Kategorie: Porz

Porz-Themen ohne gesonderte Rubrik: Zum Beispiel Bürgerschaftliches Engagement, Verkehr, Historie, sonstige Ereignisse

Reges Interesse an Stadtarchiv-Einführung

Das Publikum… (Foto: porzerleben.de)

Das Historische Archiv der Stadt Köln hatte geladen und rund 25 – zumeist – Porzer sind gekommen. Gestern fand im Historischen Archiv Köln ein kurzes Seminar zum Thema „Recherchieren im Historischen Archiv der Stadt Köln über Porz“ statt. Zwar scheiterte zu Beginn ein Video-Grußwort des noch recht neuen Leiters des Bürgeramtes Porz, Guido Motter, an technischen Problemen. Doch sein Dank an alle Porzer Heimatforscher und Stadtteilhistoriker wurde von Frau Dr. Wagner dann mündlich überbracht. Schließlich hat Guido Motter nicht nur eine deutliche Ahnenlinie in Porz, er war auch sechs Jahre Verwaltungsleiter des Historischen Archivs Köln. Aber zurück zum Seminar: Versammelt waren sowohl etablierte Forscher aus Porz, Poll, Ensen, Eil und dem Geschichts- und Heimatverein Rechtsrheinisches Köln als auch Personen, die sich seltener oder erst seit Kurzem für die Stadtteilgeschichte interessieren.

Dr. Wagner

Die Referentin: Dr. Daniela Wagner (Foto: porzerleben.de)

Frau Dr. Wagner, zuständig insbesondere auch für den Bezirk Köln-Porz, vermittelte zunächst generelle Informationen zur Archivarbeit und referierte dann zur Integration des früheren Porzer Stadtarchivs in die Kölner Bestände und ihre Auffindbarkeit.

Ein Frohes Fest!

Engel und Bergmann

Engel und Bergmann: Sie sollen früher den Bergleuten den Heimweg in der Finsternis gewiesen haben… (Foto: porzerleben.de)

Die Redaktion von porzerleben.de wünscht allen Nutzern, Nutzerinnen, Autoren und Autorinnen ein erfreuliches Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2023.

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Plätze in Eil neu gestaltet

Eiler Schützenplatz (Foto: Stadt Köln)

Die Stadt Köln und die Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB Köln) haben den Eiler Schützenplatz und den Platz an der Leidenhausener Straße neu gestaltet, um für die Menschen in Eil attraktiver und lebenswerter zu sein. Vor allem der Schutz vor Überflutungen bei Starkregen spielte bei Planung und Ausführung eine entscheidende Rolle: Die öffentlichen Platzflächen wurden zu multifunktionalen Freiräumen mit Regenrückhaltefunktion umgebaut. Um Köln gerade in dicht besiedelten oder stark versiegelten Bereichen besser vor Starkregen zu schützen, kommen vermehrt solche Multifunktionsflächen zum Einsatz. Diese sind in erster Linie öffentliche Bereiche, die zum Verweilen einladen sollen. Gleichzeitig können sie jedoch bei Starkregen vorübergehend als Notspeicherraum für die Wassermassen dienen und diese gezielt ableiten.

Der Eiler Schützenplatz wurde zu einem öffentlichen Park aufgewertet. Weiterhin wurde er mit Bänken sowie einem Spielplatz ausgestattet und kann darüber hinaus nun sogar für Veranstaltungen genutzt werden. Durch unterschiedlich angelegte Höhen im Gelände wird die tiefer liegende Teilfläche im Norden zum Rückhalt bei Starkregen genutzt. An der höher liegenden Fläche entstand ein moderner Spielplatz. Nach den Wünschen der Kinder und Jugendlichen gibt es auf dem Spielplatz eine abwechslungsreiche Kletter-und Balancieranlage, eine Drehscheibe, eine moderne Tischtennisplatte, Trampolin und Ballfangtrichter.

