Fast 1500 Geburten im Jahr 2015

Konzept der „Familienklinik“ am Krankenhaus Porz erfolgreich

Erneut ist die Zahl der Geburten im Krankenhaus Porz am Rhein gestiegen. Im abgelaufenen Jahr 2015 verzeichnete die Frauenklinik 1461 Geburten. Das bedeutet ein sattes Plus von über 40 Prozent verglichen mit dem Jahr 2011. Damals waren es 1030 Geburten. „Unser Zuwachs ist keine flüchtige Momentaufnahme, sondern über Jahre stetig und dank guter Empfehlungen nachhaltig. Das sehen wir als großen Vertrauensbeweis der Eltern in unsere Arbeit“, erklärt Dr. Patricia Van de Vondel, Chefärztin der Frauenklinik im Krankenhaus Porz am Rhein. Das Jahresergebnis ist nahe an dem Allzeit-Rekord der Geburtenzahl im Krankenhaus Porz. 1990 war dieses Rekorjahr. Damals gab es 1464 Geburten – also nur drei Geburten mehr als 2015.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist das krankenhauseigene Konzept der „Familienklinik“, also das enge Ineinandergreifen von Geburtshilfe und Kinderklinik. „Die Eltern schätzen bei uns die kurzen Wege und damit auch die Sicherheit, bei Komplikationen nach der Geburt jederzeit Kinderärzte zu Rate ziehen zu können“, erklärt Dr. Van de Vondel. Zudem habe sich herumgesprochen, dass die Zahl der Kaiserschnitte in der Frauenklinik trotz vieler Risikogeburten mit rund 25 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 32 Prozent (NRW: 38 Prozent) liegt. „Der Wunsch der Mütter, natürlich zu entbinden, wird in der Porzer Frauenklinik gerne unterstützt. So lassen sich Folgeprobleme für Mutter und Kind nach Kaiserschnittentbindungen vermeiden“, sagt Dr. Van de Vondel. Die Medizinerin hat sich u.a. auf Risikoschwangerschaften spezialisiert.

In Porz können Kinder ab der 32. Schwangerschaftswoche entbunden werden. Die Weiterbetreuung dieser Frühgeborenen erfolgt in der Kinderklinik. „Wir arbeiten Hand in Hand mit den Kollegen aus der Geburtshilfe“, sagt Dr. Alfred Wiater, Chefarzt der Kinderklinik und Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Porz am Rhein. Wichtig sei es, die Eltern von Anfang an mit einzubeziehen. Schließlich sind sie im Krankheitsfall ihres Neugeborenen wichtige Partner, wenn es um die Umsetzung der Therapie über das Krankenhaus hinaus geht.

Neben der fachlichen Expertise stehen den jungen Eltern in der „Familienklinik“ auch räumliche Annehmlichkeiten wie Familienzimmer und Stillzimmer zur Verfügung. So haben v.a. Mütter die Gelegenheit, nah bei Ihrem Kind zu sein, auch wenn es als Frühgeborenes stationär kindermedizinisch behandelt werden muss. „Der enge Kontakt zwischen Eltern und Kind ist vom ersten Moment an wichtig. Und wir tun alles, um dies zu ermöglichen“, sagt Dr. Wiater.

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