Kategorie: Historisches

Historisches zu Porz

Tag des offenen Denkmals 2026: Im Stadtbezirk nur vier Objekte

Der „Tag des offenen Denkmals“ des Jahres 2026 findet bundesweit am 12. und 13. September statt. Zwar öffnen in Köln rund 160 Denkmäler ihre Türen oder es gibt vor ihnen Veranstaltungen. Aber im Bezirk Porz ist ihre Zahl dieses Jahr auf vier Führungen in Westhoven, Ensen und Gremberghoven zusammengeschrumpft. Obwohl wir in Stadtbezirk über 200 Denkmäler und geschützte Bauwerke haben.

Samstag, 12.9.

  • Ensen: Alexianer-Fachkrankenhaus, Kölner Str. 64: Vortrag mit Führung „Von der Nervenheilanstalt zum psychiatrischen Fachkrankenhaus“, 13:30 Uhr sowie 15:00 Uhr. Treffpunkt vor dem Haupteingang des Krankenhauses
  • Gremberghoven: Denkmalgeschützte Häuser, ein Rundgang. Dauer: 2 Stunden, 2 km. Treffpunkt 14:00 Uhr , Bürgertreff zur alten Bäckerei, Haupteingang, Talweg 2a
  • Westhoven: Rodenkirchener Autobahnbrücke, Weidenweg: 11 und 12 Uhr – Besichtigung mit der Autobahn GmbH, keine Minderjährigen, 50m Aufstieg über Leiteranlage, enge Räume, Teilnehmerbegrenzung, Dauer 120 Minuten. Anmeldung erforderlich – eigentlich bis 1. September – unter bruecke.denkmal@stadt-koeln.de.

Sonntag

  • Ensen: Alexianer-Fachkrankenhaus, Kölner Str. 64: Vortrag mit Führung „Von der Nervenheilanstalt zum psychiatrischen Fachkrankenhaus“, 14:00 Uhr. Treffpunkt vor dem Haupteingang des Krankenhauses
  • Westhoven: Engelshof, Vortrag: „Vom Pferdestall zum Partykeller“ (Dauer: 75 Minuten). 11:00 Uhr und 13:30 Uhr, Treffpunkt im großen Saal, Oberstraße 56.

Die Broschüre mit allen Veranstaltungen in Köln, geordnet nach Stadtbezirken, haben wir dieses Jahr vergeblich als PDF-Download gesucht. Einige Exemplare liegen im Bezirksrathaus und der Bezirksbücherei aus. Ansonsten gibt es noch diesen Link zu den Kölner Veranstaltungen.

Historisches: Porzer Straßen zur NS-Zeit

(Aktualisierter Artikel) In der Zeit des Nationalsozialismus wurden in Porz zahlreiche Straßen umbenannt. Die meisten Änderungen wurden nach 1945 schnell wieder rückgängig gemacht, aber längst nicht alle. Haben Sie Ergänzungen zu unserer Liste? Weitere Angaben zu den aufgeführten Straßen und einigen der nationalsozialistischen Benennungen , aber auch generell zur Historie des Porzer Raums, seiner Straßen, Firmen und Gebäude finden Sie übrigens in unserem historisch ausgerichteten Porz-Wiki.

*Am Rhein in Porz wurde aus der Uferstraße, an der auch das Rathaus liegt, kurz nach der Machtübernahme im Sommer 1933 das Adolf-Hitler-Ufer gemacht. Nach dem Ende des Faschsmus erhielt die Straße ihren heutigen Namen Friedrich-Ebert-Ufer.


* Die heutige Weststraße in Wahnheide (Kasernengelände) hieß während der NS-Zeit Hermann-Göring-Straße.

Erinnerung und Mahnung am Hochkreuz

„Erinnerung verpflichtet“, Fassadengestaltung des Künstlers AKUT, 2026 (Foto © porzerleben.de)

Seit einigen Tagen schmückt die Wand einer neu errichteten Logistikhalle am Hochkreuz im Norden von Eil ein Fassadenbild. Es ist von der Frankfurter Straße aus gut sichtbar. Was hat es damit auf sich? Das Gelände ist ein historisch belastetes Areal. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stand hier eine der zu ihrer Zeit größten Sprengstoff-Fabriken Europas. Diese Dynamitfabrik Eil lieferte international Granaten, auch in Kolonialgebiete. Und 1933 nutzten die Nazis das inzwischen leerstehende Fabrikgelände für ihre SA-Führerschule, die zeitweise auch ein Schutzhaftlager umfasste. In diesem wurden bis zu 100 Männer, zumeist Kommunisten und Sozialdemokraten, über teils mehrere Wochen festgehalten und schwer mißhandelt. Viele Mittäter kamen aus dem Raum Porz, viele Opfer wohnten in deren Nachbarschaft. Erlittene innere Verletzungen führten zum Tod eines Gefolterten aus Eil. Nur sechs Täter wurden 1947 zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, die Hintermänner nicht einmal angeklagt. Seitens der Stadt Porz gab es zu keinem Zeitpunkt das Bestreben, an diese Verbrechen zu erinnern.

Das Areal gelangte 2021 in den Besitz der Stadt Köln. Sie lehnte die Aufarbeitung der Geschehnisse in den noch vorhanden historischen Gebäuden ab. Das östliche und das südliche Nachbargrundstück gehörte der Immobilienholding OSMAB. Sie plante auf knapp 60.000 qm ein neues großes Logistikzentrum. Im Januar 2023 wurden gegen lokale Proteste die letzten Gebäude im Auftrag der Stadt Köln abgebrochen, sie hatte sich hierzu bereits beim Kauf gegenüber der OSMAB verpflichtet.

