Weltkriegsbombe in Poll: 10.000 Anwohner betroffen

Das Sperrgebiet

Aktualisiert!  Die am Mittwoch gefundene amerikanische 20-Zentner-Weltkriegsbombe in Köln-Poll (Siegburger Straße 504) wurde in der Nacht zum Donnerstag erst gegen 02:25 entschärft, weil es wegen der vielen notwendigen Krankentransporte immer wieder zu Verzögerungen kam.

Erforderlich war ein Evakuierungsradius von 1.000 Metern rund um den Fundort, erste Sperrungen gab es schon am Mittwoch ab 17:15 Uhr. Betroffen waren etwa 10.000 Anwohner, darunter auch aus Alteneinrichtungen und Flüchtlingsunterkünften.

In den drei Anlaufstellen Mudra-Kaserne, Förderschule und Realschule Köln-Deutz waren rund 1.000 Personen untergebracht. In der Mudra-Kaserne wurden zusätzlich 20 Feldbetten aufgestellt für Familien mit Kindern. Der Ordnungs- und Verkehrsdienst war mit 103, die Polizei mit 35 und die Katastrophenschutz-Organisationen (Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr, Sanitätsdienste) mit über 110 Kräften im Einsatz.

Insgesamt wurden unter anderem zwei Altenheime evakuiert mit 167 Personen. 190 Menschen wurden von Hilfsorganisationen (Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Johanniter Unfallhilfe und Arbeiter Samariter Bund) transportiert, davon 15 in Krankenhäuser. 500 Menschen wurden mit KVB-Bussen gefahren. Die Linie 7 war unterbrochen, zwischen Ensen Gilgaustr. und Zündorf verkehrte ein Pendelzug.

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