30 Jahre „Grüne Damen und Herren“

Das „grüne“ Team, © Krankenhaus Porz am Rhein

Sie hören zu, lesen vor, erledigen kleine Besorgungen, spenden Trost, Hoffnung und Zuversicht oder halten einfach nur mal die Hand: Die „Grünen Damen und Herren“ des Krankenhaus Porz am Rhein. Und das seit nunmehr 30 Jahren.

„Wir sind unsagbar froh und dankbar für das großartige Engagement unser Grünen Damen und Herren“, so Arist Hartjes, Geschäftsführer des Krankenhauses Porz am Rhein. „Sie sind sowohl für die Patienten als auch für uns als Krankenhaus eine wichtige Stütze und große Hilfe.“ Aufgrund ihrer familiären und beruflichen Situation, können viele ihre Angehörigen nicht so häufig besuchen, wie sie das gerne würden. „Dabei ist – gerade in Zeiten der Krankheit – der persönliche Kontakt so wichtig“, weiß Hartjes. Häufig müsse man gar nicht viel tun, allein dass jemand da ist, zuhört und ein liebes Wort hat, genüge oft schon.

Einer, der von der ersten Stunde an mit zum Team der „Grünen Damen und Herren“ gehört, ist Horst Stahlhut. Der pensionierte Luftwaffenoffizier kannte die Gründungspfarrerin und war von der Idee, kranken Menschen in ihrer Not beizustehen, sofort angetan. Und auch heute noch ist er mit ungebrochenem Engagement dabei. Ein- bis zweimal pro Woche besucht er Patienten der Chirurgie und der Inneren des Krankenhauses Porz am Rhein. „Ich hatte schon immer viel und gerne mit Menschen zu tun“, so Horst Stahlhut. „Das hilft mir hier ungemein.“ Es sei überwältigend, was ihm die Patienten anvertrauten und wie dankbar sie seien. Jeder Besuch zeige ihm, wie wichtig und nützlich die Tätigkeit der „Grünen Damen und Herren“ sei. „Und das motiviert mich, so lange es geht weiterzumachen.“ Im Laufe der Jahre habe er auch gelernt, gut mit den teilweise durchaus belastenden Schicksalen und Erzählungen der Patienten umzugehen. „Auch uns hilft es, natürlich anonymisiert, über das Erlebte zu sprechen – entweder einzeln mit einem aus der Gruppe oder im Rahmen unseres einmal im Monat stattfindenden Treffens. Da wird man immer gut aufgefangen.“

Die Institution der „Grünen Damen“ allgemein gibt es bereits seit 50 Jahren. Sie wurde 1969 in Bonn von Brigitte Schröder, der Ehefrau des damaligen Außen- und späteren Verteidigungsministers Gerhard Schröder (CDU), gegründet. Erster Einsatzort der ehrenamtlichen Helferinnen in ihren lindgrünen Kitteln war damals das Evangelische Krankenhaus Düsseldorf. 1979 nahm der erste „Grüne Herr“ seinen Dienst auf. Heute besuchen bundesweit rund 8.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer Menschen in mehr als 500 Altenheimen und Krankenhäusern.

Wenn auch Sie eine „Grüne Dame“ oder ein „Grüner Herr“ am Krankenhaus Porz werden möchten, dann melden Sie sich bei Ute Wolf, evangelische Seelsorge, unter 02203/566-1141, oder: . Wir freuen uns auf Sie!

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