Gut Turmhof (Lind)

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Historie[Bearbeiten]

Zu Jahresende 1926 wurde die Dynamitfabrik Lind endgültig geschlossen. Das Gelände nutzte bereits 1928 Ernst Eichholz für seine Schäferei, die sich zur größten Schäferei Westdeutschlands entwickelte. Die Wirtschaftsgebäude erhielten den Namen Gut Turmhof, abgeleitet vom alten Wasserturm, einem der wenigen bis heute erhaltenen Relikte der Dynamtifabrik. Eichholz war in den 1930er Jahren auch Kreisfachschaftsleiter für Schafzucht. Zum landwirtschaftlichen Betrieb gehörten aber auch rund 500 Schweine, zahlreiche Rinder und Pferde und diverses Gerät zur Bearbeitung der Äcker. Im Winter wurde ein Teil der Schafe auf Wiesen bei Zündorf und Langel getrieben.

Umzug nach Rösrath[Bearbeiten]

Nach dem Erwerb des Grundstücks durch die Reichswehr 1935 gab Eichholz den Hof auf dem Truppenübungsplatz 1938 auf und verlagerte ihn in den Osten der Wahner Heide nach dem Weiler Kammerbroich im Ortsteil Rösrath-Brand. Den Namen Turmhof behielt Eichholz bei. Zum Gut gehörten damals auch die umliegenden Wälder und Wiesen. 1939 umfasst die Herde rund 1.750 zumeist Schwarzkopf-Schafe, die die Wahner Heide bevölkerten. Nach Eichholz betrieb die Familie Honecker die landwirtschaftliche Nutzung des Hofes bis in den Beginn der 1960er Jahre. Dann gelangte das Areal in den Besitz der Bundesrepublik Deutschland. Heute findet sich hier das Heideportal Turmhof.

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]

Darstellung des Heidezentrums Turmhof e.V. (Link)