Kategorie: Porz

Porz-Themen ohne gesonderte Rubrik: Zum Beispiel Bürgerschaftliches Engagement, Verkehr, Historie, sonstige Ereignisse

Haus 1 ist ab 29. September vollständig – REWE eröffnet

Auch wenn die Außenanlagen erst mit dem Abschluss der Bauarbeiten der Häuser 2 und 3 fertiggestellt werden – in der Porzer Mitte wird es nun lebendiger. Bereits im Mai sind die neuen Mieter in das Gebäude eingezogen, inzwischen sind alle Wohnungen bis auf eine Behindertenwohnung belegt. Das Gebäude ist rundherum zugänglich, auch die Fußgängerbrücke über die Hauptstraße ist nun wieder besser erreichbar.

Am Donnerstag, den 29.9. um 7 Uhr ist dann der große Moment für die ersten Geschäfte: Der REWE-Markt öffnet und mit ihm eine Filiale der Bäckerei Hardt. Der Supermarkt präsentiert sein Sortiment auf rund 1.195 Quadratmetern Verkaufsfläche. Betrieben wir der neue Markt von REWE-Kaufmann Behrooz Bagherzadeh. Zudem erwartet die Kundinnen und Kunden die Bäckerei Hardt mit Verkaufstheke und einem Café.

Für einen möglichst bequemen Einkauf stehen Tiefgaragen-Stellplätze zur Verfügung. REWE-Kundinnen und -Kunden können hier in der ersten Stunde kostenlos parken.

Im Zuge der Eröffnung des neuen REWE-Marktes von Herrn Bagherzadeh wurde der bisherige Markt in der Friedrichstr. 38 bereits geschlossen.

Die Westhovener Aue und ihre wichtigsten Bauwerke

Die Westhovener Aue, im Hochflutbereich des Rheins gelegen, ist kein idealer Ort um dort zu siedeln oder Bauwerke zu errichten –  Hochwasser ist hier eine fortwährende Gefahr. Dennoch haben Menschen seit Jahrhunderten dieses Areal genutzt und hier auch Bauwerke errichtet. Dieser Beitrag behandelt unter anderen  die Nikolauskapelle, Festungswerke, ein Großprojekt der Gesundheitspflege, Ausflugslokale, die Rodenkirchener Brücke und den Wohnpark Westhoven.

nikolauskapelle

Hochwasser 1948 – die Nikolauskapelle blieb durch ihre erhöhte Lage trocken (Foto: BV-EW)

Seit  1128 – Die Nikolauskapelle

Die älteste nachweisliche neuzeitliche Besiedlung in der Westhovener Aue war der „Weshof“, eine landwirtschaftliche Hofanlage aus dem 10. Jahrhundert. Dieser Hof war der im 11. Jahrhundert gegründeten Benediktinerabtei Deutz zehntpflichtig. Dieser Grundzins wurde in Naturalien oder in bar entrichtet. Im Jahr 1128 entstanden neben dem Hof eine Kapelle und ein Friedhof. Die Kapelle wurde dem Heiligen Nikolaus geweiht – Schutzpatron der Schiffer. Durch ihren Baustil gehört sie zu den 16 romanischen Kleinkirchen im Kölner Raum und ist eines der wenigen noch erhaltenen Beispiele für Kirchenbauten ländlicher Bautradition im Kölner Raum. Der die Kirche umgebende Friedhof ist einer der ältesten Friedhöfe Kölns, wird aber seit 1929 nicht mehr genutzt. In den 1980er Jahren wurde die Kapelle umfassend saniert, sie steht seitdem gemeinsam mit dem Friedhof unter Denkmalschutz.

Der Westhof (später Kielshof genannt) und die Nikolauskapelle liegen beide innerhalb der Westhovener Aue auf einer leichten Erhöhung, die einen begrenzten Schutz vor dem Hochwasser bot. Der Weshof war Ausgangspunkt der Besiedlung des im Auenbereich liegenden Westhovener „Ungerdorps“- unterhalb der heutigen Mainstraße und Oberstraße. Dieser Auenbereich erhielt Hochwasser-Schutzmauern erst in den Jahren 1926 und 2003.

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Das Zwischenwerk 1920 vor seiner Zerstörung (Foto: BV-EW)

Seit  1874  – Das Zwischenwerk IX a als Teil des Festungsgürtels um Köln

Im 19. Jahrhundert wurden unter der preußischen Herrschaft in verschiedenen Stufen ringförmig um die Stadt Köln Festungsanlagen errichtet. Der äußere Festungsring entstand in den 1870/80er Jahren, nach dem deutsch-französischen Krieg, weil sich die Reichweite von Artilleriekanonen deutlich erhöht hatte. Die einzelnen Bauwerke waren durch eine Ringstraße verbunden. Im Linksrheinischen ist dies die heutige Militärringstraße, im Rechtsrheinischen findet sie ihre Fortsetzung in den Straßen “In der Westhovener Aue“, „Porzer Ringstraße“, Gremberger Ring“ und „Vingster Ring“.

