Vorschriften für Halter freigehender Katzen

Am 4. April 2018 tritt die Kölner Katzenschutzverordnung in Kraft. Sie umfasst eine Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen. Katzenhalterinnen und -halter, die ihrer Katze Zugang ins Freie gewähren, sind verpflichtet, diese ab dem Alter von fünf Monaten von einem Tierarzt kastrieren zu lassen.

Zudem müssen die Katzen dauerhaft mit einem Mikrochip oder einer Ohrtätowierung gekennzeichnet und bei einem Haustierregister – zum Beispiel „TASSO e.V.“ oder „FINDEFIX“ – registriert werden. Fortpflanzungsfähige Katzen dürfen künftig nur freien Auslauf haben, wenn sie kastriert sind. Die Kosten für die Kennzeichnung betragen etwa 75 Euro. Die Registrierung ist kostenlos. Die Kosten für die Kastration betragen nach der Gebührenordnung für Tierärzte für Kater etwa 90 Euro, für Katzen etwa 150 Euro.

Die Zahl der freilebenden Katzen liegt in Köln bei rund 20.000, Tendenz steigend. Gleichzeitig erhöht sich der Unterbringungsbedarf der Katzen in den Tierheimen und privaten Pflegestellen der Tierschutzvereine in einem
Maße, in dem er kaum noch befriedigt werden kann.Erforderlich wurde die Katzenschutzverordnung, weil es in den letzten Jahren zu einer unkontrollierten Vermehrung von freilebenden mit auch freigehenden Katzen und damit zu einer Überpopulation gekommen ist. Die Maßnahmen der Tierschützerinnen und Tierschützer, Katzen einzufangen, tierärztlich untersuchen und kastrieren zu lassen,
konnten die Population bisher nicht eindämmen. Viele freilebende Katzen – ausgesetzte, entlaufene oder im Freien geborene – sind verwahrlost, krank und verletzt sowie in einem schlechten Allgemeinzustand. Ziel der Katzenschutzverordnung ist es, dass sich die Gesamtzahl der freilebenden Katzen durch das Gebot der Kastration langfristig verringert.

Die Katzenschutzverordnung legitimiert Tierschützerinnen und Tierschützer, bei aufgegriffenen Freigängerkatzen, die nicht gekennzeichnet und registriert sind, Inobhut zu nehmen und kastrieren, kennzeichnen und registrieren zu lassen. Die Verordnung schafft in diesen Punkten Rechtssicherheit. Weitere Informationen zur Katzenschutzverordnung finden sich unter www.stadtkoeln.de/katzen.

 

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