Schlagwort: Verkehr

Sozialdemokraten fordern Ertüchtigung des Leinpfads

Mehr Platz für alle Verkehrsteilnehmer

Die Porzer SPD fordert, den Leinpfad von Zündorf bis Westhoven zu ertüchtigen. Die noch immer nicht instand gesetzten Abschnitte sollen zügig saniert werden, darüber hinaus soll der Leinpfad auf möglichst vier Meter verbreitert werden. Einen entsprechenden Beschlussvorschlag legt die SPD nächste Woche zur Sitzung der Bezirksvertretung vor.
Lutz Tempel, stellvertretender Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung Porz sagt dazu: „Die Situation auf dem Leinpfad wird von Jahr zu Jahr schwieriger. Der Querschnitt reicht nicht mehr aus, um den Anforderungen von Radfahrern, Fußgängern und Hundebesitzern gerecht zu werden. An den letzten Wochenenden war zu beobachten, dass die benötigte Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer nicht mehr gegeben ist. Dies liegt auch daran, dass der Leinpfad nicht nur von heimischen Radfahrern genutzt wird, sondern auch von jenen Radlern, die längere Touren zurücklegen und sich dabei an den Knotenpunkten orientieren. Diese werden so beispielsweise direkt am Porzer Rheinufer und über die Zündorfer Groov geführt. Darüber hinaus nutzen immer mehr Pendler den Leinpfad morgens und abends mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit.“

SPD setzt Sondersitzung durch

zur Verkehrssituation im Porzer Süden

Zur letzten Sitzung der Bezirksvertretung Porz brachte die SPD einen Antrag ein zur Einberufung einer Sondersitzung zur schwierigen Verkehrssituation im Porzer Süden und den angrenzenden Gemeinden im Rhein-Sieg-Kreis. Lutz Tempel, stellvertretender Fraktionsvorsitzender erklärte in der Sitzung: „Seit vielen Monaten wird das für die Bürgerinnen und Bürger so wichtige Thema immer wieder angesprochen, auch im Zusammenhang mit der Diskussion um neue Baugebiete. Trotzdem wird es in der Verwaltung offenbar nicht mit dem nötigen Nachdruck behandelt. Daher wäre es wichtig zu wissen, was die Verwaltung untersucht und wann mit Ergebnissen gerechnet werden kann.“

Konkret soll in der Sondersitzung berichtet werden zu den Überlegungen bzw. Planungen zur Verlängerung der Linie 7 auch über Zündorf hinaus, mögliche Auswirkungen aus der geplanten neuen Rheinquerung sowie mögliche Verbindungen für den Individualverkehr zur Autobahn und nach Porz-Mitte. Dr. Simon Bujanowski, Fraktionsvorsitzender, ergänzt: „Wichtig ist uns, dass die Diskussion öffentlich stattfindet und die Rederechte der Bezirksvertreter dazu ausgeweitet werden. Die Öffentlichkeit soll umfassend informiert werden über den Stand der Beratungen. Nur so kann sie sich ein Bild davon machen, welche Entwicklungen möglich sind und wer diese vorantreibt.“
CDU, Grüne und FDP beschlossen hingegen gemeinsam mit AfD und pro Köln zunächst ein nicht-öffentliches Fachgespräch. Der SPD reicht dies jedoch nicht aus, da das Ziel einer möglichst umfassenden Transparenz so nicht zu erreichen ist. Die Sondersitzung wird daher erst im Anschluss stattfinden. Darüber hinaus wurden die von den Sozialdemokraten gestellten präzisen Fragestellungen gestrichen. Dazu Lutz Tempel: „Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, umfassend erläutert zu bekommen, welche Planungen die Verwaltung für die schwierige Verkehrssituation hat und bis wann diese umgesetzt sein könnten.

Porzer SPD schreibt an die Kölner Oberbürgermeisterin

SPD bittet um Entwicklung im Porzer Süden

Seit Jahrzehnten werden den Bürgerinnen und Bürgern immer wieder neue Hoffnungen auf eine dringend notwendige Verkehrsentlastung als Alternative zu verschiedenen „Umgehungsstraßen“-Varianten für den Porzer Süden in Aussicht gestellt, die immer wieder in der Versenkung verschwanden. Die Verkehrsinfrastruktur ist seither die Gleiche geblieben, der Verkehrsstau hat dramatisch zugenommen, und die Porzer/innen haben zu Recht „die Nase voll“ von leeren Versprechungen.

