bedenken geben, dass die auf der verbreiterten Brücke entstehende kleine Piazza auch weiterhin „bespielt“ werden muss, weshalb das Bündnis den Erhalt der Außengastronomie auf der Brücke – architektonisch überarbeitet und verändert – für wünschenswert hält.

Allerdings ist das Bündnis überrascht davon, dass der im Juli vorgelegte Entwurf des städtischen Bebauungsplans die Brücke und die Pavillons nur teilweise umfasst. Bei der Festsetzung des Plangebietes wird ein Teil der Pavillons und Brücke ausgeschlossen, ohne erkennbaren Grund und im Widerspruch zu den weiter beabsichtigten Plänen. Wenn die Niederlegung der Pavillons auf der Brücke ernstlich von der Stadt als Plan verfolgt wird, dann wäre es sinnvoll, die gesamte Brücke mit den Pavillons in den Bebauungsplan einzubeziehen und nicht nur Teile der Brücke und der Pavillons. Dies gilt umso mehr auch im Hinblick auf eine mögliche und aus Sicht des Bündnisses sinnvolle Erweiterung des Brückenkörpers, die erst eine wirkliche Sichtachse Richtung Rhein gewährleisten würde (s. Fotos unten). Dabei soll die Brücke an beiden Seiten über der Hauptstraße zu einer kleinen Piazza verbreitert werden, was nach Auskunft von Bauingenieuren statisch bei der bestehenden Unterkonstruktion kein Problem darstellt, so dass dann auch tatsächlich die optische Flucht zum Rhein betont wird. Dementsprechend hat das Bündnis in einer Stellungnahme zum Bebauungsplan vorgeschlagen, dass das gesamte Brückenbauwerk mit den Pavillons Teil des Plangebietes und eine solche Brückenverbreiterung eingeplant wird.

Wenn die Politik hier nunmehr konkrete Vorstellungen an die Verwaltung heranträgt, könnte das Planungs- und Bebauungsverfahren für die Brücke beschleunigt werden. Das Verschieben in ein immer noch sehr diffuses ISEK schiebt das Ganze eher auf die lange Bank.


Mit der Erweiterung der Brücke ließe sich zusätzlicher

öffentlicher Raum gewinnen (Piazza-Situation).

Erweiterung (blau) der Brücke in südlicher Richtung zur Arrondierung der Sichtachsenbezüge und zur Erweiterung des Übergangs zum Rhein (Blick vom Rathaus kommend Richtung City-Center)

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