Ecke Leidenhausener- / Frankfurter Straße (Foto: Stadt Köln)

Der Platz an der Ecke Frankfurter- / Leidenhausener Straße wurde zu einem Quartiersplatz mit städtischem Charakter ausgebaut. Moderne Sitzelemente aus Beton umranden den vorhandenen Baumbestand und eine Schatten spendende Pergola säumt das Bild und sorgt für Aufenthaltsqualität. Durch die Anordnung eines unterirdischen Rückhaltespeichers wurde auch hier auf den Klimawandel reagiert und dem wichtigen Aspekt der öffentlichen Risikovorsorge Rechnung getragen.

„Überflutungsvorsorge ist eine kommunale Gemeinschaftsaufgabe. Vor diesem Hintergrund können wir es uns in Zukunft nicht mehr leisten, Räume im dicht besiedelten Stadtgebiet nur in ihrer Funktion als reine Bauflächen oder Parkplätze zu sehen. In der Entwicklung und Nutzung vorhandener Flächen müssen wir umdenken und Flächen so gestalten, dass sie wie hier in Eil vielfache Nutzungen übernehmen können – eine hohe Aufenthaltsqualität bieten und gleichzeitig als Klimaraum mit Verdunstungskühlung und Versickerung dienen“, sagt Ulrike Franzke, Vorständin der StEB Köln.

Bürgereingabe gem. § 24 GO NRW zur Wegebenennung „Jürgen-Schumann-Weg“ entlang des „Senkelsgraben“ in Wahnheide zwischen „Heidestraße“ und „Im Linder Bruch“

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin, liebe Frau Stiller,

zur Befassung des zuständigen Bürgerausschusses übersende ich Ihnen im Namen unseres Fördervereins – und gleichlautend mit Unterstützung durch einstimmigem Beschluss des örtlichen Bürgervereins Wahn-Wahnheide-Lind e.V. – unsere Bürgereingabe mit obiger Zielsetzung. Ich bitte um entsprechende Weiterleitung zwecks Beratung und Beschlussfassung. Für Rückfragen stehe ich gerne zu Ihrer Verfügung.Mit der Bitte um eine Empfangsbestätigung verbleibe ich mit freundlichem Gruß

Karl-Heinz Tillmann, Geschäftsführer Förderverein Bauspielplatz Senkelsgraben in Wahnheide e.V.

final schumann antrag wegebenennung

www.bauspielplatz-senkelsgraben.de

www.facebook.com/Senkelsgraben

 

Geförderter Wohnungsbau am Deutzer Weg

Auf einem städtischen Grundstück Deutzer Weg/Berger Straße (Stichstraße) in Porz wird die Stadt ab etwa Mitte Dezember 2022 einen sozial geförderten Wohnungsneubau mit insgesamt 16 Wohneinheiten und gemeinsamer Tiefgarage errichten. Die Bauzeit wird rund zwei Jahre dauern, so dass der Neubau voraussichtlich im Winter 2024/2025 fertiggestellt wird. Für die Baustelleneinrichtung wurde ein Verkehrszeichenplan entwickelt und eine verkehrsrechtliche Anordnung für die gesamte Bauzeit erwirkt. In der verkehrsrechtlichen Anordnung wurden die folgenden einzelnen Maßnahmen festgelegt und bereits genehmigt:

Der Deutzer Weg und die Berger Straße (Stichstraße) werden halbseitig sowie der öffentliche Bürgersteig entlang des gesamten Baugrundstücks gesperrt. Dadurch fallen vorübergehend auch vier bis fünf Stellplätze im Bereich der Berger Straße weg. Des Weiteren wird ein Ausweichfußweg auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Deutzer Weges errichtet.

Die Anordnung des Baustellenbüros und der erforderlichen Nebenflächen erfolgt unterhalb der Brücke Berger Straße, so dass auch in diesem Bereich bis zu acht Kraftfahrzeug-Stellplätze für die gesamte Bauzeit entfallen. Der Anordnungsvorschlag einer Stellfläche für den Baukran erfolgt unmittelbar auf dem städtischen Grundstück gegenüber der Baustelle.