Dazu hat die SPD unter Führung des Parteivorsitzenden Ingo Jureck und des Fraktionsvorsitzenden Dr. Simon Bujanowski nun die Oberbürgermeisterin angeschrieben und um Unterstützung gebeten. Hier der vollständige Text des offenen Briefes:

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

wie Sie selbst wissen, liegen die Probleme im Porzer Stadtbezirk nicht nur in der heruntergekommenen „Hertie-Ruine“ in der Innenstadt begründet. Denn neben dem vernachlässigten Porzer Zentrum leiden die Porzer Bürgerinnen und Bürger seit vielen Jahren unter einem sprichwörtlichen Stau nicht nur im Verkehr auf der Hauptstraße, sondern in mehreren Porzer Vororten, insbesondere in Zündorf, wo sich die Situation durch den dringend notwendigen Wohnungsneubau Zündorf-Süd ohne weitere Maßnahmen verschlimmern wird.

Bezirksvertretung Porz beschließt prioritäre Maßnahmen

Verwaltung stellt Arbeitsliste im Straßenbau vor

In der Sitzung der Bezirksvertretung Porz am 16. Februar 2016 hat das Amt für Straßen und Verkehrstechnik die aktuelle Arbeitsliste vorgestellt. Wie immer in den letzten Jahren ist diese Liste viele Seiten lang und umfasst zahlreiche bereits vor Jahren beschlossene Anträge der Bezirksvertretung. Diese gehen zurück bis ins Jahr 2010.

In einem zuvor geführten Fachgespräch mit der Verwaltung wurde deutlich, dass es sinnvoll sein würde, die aus Sicht der Politik wichtigsten Maßnahmen in einem ersten Maßnahmenbündel zu priorisieren. Dies wurde selbst von der Verwaltung begrüßt. Lutz Tempel, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion, hatte an dem Fachgespräch selbst teilgenommen und äußerte sich dazu: „Die Verwaltung verfügt weiterhin über zu wenig Personal, um die vielen von uns gewünschten Maßnahmen umzusetzen. Daher werden wir um eine grobe Priorisierung nicht umhinkommen. Sonst werden womöglich einfach zu planende Maßnahmen schneller umgesetzt, auch wenn sie nicht so bedeutend sind wie andere.“

Die SPD ergriff daher die Initiative und brachte einen Antrag ein, nach dem die folgenden Maßnahmen prioritär zu behandeln sind:

Bahnunterführung Kaiserstraße sechs Wochen Einbahnstraße

Die Sanierung der Kaiserstraße wird ab Montag, den 15. Februar im Abschnitt zwischen Humboldtstraße und Ohmstraße fortgesetzt. Für rund sechs Wochen ist dann die Kaiserstraße ab der Humboldtstraße eine Einbahnstraße in Fahrtrichtung Porz-Mitte. In Gegenrichtung wird die Kaiserstraße bereits ab dem Kreisverkehr vor der Unterführung (Höhe Klingerstraße) für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Die Radwege sowie die Fußgängerwege auf beiden Seiten der Baustelle bleiben bestehen.

Der Verkehr aus Porz-Mitte fließt dann in Richtung Urbach bereits ab der Hauptstraße großräumig über Bergerstraße und Humboldtstraße. Schwere Lastkraftwagen mit mehr als 16 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht müssen sogar eine Umleitung über die Steinstraße fahren. Die Zufahrten zu den Gewerbebetrieben und Verbrauchermärkten im zu sanierenden Straßenabschnitt bleiben aus Richtung Urbach erreichbar. Die Ausfahrt von den Grundstücken ist dann aber nur in Richtung Porz-Mitte möglich.

Verkehrsverbesserung für die Adelenhütte

Mitte Oktober fand im Bereich Adelenhütte/Hauptstraße ein Fachgespräch der Verwaltung mit der Bezirksvertretung Porz und Vertreterinnen der Saint-Gobain-Glaswerke statt. In dem Gespräch ging es um den zuvor gestellten Antrag der SPD, sowohl Poststraße als auch Adelenhütte für den LKW-Verkehr zu sperren. Während des Gesprächs wurde seitens Saint-Gobain deutlich gemacht, dass eine ganztägige Vollsperrung logistisch schwierig sei, dass man jedoch prüfen wolle, ob die Transporte zumindest bis 8 Uhr morgens eine andere Route nehmen können. Dazu Lutz Tempel, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD: „Wir finden es gut, wenn unsere Anregung auf einer freiwilligen Basis umgesetzt werden kann, und hoffen daher sehr, dass die Glaswerke diese Lösung zusagen können. Auch ist positiv, dass Grüne und CDU unseren Antrag mit übernommen haben, um ein deutliches Signal zu setzen.“

Im Endeffekt wurde der umformulierte Antragstext in der Bezirksvertretung einstimmig angenommen. Er beinhaltet neben der möglichen LKW-Ruhezeit eine Sanierung der Adelenhütte, um die Lärmbelästigung zu reduzieren, und einen Umbau der Kreuzung Adelenhütte  /Hauptstraße zur Reduzierung der Unfallgefährdung.