Die Gemeinschaftsgrundschule Hauptstraße im Herzen von Porz

Eine Schule kämpft ums Vergessen!

Die Bürgersprechstunde, die unter dem Motto „Die Gemeinschaftsgrundschule im Herzen von Porz – fast vergessen?“ stand, war mit 28 Personen, die den interessanten Ausführungen von Uwe Eckey, Schulleiter der GGS Hauptstraße lauschten, sehr gut besucht.

Da der Bürgerverein Porz-Mitte e. V. (BVPM) diese Schule regelmäßig finanziell unterstützt, ist sie von Bedeutung für unsere Mitglieder und die Bürgerinnen und Bürger.

Die Schule ist inklusiv, d. h. sie nimmt Kinder mit und ohne Behinderung auf sowie auch aus allen Nationen der Welt. Sie spiegelt in ihrer Buntheit wider, was auch Porz ausmacht. Sie hat 9 Klassen und zusätzlich separate Klassen für Flüchtlingskinder, deren Sprachkenntnisse noch gering sind.

In der Schule arbeiten u. a. 17 Lehrerinnen und Lehrer, eine Sozialpädagogin, eine Schulsozialarbeiterin (Heike Kumar-Göttker) und der Schulleiter. Der Offene Ganztag geht von 12.00 h bis 16.00 h und ist mit 75 Plätzen belegt. Dazu gehören die Übermittagsbetreuung, die Hausaufgabenbetreuung und die Freizeit-AGs.

Die regelmäßigen Kinderkonferenzen tragen zum sozialen Klima der Schule bei. Die Kinder dürfen sich demokratisch zu den Angeboten und Projekten äußern.

Zurzeit läuft noch das Projekt „WirPunkt“, das den Kindern in einem Sozialtraining wichtige Kompetenzen wie Starke helfen den Schwächeren vermittelt sowie durch gruppendynamische Übungen das soziale Miteinander fördert. Dieses Projekt ist auch über Sponsoren des BVPM gefördert worden. Für das Folgeprojekt „gewaltfrei lernen“ wurde ebenso ein Sponsor über den BVPM gefunden. Lehrer erhalten hier eine Zusatzausbildung und die Elternschaft wird einbezogen. Das Projekt kann im Internet nachgelesen werden (http://www.gewaltfreilernen.de/ ).

Die musische Erziehung geschieht vorwiegend mit Streichinstrumenten. Nach einer Probephase legen sich die Kinder auf ein Instrument fest und bespielen es 2 Jahre lang. Die Kinder führen jedes Jahr das „Klassenstreicherkonzert“ auf. Es fällt auf, dass die Kinder noch mehr als 3 Wochen nach der Aufführung in Hochstimmung sind. Einige Kinder spielen nach ihrer Schulzeit in der Carl-Stamitz-Musikschule weiter. Teilweise geschieht die Finanzierung über das Bildungspaket für Kinder, aber für viele Kinder und ihre Familien wird es auch schwierig, das Geld weiterhin aufzubringen.

In Kooperation mit der Rheinischen Musikschule werden sie in einem Singprojekt in Stimmbildung, Rhythmus, Chorgesang, Bewegung und Tanz geschult. In regelmäßig stattfindenden Konzerten dürfen sie ihr Können unter Beweis stellen.

Das Zirkusprojekt „Tausendtraum“ (auch dafür vom BVPM eine Spende) kann nur alle vier Jahre durchgeführt werden. Es erstreckt sich mit der Ausbildung der Kinder über eine Woche und kostet ca. € 10.000.

Die Eltern werden in einem „Elterncafe“ für die Schule offen gemacht. In gemütlicher Runde treffen sich hier Mütter und Väter jeden Mittwoch zum Kaffee oder Tee und können sich untereinander austauschen. Es dient der Vertrauensbildung zur Anregung für Hilfen und Unterstützung bei Problemen.

Leider sind nicht genug Lehrer für den Schwimmunterricht verfügbar, obwohl diese Kinder gerne schwimmen lernen möchten. Es werden dafür Schwimmbäder in Porz aufgesucht.

Das Projekt „Stadtteilmütter“ kann nicht durchgeführt werden, weil die Finanzierung fehlt. Die Schule verfügt über eine Bücherei. Die Kinder können in einem separaten Raum lesen und auch Bücher ausleihen.

Das Schulgebäude ist leider in einem desolaten baulichen Zustand. Diesen hat der BVPM bereits vor 2 Jahren in Augenschein genommen. Positiv anzumerken sind Waschräume, in denen sich die Kinder ihre Zähne putzen können. Schulzahnärzte bestätigten einen Unterschied im Zahnzustand bei Kindern in anderen Schulen, die diese Möglichkeit nicht haben.

Seit 2006 gibt es drei Machbarkeitsstudien, die alle unterschiedlich ausfielen. Norbert Laslo aus der Elternschaft kämpft seit Jahren gegen Windmühlen, um zumindest eine Teilrenovierung des Gebäudes zu erreichen. Die Heizungsanlage ist z.B. mit der angrenzenden Berufsschule verbunden, so dass keine einzeln betrieben werden kann.

Der Ausländeranteil ist mit 80 – 90 % sehr hoch. Die Abwanderung deutscher Kinder ist mit ca. 20 Schülern/Jahr hoch. Eine dringend gewünschte Vernetzung der Schule ist wegen des Gebäudezustands nicht mehr möglich. Eine Versorgung mit W-LAN wäre über den Provider Netcologne möglich, steckt aber seit langem irgendwo in der Verwaltung fest.

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