Die Westhovener Aue: 45 Jahre belgischer Militärstützpunkt

Zum Ende des Zweiten Weltkriegs standen die Westhovener Pionier-Kasernen Unverzagt und Mudra leer und waren durch  Luftangriffe und Artillerieeinwirkungen stark beschädigt. Ausgebombte Porzer und Kölner Bürger sowie Vertriebene aus der Ostgebieten suchten hier eine Unterkunft und mühten sich, in den Gebäuden abgeschlossene Wohnungen einzurichten. Augenzeugen aus jener Zeit schilderten die Not, die in der Nachkriegszeit herrschte und die untragbaren hygienischen Zustände auf den Kasernenarealen.

Kazerne Brasseur

Wachhaus Kaserne Adj. Brasseur (AK 1964, Verlag J. Mazelle)

Kaserne Passendale

Das Kwartier Passendale (Luftbild, 60er Jahre)

Einzug belgischer Pioniere

1946 erhielt Belgien, das zu den Besatzungsmächten gehörte, aus der britischen Besatzungszone eine Fläche etwa in der Größe des eigenen Staatsgebietes zugewiesen. Die belgische Armee errichtete im Rheinland und in Westfalen ihre Stützpunkte. Zumeist konnten hierfür Kasernen der ehemaligen Wehrmacht hergerichtet und genutzt werden. In der Region Köln hatte das belgische Militär sehr früh bereiets eine Kaserne in Köln-Delbrück bezogen.

Von dort aus zog 1950 eine erste Gruppe von belgischen Soldaten nach Westhoven, um die beiden Wehrmachtskasernen zusammen mit deutschen Firmen instandzusetzen. Anfang Oktober 1951 konnte eine erste Kompanie des 1. Pionier-Regiments in die ostwärts der Kölner Straße gelegene, nun Kwartier Nieuwpoort genannte, frühere Mudra-Kaserne einziehen. Die westlich der Kölner Straße gelegene bisherige Unverzagt Kaserne war bald ebenfalls instandgesetzt und erhielt den neuen Namen Quartier Adjudant Brasseur. Völlig neu erricht wurde zudem als dritte Kaserne nördlich der Porzer Ringstraße das Quartier Passendale.

Die belgischen Pioniere nutzten erneut das Übungsgelände in der Westhovener Aue, es reichte von der Kölner Straße bis zum Rheinufer. Für das schwere Gerät entstanden dort neue Hallen und die Aue wurde erneut militärisches Sperrgebiet. Die nach Kriegsende wieder gegebene Durchgängkeit des Leinpfads zwischen Westhoven und Poll – wenngleich durch große Zaunlöcher – war damit 1951 bereits wieder beendet. Belgische Soldaten bewachten fortan das militärische Gelände, es war Sperrgebiet mit Stacheldrahtzäunen und der Warnung vor Schusswaffengebrauch.

Erlaubte und unerlaubte Besuche in der Aue.

Während die militärischen Bauten und Fahrzeughallen von der Kölner Straße aus einsehbar waren, blieb das das Übungsgelände den Blicken entzogen. Erst ab den 1980 Jahren konnten zivile Personen bei besonderen Gelegenheiten, zu denen der Tag der Offenen Tür gehörte, einen Blick in die Westhovener Aue werfen. Zu dieser Zeit waren die Belgier und ihre Kasernen bereits zum festen Bestandteil von Westhoven geworden. Zu sehen waren ein aus der ehemaligen Kiesgrube entstandener Teich oder auch ein vom Teich wegführender Wassergraben, den drei nebeneinander liegende, unterschiedlich gebaute Übungs-Brücken überspannten. Ursprünglich war dieser Wassergraben ein Hohlweg für die Gleise einer Schmalspurbahn, die bereits um 1914 den Kies aus der Kiesgrube zum Westhovener Bahnhof transportierte.