Kategorie: Porz

Porz-Themen ohne gesonderte Rubrik: Zum Beispiel Bürgerschaftliches Engagement, Verkehr, Historie, sonstige Ereignisse

Historisches: Porzer Straßen zur NS-Zeit

(Aktualisierter Artikel) In der Zeit des Nationalsozialismus wurden in Porz zahlreiche Straßen umbenannt. Die meisten Änderungen wurden nach 1945 schnell wieder rückgängig gemacht, aber längst nicht alle. Haben Sie Ergänzungen zu unserer Liste? Weitere Angaben zu den aufgeführten Straßen und einigen der nationalsozialistischen Benennungen , aber auch generell zur Historie des Porzer Raums, seiner Straßen, Firmen und Gebäude finden Sie übrigens in unserem historisch ausgerichteten Porz-Wiki.

*Am Rhein in Porz wurde aus der Uferstraße, an der auch das Rathaus liegt, kurz nach der Machtübernahme im Sommer 1933 das Adolf-Hitler-Ufer gemacht. Nach dem Ende des Faschsmus erhielt die Straße ihren heutigen Namen Friedrich-Ebert-Ufer.


* Die heutige Weststraße in Wahnheide (Kasernengelände) hieß während der NS-Zeit Hermann-Göring-Straße.

Zündorf – von der Idylle zur Lärmzone

Vorbehaltsstraße Zündorf

„Ich gehe durch das von Grün umgebene Zündorf. Erlebe dabei seinen historischen Charakter mit den alten Kirchen, Fachwerkhäusern und Hofanlagen. Nicht nur die Groov, auch die Schrebergärten und Friedhöfe sind eine Oase der Ruhe. Wenn ich mit dem Fahrrad über die Felder in Richtung Libur, Ranzel und Lülsdorf fahre, bin ich in einer anderen Welt. Der ruhig fließende Rhein, der Ruhe und Größe ausstrahlt, prägt eine ganz besondere Atmosphäre. In der morgendlichen Aufwachphase nehme ich Autos, schwere LKWs und Motorräder war. Ich denke, wahrscheinlich ist die Zündorfer Umgehungsstraße wieder voll, wegen eines Rückstaus auf der Autobahn. Und die Autofahrer aus dem Kreis Niederkassel versuchen ihr Glück auf der Wahner Straße, Hauptstraße und Schmittgasse. Doch dann bin ich hellwach und realisiere, das ist der normale Alltag. Die Umgehungsstraße gibt es nicht.“  

Tag für Tag müssen wir erleben, das unsere Wohnstraßen von einer Vielzahl von Fahrzeugen durchquert werden, die sehr viel schneller fahren, als es für ein Wohngebiet angemessen wäre. Zündorf ist mit der Hauptstraße, der Schmittgasse und der  Wahner Straße ein reines Wohngebiet. Diese nicht angemessenen Geschwindigkeiten gefährden nicht nur Kinder, Senioren und Personen, die auf Gehhilfen angewiesen sind, und auch Radfahrer, sondern führen auch zu einer erheblichen Belastung der Lebensqualität und der Gesundheit. Es ist für mich und meine Nachbarn unverständlich, warum die Stadt Köln bisher verkehrsbeschränkende Maßnahmen für diese Straßen verweigert.

Klimawandel: Massive Gießeinsätze in Urbach

Der Urbacher Bürgerverein e.V. geht bei der Gestaltung des Stadtteils neue Wege und trotzt der aktuellen Hitze mit vollem Körpereinsatz. Der Verein hat offiziell die Patenschaft für sämtliche von ihm betreuten Grünflächen in Urbach übernommen. Diese Oasen wurden in den vergangenen zehn Jahren vom Verein nicht nur selbst angelegt, sondern werden auch kontinuierlich gepflegt. Angesichts der anhaltenden, extremen Trockenphase steht nun die intensive Bewässerung im Fokus. Dieser Dauereinsatz ist extrem zeitaufwendig: Mehrfach pro Woche rücken die ehrenamtlichen Helfer aus und investieren pro Gießeinsatz jeweils zwei bis drei Stunden ihrer Freizeit.

