Bericht zur Flüchtlingssituation: Stadtgymnasiums-Turnhalle bei Freigabe auf Platz 9

Unterbringung

Kürzlich ist der 9. Bericht zur Unterbringung und Integration von Flüchtlingen in Köln erschienen. Folgend einige Auszüge:

Knapp 14.000 Flüchlinge lebten Ende Juli 2016 in Köln in verschiedenen Unterkunftsarten, von der Unterbringung in größeren Standorten in Leichtbauhallen, Errichtung von Wohncontainern und Systembauten bis hin zu Fertighäusern mit abgeschlossenen Wohnungen. Ergänzt wird das Unterbringungskonzept um ein städtisches Auszugsmanagement in „reguläre“ Wohnungen. Zudem dienen Turnhallen als Notunterkunft, um Obdachlosigkeit zu vermeiden.

Die Verwaltung setzt ihr Hauptaugenmerk auf die Errichtung schnell verfügbarer Unterbringungseinheiten. Von diesen bestehen im Stadtbezirk Porz 175 Plätze als Systembau am Urbacher Weg für Familien und Frauen-WGs sowie 72 Plätze als Systembau in der Allbert-Schweitzer-Straße in Wahn, dann 84 Plätze in der Flüchtlingsunterkunft Loorweg in Zündorf. Schließlich sind 81 Plätze für Familien in Wohnhäusern in der Parkstraße in Wahnheide geschaffen worden.

Von den 24 belegten Turnhallen stehen die Turnhallen Heerstraße in Zündorf auf Platz 2 und sollen bis Ende Oktober 2016 für den Sport wieder nutzbar sein. Die Turnhalle Dorotheenstraße am Stadtgymnasium findet sich auf Platz 9, die Freigabe ist aber noch nicht terminiert.

Jede neu errichtete Unterkunft bzw. neu akquiriertes Bestandsobjekt wird genutzt, um neben der Unterbringung der derzeit geringen Neuzugänge insbesondere die Belegungszahlen in den Turnhallen zu verringern. Der Vollständigkeit halber muss an dieser Stelle deutlich gesagt werden, dass durch die notwendige Reduzierung der Turnhallenbelegung kaum „Pufferzonen“ aufgebaut werden können, sollte es in den Wintermonaten nun doch zu einem signifikanten Anstieg der Flüchtlingszahlen kommen. Ein deutlicher Anstieg hätte somit direkte Auswirkungen auf die Räumung weiterer Turnhallen (Verzögerung).

Die Stadt Köln ist gesetzlich verpflichtet, rund 5,5% aller nach NRW kommenden Flüchtlinge aufzunehmen. Dabei schwanken die Zugangszahlen in ganz NRW zwischen 1.000 und 1.500 Personen wöchentlich, woraus sich (rechnerisch) eine Zuweisung an die Stadt Köln in Höhe von 55 bis etwa 80 Personen pro Woche ergibt. Innerhalb des Unterbringungssystems der Stadt Köln besteht eine ständige systembedingte Fluktuation, durch die der tatsächliche Anstieg im Monat Juli in der Unterbringung mit 137 Personen erstmals seit einem Jahr unter 200 Personen blieb

Seit Anfang des Jahres 2016 konnten im Zuge des Auszugsmanagements 599 Personen in 224 Haushalten einen regulären Wohnraum in Köln erhalten. Bis Ende des Jahres soll die Zahl auf 800 bis 1.000 Personen steigen.

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