Die mittelständische OSMAB Holding AG hat ihren Sitz in Rösrath, ihre Anteile halten vier Personen. Über viele Tochterfirmen erwirtschaftete das Unternehmen im Jahr 2024 einen Umsatz von rund 48 Mio. Euro. Alle Aktivitäten führt der Webauftritt transparent auf, das Unternehmen hat Richtlinien zur Nachhaltigkeit, zum sozialen Engagement und zur Unternehmenskultur, welche auch „Kunst am Bau“ einschließt. Vor diesem Fassadenbild sind daher bereits vier andere Großbilder an anderen Orten entstanden. Es war der Wunsch des Gründers und Vorstandsvorsitzenden der OSMAB, Anton Mertens, in Porz einen Bezug zur Historie des Geländes zu schaffen.

Groov: Mauer wird aufgebaut, Teehaus niedergelegt

Die Stadt Köln beginnt in dieser Woche mit der Erneuerung des nördlichen Teils der stark sanierungsbedürftigen Ufermauer an der Unteren Groov in Zündorf. Im Zuge dieser Arbeiten muss auch das sogenannte Teehaus zurückgebaut werden, da es teilweise auf der Ufermauer gegründet ist. Sobald eine Finanzierung sichergestellt ist, soll das Teehaus an gleicher Stelle neu aufgebaut werden. Aktuell sind keine Mittel im Haushalt dafür vorhanden.

Die Stadt Köln steht in engem Austausch mit den Ehrenamtlichen vor Ort und ist um einen behutsamen Rückbau des Teehauses bemüht. Die Arbeiten zur Wiederherstellung der Ufermauer im südlichen Abschnitt laufen bereits. Nach dem Rückbau des Teehauses und den vorbereitenden Arbeiten zur Kampfmittelerkundung beginnen Rückbau und Wiederaufbau des nördlichen Abschnitts der Ufermauer. Dies soll im Sommer 2026 abgeschlossen werden.

65 Jahre in Porz verheiratet

Eiserne Hochzeit feierte kürzlich das Ehepaar Eich in Zündorf. Ihr Leben zeigt sich dabei gespickt mit Erinnerungen an Firmen, Gebäude und Vereine der Porzer Geschichte.

Ehepaar Eich

Wilfried und Henriette Eich (Foto: privat)

Wilfried, geboren 1937 in Rheidt, heißt eigentlich gar nicht so. Doch mit dem traditionellen, den Vorvätern geschuldeten Taufnamen Wilhelm Gottfried wurde seine Familie nicht warm. So verknüpfte sie kurzerhand die Vornamen zu Wilfried. Er lernte Maurer wie schon sein Vater. Der Broterwerb führte ihn Anfang der 50er Jahre zur REZAG nach Porz. Einige Jahre später bot man ihm an, Fahrer des Vorstands zu werden. Er nahm an und chauffierte seinen Chef Emile Rollinger bis zur Pensionierung in verschiedenen Mercedes-Modellen durch Deutschland und Westeuropa.
Henriette, geborene Pütz, erblickte 1940 das Licht im Wahner St. Josef-Krankenhaus. Sie lernte Industriekaufmann bei der Elektro-Isolier-Industrie in Wahn und arbeitete bei Dynamit Nobel in Lülsdorf. Nach einer längeren Phase der Familienarbeit betreute sie ab 1981 bis zum Ruhestand kaufmännisch die Ärztebibliothek des Krankenhauses Porz.

Porz 1975 live im Rahmen der Veranstaltung „50 Jahre Stadtbezirk Porz“

Die Band Schmitz & Niebuhr, v.l.n.r.: Alex Tschersich, Bernd Wilberg, Thomas Widdig, Dierk Düchting, Marco Trovatello. Bild: A, Tschersich.

Die Band Schmitz & Niebuhr, v.l.n.r.: Alex Tschersich, Bernd Wilberg, Thomas Widdig, Dierk Düchting, Marco Trovatello. Bild: A, Tschersich.

Am 21. Mai 2025 wird die Köln-Porzer Band Schmitz & Niebuhr im Rahmen der Veranstaltung „50 Jahre Stadtbezirk Porz – 50 Jahre Eingemeindung“ einige Stücke ihres Albums PORZ 1975 live spielen. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 21. Mai 2025, 19 Uhr, im Bezirksrathaus Porz, Rathaussaal, Friedrich-Ebert-Ufer 64-70, Köln-Porz, statt. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung per Klick auf diesen Link wird gebeten.Informationen zu Adresse bzw. Anreise finden Sie hier: https://rathaussaal-porz.de/

Der Porzer Journalist und Moderator Frank Überall präsentiert gemeinsam mit dem Bürgeramt Porz eine Talk- und Diskussionsveranstaltung im Rathaussaal Porz. Gäste des Podiums sind Zeitzeugen der Eingemeindung wie u.a. Beatrix Lampe, Redakteurin der bis 2022 in Porz ansässigen Lokalredaktion Porz des Kölner Stadt-Anzeigers, Entertainer Guido Cantz sowie Stadtrevue-Politikredakteur Bernd Wilberg und Schmitz & Niebuhr-Gitarrist.

Für das Jahr hat die Band weitere Live-Konzerte geplant. Neben dem vermutlich aufwändigsten Konzert im Bürgerzentrum Engelshof am 29. November wird es weitere Termine in und um Köln geben. Mehr dazu in Kürze.