Der Verein nimmt diesen enormen Aufwand jedoch sehr gerne auf sich. Denn das regelmäßige Wässern und der konsequente Erhalt von Grünflächen im innerstädtischen Bereich sind heute wichtiger denn je: „Nur intakte, vitale Grünflächen fungieren als natürliche Klimaanlagen und sind das wirksamste Mittel, um eine weitere, gefährliche Aufheizung im Ortsteil aktiv zu verhindern und die Temperaturen zu reduzieren“, so Simin Fakhim, Vorsitzende des Bürgervereins.

PVP: 50 Jahre internationale Begegnungen

Alle Bilder: © porzerleben.de

Der Partnerschaftsverein e.V. Köln-Porz feierte sein Jubiläum

Schülerfahrten, Konzerte, Theateraufführungen, Bürgerfahrten, Sportturniere, Karneval u.v.m. – im Laufe von 50 Jahren hat der Partnerschaftsverein e.V. Köln-Porz viele Austauschprojekte und Begegnungen mit den Partnerstädten – Dunstable in England und Hazebrouck in Frankreich – organisiert und begleitet.

Am 20. Juni feierte der Verein im Zündorfer Kanuclub Zugvogel sein Jubiläum mit einem Festakt. Gäste aus den beiden Partnerstädten, Vertreter/-innen aus Politik, Kirche, Kultur und Sport und Vereinsmitglieder kamen zusammen, um auf gemeinsame Aktivitäten zurückzublicken und Perspektiven für die Zukunft zu besprechen.

Bernard Dentener (stellv. Bürgermeister Hazebrouck) und Lutz Tempel (Bezirksbürgermeister Porz)

Das Blasorchester der Carl-Stamitz-Musikschule unter der Leitung von Sebastian Oetker sorgte mit internationaler Filmmusik für einen schwungvollen Auftakt der Veranstaltung. Die Vorsitzende Susanne Ristic-Samii betonte in ihrer Festrede die Bedeutung persönlicher internationaler Begegnungen als Grundlage für Verständnis, Respekt und ein friedliches Miteinander. Bezirksbürgermeister Lutz Tempel hob die Bedeutung der Fortführung dieser speziellen Porzer Verbindungen nach England und Frankreich hervor. Peter Hollick sprach als Vetreter der Dunstable International Twinning Association von den lang bestehenden freundschaftlichen Banden zu Porz. Bernard Dentener möchte als Vertreter des Bürgermeisters von Hazebrouck den Austausch weiter intensivieren.

Empfang im Rathaus – mit Markus Lüsgen (stellv. Bezirksbürgermeister, 5. v.r.) und Susanne Ristiic-Samii (1. Vors. PVP, 5.v.l.)

Die Delegationen aus Dunstable und Hazebrouck wurden bereits vor dem Festakt gesondert im Bezirksrathaus vom stellvertretenden Bezirksbürgermeister Markus Lüsgen begrüßt. Auch er hob hervor, dass die langjährigen gelebten Beziehungen wertvoll sind und die europäische Idee trotz aller politischen Veränderungen konkret werden lassen: „Selbst wenn man nicht jedes Wort versteht – die Stimmung, das Lachen und die Herzlichkeit versteht man sofort.“

Vor dem Schloss Brühl

Für die Gäste hatte der PVP über die offiziellen Termine hinaus noch ein Ausflugsprogramm organisiert: Dazu gehörte eine Führung in Schloss Augustusburg, ein Besucht der Flora und eine Panoramafahrt auf dem Rhein. Unsere Region präsentierte sich dabei mit bestem Wetter.

