Sankt-Sebastianus-Straße

Historisches
Seit der Eröffnung des Bahnhofs Wahn im Jahr 1856 hieß diese Straße zunächst Bahnhofstraße. Sie führte vom Bahnhof am Eltzof vorbei in gerader Linie nach Osten und mündete in eine damalige Kreuzung mit der Frankfurter Straße und der Schießplatzstraße. Seit dem Bau der neuen Pfarrkirche St. Aegidius im Jahr 1895 hieß der letzte Straßenabschnitt Kirchgasse. Die Kirche steht südlich der Kreuzung, nördlich befand sich seit ca. 1878 das Gasthaus Zum Stern.
Im April 1893 wurde diese Straße so geschildert:
Es "mag wohl so mancher mit der Eisenbahn ankommende Reisende durch die mangelhafte Beschaffenheit der Verbindungswege nicht angenehm berührt worden sein. Denn wer einmal den zweifelhaften Genuß gekostet hat, in der Dunkelheit bei schmutzigem Wetter zwischen Dornhecken und Stacheldrahtzäunen, an gähnenden Jauchepfützen vorbei, den romantischen Zickzackpfad bis zur Hauptstraße des Dorfes zu wandern, könnte leicht auf den Gedanken an ein Planmäßig angelegtes Absperrsystem kommen."[1]
Ab dem Jahr 1917 fuhr die Wahner Straßenbahn vom Bahnhof über Bahnhofstraße und Schießplatzstraße zur Kaserne und weiter über den Mauspfad bis zur Dynamitfabrik Lind. In den Jahren 1936/37 wurde die Schiessplatzstraße zur Frankfurter Straße hin begradigt und verbreitert. Für die neue Kreuzung verschwenkte man die Bahnhofstraße nach Norden, auch die Wahner Straßenbahn nahm nun diesen neuen Weg. Die Straße trägt heute auch die Bezeichnung Kreisstraße (K) 23.
Straßenabschnitte
- nördlich: ab Kreuzung Frankfurter Straße / Heidestraße über Burgalle/Steinackerstraße bis Im Lochgarten
- bzw. südlich: ab Frankfurter Straße bis Im Lochgarten; 1-3a (Mitte)
- bis Revenstraße; 5-13 (S) 10 (N)
- bis Kreisverkehr Am Bahnhof / Liburer Straße; 12-14 (N)
Veränderte Hausnummern, historische Abzweige
- Im Osten wurde die Kirchgasse in Sankt-Sebstianus-Straße umbenannt, an der Frankfurter Straße besteht aber hier keine Kreuzung mehr, denn die Verbindung zur Wilhelm-Ruppert-Straße ist heute nur ein Fußgängerweg.
- Im Westen entstand ein Kreisverkehr, der Abschnitt bis zum Bahnhof heißt heute Am Bahnhof.
Denkmalgeschützte Bauwerke
Unter Denkmalschutz stehen:
- Abschnitt 3: Nr. 10 - Gut Eltzhof
- Abswchnitt 4 (am Dammweg): Wegekreuz Trompetter
Weitere historische Bauwerke
- Abschnitt 2: Gasthaus Zum Stern (1970 abgerissen)
- Standort noch unklar: Bürgermeisteramt Wahn (-1928 unter der Adresse Bahnhofstraße 120, abgerissen)
- Bahnhofsgebäude Wahn (1988 abgerissen)
- ↑ Rheinischer Merkur v. 8.4.1893