Kategorie: Porz

Porz-Themen ohne gesonderte Rubrik: Zum Beispiel Bürgerschaftliches Engagement, Verkehr, Historie, sonstige Ereignisse

Fünf Jahre Urbacher Bürgerverein!

Welche Rolle spielt der Urbacher Bürgerverein für den Ortsteil Urbach?

Genau diese Frage haben sich meine Vorstandskollegen und ich gestellt.

Als ich vor fünf Jahren den Urbacher Bürgerverein mit einer fast einjährigen Vorlaufzeit gegründet habe, hätte ich nicht im Traum daran gedacht, was so ein Bürgerverein doch alles erreichen und verändern kann.

Vor fünf Jahren war ich überhaupt kein „Vereinsmensch“, wie im übrigen auch keiner der anderen Vorstandsmitglieder, aber ich war unzufrieden und es einfach leid, Urbach – der Stadtteil in dem ich aufgewachsen war – so heruntergekommen, vermüllt und dreckig zu sehen. Ganz ehrlich, manchmal habe ich mich dafür sogar geschämt. Wenn meine Schwester aus dem schnieken Schwerin zu Besuch kam und sagte »Mein Gott, hat sich Urbach verändert, im Vergleich zu früher. Merkst du das eigentlich gar nicht mehr?«.

Alle Grünflächen waren vernachlässigt, und das Unkraut wucherte nur so, Müll lag an jeder Straßenecke, die Spielhallen schossen wie Pilze aus dem Boden und viele Geschäfte standen leer.
Umziehen in einen anderen Stadtteil war für mich keine Option, denn hier lebt meine Familie, hier arbeite ich und hier habe ich meine Freunde. Hier bin ich zu Hause.

Hauptzugang Urbacher Friedhof saniert

Im Juli des vergangenen Jahres hat sich der Urbacher Bürgerverein mit einer kleinen Dokumentation in Wort und Bild an das Amt für Straßen- und Verkehrstechnik sowie Grünflächenamt gewandt und um die dringende Sanierung der Friedhofszuwegung an der Frankfurter Straße gebeten.

Der Belag war durch Abnutzung, Frostschäden und den Wurzeldruck der umstehenden Kastanienbäume derart in Mitleidenschaft gezogen, dass sich mit der Zeit wahre Stolperfallen gebildet hatten, und Passanten mit Rollatoren oder Kinderwagen nur noch im Slalom ihr Ziel erreichen konnten.

Verlängerung Linie 7 – Es tut sich was

Die Verwaltung legt dem Verkehrsausschuss in seiner Sitzung am Dienstag, 1. September 2020, eine Beschlussvorlage zur Verlängerung der Stadtbahnlinie 7 in zwei Baustufen vor. Die Federführung wird dabei an die Kölner Verkehrs-Betriebe AG übertragen. Der Rat soll am Donnerstag, 10. September 2020, über die Beschlussvorlage entscheiden.

 In einer ersten Baustufe soll die bestehende Stadtbahnanbindung von der Endhaltestelle „Zündorf“ bis zur Ranzeler Straße mit zwei Haltestellen verlängert werden. Dazu ist die vorliegende Planung zu aktualisieren und anschließend muss das seit 2003 ruhende Planfeststellungsverfahren neu durchgeführt werden. Nach grober Zeitplanung könnte das Planfeststellungsverfahren in 2021 beginnen und ab 2023 wäre ein Baubeginn der 1. Baustufe möglich. Voraussetzung hierfür ist der Aufstellungsbeschluss eines Bebauungsplans mit anschließendem städtebaulichen Wettbewerb für die Siedlungserweiterung „Zündorf Süd“. Der prognostizierte Kostenorientierungswert liegt für die 1. Baustufe bei rund 13 Millionen Euro netto und für die 2. Baustufe bei rund 30 Millionen Euro netto. Die Stadt Köln geht von einer Bezuschussung von Bund und Land aus, wodurch sich die Belastung für den städtischen Haushalt und den Wirtschaftsplan der KVB reduzieren kann.

Als zweite Baustufe wird die Verlängerung bis Langel gleichzeitig mitgeplant. Durch die Bestrebungen des Rhein-Sieg-Kreises zur Schaffung einer neuen Rheinquerung zwischen Lülsdorf und Godorf besteht die Möglichkeit, die Verlängerung der Linie 7 bis zu einem Verknüpfungspunkt mit dieser neuen Stadtbahnstrecke ebenfalls zu realisieren.

 

Ersatzneubau Berger Brücke – Planung beginnt

Im Jahr 1965 wurde die Berger Brücke als Spannbetonbrücke über insgesamt sechs Gleise der Deutschen Bahn AG sowie den Deutzer Weg/Friedrichstraße errichtet. Es ersetzt den bis dahin vorhandenen ebenerdigen Bahnübergang. Zur Längsvorspannung wurde damals ein Spannstahl verwendet, der, so die heutige Erkenntnis, zur Spannungsrisskorrosion neigen kann, sodass sich das Bauwerk insgesamt in keinem guten Zustand befindet und durch einen Neubau ersetzt werden muss.

Die Sperrzeiten für die Umsetzung der Maßnahme müssen der Deutschen Bahn im Bereich der Fernbahngleise mit einer Vorlaufzeit von mindestens fünf Jahren beantragt werden.Auch wenn die  Planungszeit ansonsten bis zu drei Jahre beträgt, wird die neue Brücke somit noch mindestens fünf, eher sechs Jahre auf sich warten lassen. Das Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau plant, die neue Brücke an gleicher Stelle mit gleicher Breite und Höhenlage zu errichten.

Die Verwaltung legt dem Verkehrsausschuss in seiner Sitzung am Dienstag, 1. September 2020, den Beschluss für die Planung des Abbruchs und des Neubaus der Brücke Bergerstraße in Köln-Porz vor. Bestandteil der Planung wird die Ausarbeitung eines Verkehrskonzeptes für die Dauer der Bauzeit sein. Die Verwaltung wird durch den anstehenden Beschluss zunächst damit beauftragt, die Planung bis zum Entwurf vorzubereiten. Für den Brückenneubau, einschließlich des Abbruchs, werden Gesamtkosten inklusive Planungsleistungen in Höhe von 29 Millionen Euro veranschlagt.

(auf der Basis einer Pressemitteilung der Stadt Köln)