Zwei Bauwerke des äußeren Festungsrings entstanden auch in der Westhovener Aue: Das Zwischenwerk IXa liegt etwa 1500m vom Rheinufer entfernt und rund 50m südlich der Straße In der Westhovener Aue.

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Reste des Zwischenwerk IXa – heute ein Winterquartier geschützter Fledermäuse (Foto: BV-EW 2013)

Es wurde in den Jahren 1877/1878 erbaut und 1922 geschleift. Die Kehlkaserne blieb jedoch erhalten. Sowohl das deutsche als auch das belgische Militär nutzten die noch intakten Kasematten ab 1936 als Lagerräume. Mit der Renaturierung der Westhovener Aue überließ man die Reste des Bauwerks der Natur. Als neue Bewohner siedelten sich Fledermäuse an, zu ihrem Schutz wurden die Eingänge verschlossen.

Der Infanteriestützpunkt  86 lag etwa am Ende des Poller Wegs südlich der Westhovener Aue. Er wurde erst 1907 errichtet und ebenfalls 1922 geschleift und dabei vollständig zerstört. Mit dem Bau der Unverzagt Kaserne wurden auch seine Fundamente beseitigt.

Seit 1913 – Das Werkmeisterhaus der geplanten Krankenanstalten Poll

An der Anschlusstelle Porz/Poll der A4 Richtung Heumarer Dreieck steht mit der Adresse Kölner Straße 501 heute einsam ein von den Straßen umzingeltes Haus.  Es ist das einzige Bauwerk, das an ein Großbauprojekt der Stadt Köln aus dem Jahr 1911 erinnert.

Langel: Wohnungen, Discounter, Café – demnächst

Im nördlichen Ende von Porz-Langel plant ein Investor die Errichtung von zwei Mehrfamilienhäusern inklusive eines Discounters und einer Bäckerei in den Erdgeschossen. Ecke Lülsdorfer Straße/An der Mühle sollen rund 27 Wohneinheiten entstehen, sowohl mit frei finanzierten Wohnungen als auch mit geförderten Mietwohnungen. Zudem sind Wohngruppen für betreutes Wohnen geplant. Im Erdgeschoss des großen Riegelgebäudes soll ein Discounter eröffnen, im Erdgeschoss des kleineren Gebäudes ist eine Bäckerei mit einem Café vorgesehen.

Für dieses Vorhaben stellt die Stadt Köln einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan auf. Das Vorhaben verbindet sowohl die Errichtung von dringend benötigten Wohnungen als auch die Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs in Wohnortnähe – auch für nicht motorisierte Nutzer*innen.

Bürger*innen können den Entwurf von Donnerstag, 15.September 2022, bis Dienstag, 18. Oktober 2022, einsehen und ihre Stellungnahmen dazu abgeben. Die Planunterlagen mit Begründung sowie weiteren Unterlagen sind im Rahmen der öffentlichen Auslegung im Stadtplanungsamt (Stadthaus), Außenstelle, Ladenlokal 5, Willy-Brandt-Platz 2, Köln-Deutz einzusehen.

Für die Einsichtnahme ist die vorherige Vereinbarung eines Termins telefonisch unter 0221/221-22854 (vormittags) oder per E-Mail an bauleitplanung@stadt-koeln.de erforderlich. Die Unterlagen sind auch digital vorhanden und können in den Zeiten der Offenlage auf der städtischen Internetseite eingesehen werden.

Endlosthema Kreuzung Hochkreuz

Viele Jahrhunderte lang mündete die Steinstraße friedlich in die Frankfurter Straße. Bis im Jahr 1965 die Anschlussstelle für die heutige A559 östlich von Gremberghoven errichtet wurde. Die Steinstraße musste nach Süden vor die ehemalige Sandgrube „Hohencreuz“ weichen, die Straße „Am Hochkreuz“ ist ihr alter Verlauf. Gemeinsam mit dem Maarhäuser Weg war nun eine neue Kreuzung geboren. Die Bezeichnung „Hochkreuz“ für diese Stelle leitet sich aber nicht hiervon ab, vielmehr stand an dieser Stelle jahrhundertelang ein massives und weithin sichtbares (Prozessions-)Kreuz der Katholiken.

Seit ihrer Entstehung 1965 ist die Kreuzung eine „Unfallhäufungsstelle“ mit Blechschäden, Schwerverletzten, sogar Toten und es gab viele Pläne, ihn zu entschärfen, selbst ein Brückenbauwerk wurde schon einmal ernsthaft erwogen. Doch nichts davon wurde realisiert, lediglich eine Ampelanlage Ende der 1960er Jahre installiert. Die Planungen erschwerte immer auch der Umstand, dass die Steinstraße eine Landesstraße (L99) und die Frankfurter Straße eine Bundesstraße (B8) war und ist.