Hintergrund: Nachdem 1975 die bislang eigenständige Stadt Porz nach Köln eingemeindet wurde, gründete sich der Partnerschaftsverein, um die Beziehungen zu den Partnerstädten weiter zu pflegen; dies hatte die Stadt Köln vertraglich zugesichert. Beide Städtepartnerschaften bestehen seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. In der Nachkriegszeit sollten diese kommunalen Verbindungen zur Völkerverständigung und zur Einigung Europas beitragen. Die Mitglieder des Vereins verfolgen diese Ziele bis heute weiter. Mehr Informationen.

Kleine Bevölkerungsstatistik 2025

Zum 31.12.2025 hat die Stadt Köln laut Melderegister 1.100.076 Einwohner. Die Stadt wächst weiterhin durch Zuzüge deutscher (56%) und nichtdeutscher (44%) Staatsangehöriger, wobei die Zuwanderung nichtdeutscher Staatsangehöriger sich 2025 abgeschwächt hat. Die stärksten innerstädtischen Umzüge führten in den Stadtbezirk Porz. Der Stadtbezirk Porz wuchs 2025 insgesamt im Jahresvergleich um 1.069 Personen – überwiegend durch Umzüge innerhalb von Köln – auf 117.504 Personen. Der Bevölkerungsanteil mit Migrationshintergrund liegt im Stadtbezirk Porz bei 50,1 Prozent. Höher ist dieser Anteil in Kalk und Chorweiler. Im Durchschnitt aller Stadtbezirke beträgt dieser Anteil 43,1 Prozent.

Bebauungplan Urbacher Weg: Stellungnahmen erwünscht

100 neue Wohneinheiten, davon 30 Prozent im öffentlich geförderten Wohnungsbau sind auf einem 10.000 Quadratmeter großen Areal mit reichlichem Baumbestand zwischen Hauptstraße und Urbacher Weg nördlich des Krankenhauses geplant. Auf dem Grundstück stehen aktuell über zwei Dutzend große Bäume. Als Ausgleichsfläche wird ein Feld in Köln-Rondorf ausgewiesen. Der Bebauungsplanentwurf hierzu wird nun veröffentlicht:

„Dabei sollen möglichst viele Bäume erhalten werden, insbesondere drei einzelne Bäume, die als Naturdenkmäler ausgewiesen sind und weitere wertvolle Vegetation.“

„Die vier- bis sechsgeschossigen Häuser sollen über Gemeinschaftsgärten und Photovoltaikanlagen verfügen und werden unter Einhaltung der Leitlinien für Klimaschutz geplant. Die Einfahrt zur Tiefgarage ist im nordwestlichen Bereich des Grundstücks geplant, damit der eigentliche Wohnbereich frei vom Autoverkehr bleiben kann. Die geplanten Gebäude bilden durch ihre Randstellung auf dem Grundstück einen geschützten Innenbereich, der eine hohe Aufenthaltsqualität bietet.“

Bürger*innen können vom 7. Mai bis 12. Juni 2026 den Entwurf der ausgearbeiteten Planung im Rahmen der Veröffentlichung auf der Internetseite der Stadt Köln unter http://www.beteiligung-bauleitplanung.koeln einsehen und direkt dort oder per E-Mail an bauleitplanung@stadt-koeln.de Stellungnahmen zur Planung abgeben.

Zusätzlich werden die Planunterlagen mit Begründung sowie weiteren Unterlagen im genannten Zeitraum von Montag bis Donnerstag: 9 bis 15 Uhr, Freitag 9 bis 13 Uhr im Stadtplanungsamt (Stadthaus West), Raum 09 B 44 (Ebene 09 / Gebäuderiegel B), Willy-Brandt-Platz 2, Köln-Deutz öffentlich ausgelegt. Für eine Einsichtnahme außerhalb dieser Zeiten wird um vorherige Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 0221/221-22853 oder der E-Mailadresse bauleitplanung@stadt-koeln.de gebeten.

Inwischen sind alle relevanten Pläne online. Die Fläche wurde vom Krankenhaus Porz an die Vivawest Wohnen GmbH verkauft. Zwei Visualisierungen aus dem entsprechenden Grünordnungsplan veranschaulichen das Gelände vorher/nachher: