Kategorie: Historisches

Historisches zu Porz

Absage der Jahreshauptversammlung

Förderkreis Rechtsrheinisches Köln e.V. verschiebt Corona bedingt die für den 11. März 2021 geplante Jahreshauptversammlung in die Vorweihnachtszeit 2021

Sehr geehrte Damen und Herren der Kölner Presse, sehr geehrte Mitglieder, bedingt durch die  Entwicklung der Corona-Pandemie wird unsere – für den 11. März geplante – Jahreshauptversammlung in die Vorweihnachtszeit 2021 verschoben. Dabei bleibt das Vorprogrammangebot sowie die TOPs bestehen. In der letzten Vorstandssitzung – in Form einer Telefonkonferenz – wurde einstimmig beschlossen, dass bis zur nächsten Hauptversammlung Bernd Dahmen als kommissarischer Schriftführer und Jürgen Carl als kommissarischer Schatzmeister fungieren werden.

Die Corona-Pandemie-Regelungen werden weiterhin entscheiden, ob der Rundgang durch das Gremberger Wäldchen am 25. März mit Rolf Wermelskirchen stattfinden kann. Aber unser Heimaträtsel wird planmäßig am 11. März gelüftet: Wo in Deutz ist dieses Foto entstanden?

Foto: Lothar Schaefer

Poller Geschichte(n) druckfrisch

Der Poller Bürgerverein hat es geschafft! Die erste Auflage der „Poller Geschichte(n)“ ist fertig. Mit großer Freude nahmen die 1.Vorsitzende Ute Ahn und Beiratsmitglied Peter Berg, der die Geschichte(n) mit viel Herzblut und Engagement zusammengetragen hat, entgegen.

Die dank der Unterstützung der SBK (Sozial-Betriebe-Köln, Standort Poll) frisch gedruckten Bücher konnten noch rechtzeitig vor Weihnachten in Empfang genommen werden.

Auf 80 Seiten haben Poller Bürgerinnen und Bürger mit ganz persönlichen Erinnerungen und Geschichten aus dem (liebenswerten) Stadtteil Poll dazu beigetragen, dass die Geschichte dieses Kölner Veedels lebendig bleibt. In kurzweiligen Erzählungen berichten verschiedene Autorinnen und Autoren über Erlebnisse, Begebenheiten und auch Zufälle, die sich in älterer oder jüngerer Vergangenheit in Poll zugetragen haben.

Ein wunderbares Geschenk mit einem Schutzpreis von 5 Euro, das unter keinem Poller Weihnachtsbaum fehlen sollte. Anfragen für ein Exemplar können an den Bürgerverein Poll e.V. gerichtet werden: Ute Ahn, Vorsitzende Bürgerverein Köln Poll e.V., Grüner Anger 2 B, 51105 Köln, ute.ahn@bv-poll.koeln, oder bergpoll@t-online.de.

Historisches: Porzer Straßen zur NS-Zeit

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden in Porz zahlreiche Straßen umbenannt. Die meisten Änderungen wurden nach 1945 schnell wieder rückgängig gemacht, aber längst nicht alle. Haben Sie Ergänzungen zu unserer Liste?

Die Kaiserstraße in Urbach, so 1906 benannt nach dem Besuch des Kaisers Wilhelm II., wurde in Hermann-Göring-Straße umbenannt. 1945 erfolgte die Rückbenennung.

Die Weststraße in Wahnheide (Kasernengelände) hieß ebenfalls Hermann-Göring-Straße.

Die Heidestraße in Wahnheide und die Wilhelm-Ruppert-Straße in Wahn hießen beide  Adolf-Hitler-Straße.

Das heutige Friedrich-Ebert-Ufer in Porz-Mitte hieß Adolf-Hitler-Ufer.

Die heutige Zollturmstraße in Zündorf hieß Schlageterstraße.

Bis in die Gegenwart blieb die 1941 erfolgte Änderung der Meirowskystraße in Georg-Ohm-Straße (heute: Ohmstraße). Dr. Max Meirowsky (*1866) war jüdischer Industrieller, Mäzen und Kunstsammler. Seit 1894 in Ehrenfeld Isolatoren produzierend gründe er 1910 zwischen Kaiserstraße und Eisenbahntrasse das Porzer Werk der Meirowsky AG. Sie wurde in den 20er Jahren durch Felten & Guilleame (F&G) übernommen. 1941 entstand durch Arisierung daraus die „Dielektra“. Meirowsky gelang Ende 1938 die Emigration, er starb 1949 in Genf. Die Dielektra erlebt nach dem Krieg ihren Aufschwung und wurde 1990 an Siemens verkauft. Der Niedergang endete 2009 in der Insolvenz. Das Hauptgebäude wurde 2017 abgebrochen.
1988 lehnte die Bezirksvertretung Porz die Rückbenennung ab. Stattdessen benannten sie eine neue Straße nach Meirowsky: Sie ist kurz, verkehrsberuhigt und unbedeutend in einem Neubaugebiet in Eil gelegen – weit ab von der einst pulsierenden Meirowsky-AG.

(Quellen: Schünemann-Steffen, Rüdiger: Kölner Straßennamen-Lexikon; Werner, Marion: Vom Adolf-Hitler-Platz zum Ebertplatz. Eine Kulturgeschichte der Kölner Straßennamen seit 1933. Köln 2008; http://www.rheinische-industriekultur.com)

 

Wenig Historisches zu Porz im Internet

Der Versuch, unsere historische Tour zu Porz im Internet zu aktualisieren, führt zu deutlichen Kürzungen des ursprünglichen Artikels aus den Anfängen unserer Website im Jahr 2010. Leider sind einzelne Websites, aber auch Texte von Bürgervereinen, inzwischen offline. Wikipedia bietet damit inzwischen mehr Informationen über die Stadttteile als irgendwelche heimischen Sites.

Wir beginnen mit einer Übersicht von H. Felder und erfahren von frühesten menschlichen Spuren in Heumar, Grabhügeln im Königsforst, der fränkischen Besiedelung, den Grafen von Berg und dem Hauptgericht in Porz (1286).

porz

Porz – Ansichtskarte von 1905

Der Sprung in die Industrialisierung beginnt in Porz um 1850 durch die Ansiedlung der Seilerei Felten & Guilleaume.  Eisenbahnstrecken und Bahnhöfe entstehen. 1929 gründet sich die Großgemeinde Porz aus 15 Gemeinden. 1951 erfolgt die Ernennung zur Stadt, die mit der Eingemeindung nach Köln am 1.1.1975 endet. Der bisherige Kölner Stadtteil Poll wird nun dem Stadtbezirk Porz zugeordnet, Heumar hingegen ausgegliedert und mit Rath verbunden. 2007 bildet Finkenberg den 16. Porzer Stadtteil und ist zugleich der 86. Stadtteil Kölns.

Die Daten und Fakten von Eckehard Backhausen über Eil „Das sündige Dorf“  finden Sie unter diesem Link. Der Ortsteil lag früher auf einer „Rheininsel“, entlang der heutigen Frankfurter Straße mäanderte ein schmaler Seitenarm des Rheins. Die älteste schriftlich überlieferte  Erwähnung von Eil stammt aus dem Jahr 1268. Indutrieansiedlungen gibt es seit 1965 (KHD-Werk an der Humboldstr.). Das Autokino stammt von 1967. Der große Supermarkt, heute Real, wird 1968 als Plaza eröffnet. Ab 1970 trennt die heutige A59 Eil von Gut Leidenhausen, das seit 1961 im Besitz der Stadt Köln ist.