Jugendliche Gewalt: JU hält „Porz-Verbot“ für nicht ausreichend

ju-porzDie Junge Union (JU) Porz bemängelt das von der Polizei als „Porz-Verbot“ betitelte Vorgehen gegen wiederholend aufgefallene randalierende Jugendliche als nicht ausreichend. Sie befürchtet, dass Probleme damit nicht gelöst, sondern nur räumlich und zeitlich verlagert werden. „Grundsätzlich ist es gut, dass die Polizei nach Wegen sucht, die immer stärker zunehmenden Probleme mit Jugendlichen, die ihre Perspektivlosigkeit in Aggression und Randale umsetzen, zu lösen“, findet der Porzer JU-Vorsitzende Thorsten Frenser. „Ein auf drei Monate befristetes Aufenthaltsverbot, das auch noch nur für einen bestimmten Raum gilt, wird aber auch nur genauso befristet helfen. Wir gehen stark davon aus, dass diese Jugendlichen zunächst ihre Frustration an anderen Orten ausleben und nach Ablauf der Frist wieder an ihre angestammten Plätze zurückkehren werden.“

Stattdessen sei es dringend an der Zeit, dass Staatsanwaltschaft und Gerichte die notwendige Härte zeigten, um diesem Personenkreis klare Grenzen aufzuzeigen und bei Zuwiderhandlungen auch rigoros Strafen auszusprechen, die weh tun. „Insbesondere, wenn Delikte wie Körperverletzung hinzukommen, muss vielleicht auch mal eine kurze Haftstrafe ausgesprochen werden“, kritisiert Frenser. „Eine Strafe, die nicht unmittelbar spürbar ist, wird nämlich auch nicht als solche wahrgenommen.“
Dennoch hoffe die JU, dass mit den nun geplanten Maßnahmen zumindest kurzfristig eine Entspannung der Situation vor Ort erreicht werde. „Grundsätzlich begrüßen wir alle Ideen, die dem Stadtbezirk gut tun“, erklärt Frenser. „Als politische Jugend ist es aber auch immer unser Bestreben, über kurzfristige Ansätze hinaus zu schauen, was nötig und möglich ist und entsprechende Anregungen zu geben.“

  1 Kommentar zu “Jugendliche Gewalt: JU hält „Porz-Verbot“ für nicht ausreichend

  1. Anita Mirche
    10. Dezember 2016 um 00:43

    Das Porz- oder Platzverbot kann nur so gut sein wie seine Kontrolle und Überwachung, und diese Instrumente lassen jetzt schon sehr zu wünschen übrig. Es muss über Wochen hinweg gewährleistet sein, dass permanente Kontrollen durch Polizei und Ordnungsamt in den Abendstunden durchgeführt werden. Wo diese unerwünschte Klientel beobachtet oder gestört wird, wird sie verschwinden. Diese Forderung erhebt der Bürgerverein Porz-Mitte e.V. seit Jahren – erfolglos.

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