St. Bartholomäus
Vorgängerbau
Vom Turm des vermutlich im 13. Jahrhundert errichteten romanischen Vorgängerbaus, der wohl bereits St. Bartholomäus hieß, ist der Ostbogen im heutigen Bau erhalten. Bereits diese alte Kirche war die erste Station der jährlichen Fußwallfahrt nach Walldürn, die seit mindestens dem 17. Jahrhundert in Urbach beginnt.
Die Kirche

Die heutige Kirche der katholischen Pfarre St. Bartholomäus in Urbach, Frankfurter Straße 522, wurde 1885/86 erbaut und am 1. Mai 1886 geweiht. Im Jahr 1899 erhielt sie ihren Vierkantturm, dessen Mauern zunächst nur die Höhe des Mittelschiff-Daches hatte. Bereits um 1903 war der Turm dann ganz errichtet und mit Turmuhren versehen.
Zur Jahresmitte 1911 wurde der Kirche durch Paffangehörige eine vom Grottenbauer Weiper errichtete Todesangst-Grotte angefügt.
Die Kirche wurde 1979 als Station 1.25 des Kulturpfad Porz ausgewiesen.
Ausstattung
Teile der Innenausstattung der alten Urbacher Pfarrkirche, darunter eine Madonnenstatue aus dem 16. Jahrhundert, sind bewahrt geblieben. Die barocke Orgel erhielt die Kirche im Herbst 1911. Sie wurde ursprünglich für die bereits 1802 aufgehobenen Kirche Klein-St. Martin in Köln-Mitte angefertigt, Teile stammen aus dem 16. Jahrhundert. Die älteste der Orgelpfeifen ist mit dem Jahr 1554 signiert. Vor dem Einbau überarbeitete der Kölner Orgelbauer Ernst Seifert die Orgel und ergänzte bei der Gelegenheit auch auch ein elektrisches Gebläse.
Quellen, Literatur und Links zur Vertiefung
Eberlein, Roland: Die Orgel in St. Bartholomäus in Köln (online)
Becker, Wilhelm: Pfarre St. Bartholomäus Köln-Porz-Urbach. Gestern und heute. Festschrift zum 100. Kirchweihtag 1886-1986. Porz: Kath. Kirchengemeinde 1986