Im Jahr 2008 wurde der politische Beschluss gefasst, die Frankfurter Straße zwischen Theodor-Heuss-Straße und Autobahnanschlussstelle vierspurig auszubauen. Passiert ist seitdem nichts. Heute wiederum ist nicht nur die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Porz der Ansicht, die Vierspurigkeit müsse hinterfragt werden. Sie wünscht sich laut Pressemitteilung hingegen einen parallelen Radschnellweg bis zur Grenze an den Kalker Stadtbezirk. Für die Kreuzung selber solle auch ein Kreisverkehr geprüft werden. So erreicht das Thema Unfallschwerpunkt Hochkreuz inzwischen das 57. Jahr und die SPD geht heute davon aus, „dass sich die Umsetzung noch mindestens zehn, möglicherweise sogar 15 Jahre hinziehen wird“ (aus dem Text des Änderungsantrags v. 5.6.22) ….

Es folgen Teile der Pressemitteilung der SPD-Fraktion:
„Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Porz hat mit ihrem eingebrachten und am vergangenen Donnerstag beschlossenen Änderungsantrag die Ausbaupläne der Verwaltung zu einer vierspurigen Frankfurter Straße hinterfragt. (…)

Kölner Rat beschließt ISEK-Fortschreibung

 Der Rat der Stadt Köln hat am Donnerstag die Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) Porz-Mitte beschlossen. „Mit dem Ratsbeschluss können wir jetzt umgehend starten und die zur Verfügung stehenden Fördermittel beantragen, damit die geplanten Maßnahmen zeitnah in die Umsetzung gehen können“, freut sich Andree Haack, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Digitalisierung und Regionales der Stadt Köln.

Die Gesamtkosten des aktualisierten Maßnahmenpakets belaufen sich auf 22,49 Mio. €, von denen vorausichtlich 13,4 Mio. € durch Städtebaufördermittel gedeckt werden können. Aus dem ISEK von 2018 sind mit Ausnahme eines für die Brücken geforderten neuen Beleuchtungskonzepts alle Maßnahmen, zum Teil etwas modifiziert, in das neue ISEK überführt worden. Im Rahmen der Weiterentwicklung des ISEK konnten auch zwei neue zentrale Maßnahmen aufgenommen werden. Darüber hinaus wurden  klimaschützende Faktoren berücksichtigt. Zu den geplanten Maßnahmen gehören:

Die Maßnahmenkarte

  • die Gestaltung Parkanlage Glashüttenstraße (4 Mio. €, bis 2027)
  • die Aufwertung des Rheinboulevard Porz (4,9 Mio. €, bis 2026)
  • die Umgestaltung Fußgängerzone Bahnhofstraße (4,5 Mio. €, 2023-2030)
  • Aufwertung der Verbindungsachse Rheinboulevard zur Neuen Mitte Porz (3,3 Mio, €, 2023-2030)
  • ein Freiraumplanerischer Wettbewerb
  • der Ankauf Grundstück sowie Niederlegung des Dechant-Scheben Hauses (3,6 Mio. €, bis 2027)
  • die Einrichtung eines Büros für Vernetzung und Aktivierung
  • die Umsetzung eines Haus-, Hof- und Fassadenprogramms (0,5 Mio. €, 2024-2027)
  • die Evaluation aller Maßnahmen

Die Neuordnung der Neuen Mitte Porz mit den drei neuen Häusern einschließlich der Freiraumgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes als Kern und Impulsgeber für die Umgestaltung des Porzer Bezirkszentrums, wurde und wird prioritär vorangetrieben und wird in 2023 weitgehend abgeschlossen sein.
(Ende der Pressemitteilung)

 

Besuch des EL-DE-Haus Köln

Einladung

Der CDU-Ortsverband Ensen-Westhoven-Gremberghoven lädt ein zu einer Exkursion in das EL-DE-Haus in Köln am Samstag 27. August 2022 um 11.00 Uhr. Das Haus war von 1935 bis 1945 Sitz der Kölner Gestapo. Sein Name wurde zum Inbegriff der NS-Schreckensherrschaft in Köln, aber auch für den Umgang und die spätere Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte der Stadt nach 1945. Der Besuch ist inklusive der Nutzung von Audioguides für Sie kostenfrei, da der CDU Ortsverband diese übernimmt.
Treffpunkt ist vor dem EL-DE-Haus, Appellhofplatz 23-25, 50667 Köln. Mit einem gemütlichen Beisammensein lassen wir die Veranstaltung ausklingen ab 13.00 Uhr im Gaffel am Dom (auf eigene Kosten). Wir freuen uns über eine Anmeldung bei unserem Mitgliederbeauftragten Berke Yasar unter berkeyasar@outlook.de oder telefonisch unter 0176 219 80 885.