Grundwasser überprüft – Belastung insgesamt tolerierbar

Nachkontrolle im Grengel

Das städtische Umweltamt hat beim diesjährigen Grundwasser-Monitoring Proben an 203 Messstellen gesammelt. Ihre chemische Untersuchung galt unter anderem auch dem in der EU zugelassenen Pflanzenschutzmittelwirkstoff Glyphosat, dessen Abbauprodukt AMPA sowie dem seit 1991 in Deutschland verbotenen PSM-Wirkstoff Atrazin. Das Ergebnis: Lediglich an sechs Grundwasser-Messstellen wurde der sogenannte Geringfügigkeitsschwellenwert für diese Stoffe überschritten. Es besteht keine Gefahr für die Gesundheit, zudem wird das Kölner Trinkwasser in ganz anderen Zonen gefördert. 

An einer Messstelle im Stadtteil Porz-Grengel wurde eine vergleichsweise hohe AMPA-Konzentration im Grundwasser festgestellt. Um dies zu überprüfen, wird mindestens eine weitere Grundwasserprobe genommen. Zudem werden weitere Grundwasser-Messstellen im direkten Umfeld beprobt.

Insgesamt ist die Belastung des Grundwassers mit den genannten Pflanzenschutzmittelwirkstoffen an den oben genannten Grundwasser-Messstellen im Stadtgebiet als überschaubar und somit tolerierbar anzusehen, lautet das Ergebnis des Berichts, mit dem sich der Umweltausschuss am 10. Oktober 2019 befassen wird.

Das Trinkwasser ist von den Befunden komplett unbeeinflusst, die Messstellen liegen weitab von Zonen, die für die Trinkwassergewinnung relevant sind. Außerdem würden etwaige Rückstände der genannten Stoffe in den Aktivkohlefiltern der Wasserwerke zuverlässig zurückgehalten.

Im direkten Umfeld der Messstellen befinden sich auch keine Gartenbrunnen oder sonstige Entnahmestellen, so dass ein direkter Kontakt zum Grundwasser und somit eine Gefährdung möglicher Gartenbesitzer durch das Umweltamt ausgeschlossen werden kann

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