Die folgende Aufstellung zeigt die in Porz aktiven Parteien und ihre Gliederungen. Die Bezirksvertretung Köln-Porz hat 19 gewählte Mitglieder. In der Wahlperiode 2025/30 haben CDU, SPD, Bündnis90/die Grünen und Volt ihre Zusammenarbeit beschlossen. Das Amt des Bezirksbürgermeister wird nach der Hälfte der Amtszeit von der SPD auf die CDU übergehen. (Stand: Dezember 2025)
Kategorie: Politik
Politik im Stadtbezirk Köln-Porz: Meldungen und Berichte zum politischen Geschehen, Pressemitteilungen der Parteien.
Sabine Stiller verstorben
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Wie erst heute (24.11.) bekannt wurde, ist Sabine Stiller zu Beginn der letzten Woche plötzlich und unerwartet verstorben. Dies war wohl selbst den Mitgliedern der neuen Bezirksvertretung in der konstituierenden Sitzung letzten Dienstag noch unbekannt. So starb Sabine Stiller als Bezirksbürgermeisterin von Porz unmittelbar vor dem Auslaufen ihrer Amtszeit.
In München 1958 geboren, war Sabine Stiller zunächst als examinierte Krankenschwester tätig. Nach ihrer Weiterbildung übernahm sie 1991 die Leitung des Pflegedienstes am Krankenhaus Porz. Als Pflegedirektorin hatte sie 29 Jahre lang die Personalverantwortung für hunderte von Mitarbeitern. Im Jahr 2000 wurde Sabine Stiller Mitglied im CDU-Ortsverband Porz, 2011 gewähltes Mitglied der Bezirksvertretung. Aus dem Berufsleben ausgeschieden erklärte sie sich im Herbst 2020 nach der Neuwahl der Bezirksvertretung bereit, das Amt der Bezirksbürgermeisterin zu übernehmen. In einer Koalition aus CDU und GRÜNEN wurde sie Anfang November 2020 als erste Frau in Porz in dieses Amt gewählt.
Als Bezirksbürgermeisterin war Sabine Stiller offen für die Anliegen der Porzer Bürger und präsent bei den Veranstaltungen der Porzer Zivilgesellschaft. Sie repräsentierte in wertschätzender Weise Porz bei den wichtigen Ereignissen im Stadtbezirk und wirkte nach innen integrativ und problemlösend. Nach fünf Jahren als Bezirksbürgermeisterin kandidierte Sabine Stiller nicht erneut, um mehr Zeit für private Interessen zu finden. Porz verliert mit ihr eine engagierte Kommunalpolitikerin. Die Anteilnahme gilt ihrer Familie und allen, die ihr nahe standen.
Bettina Jureck neue SPD-Fraktionsvorsitzende
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Zur neuen Fraktionsvorsitzenden der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Porz wurde Bettina Jureck aus Ensen gewählt. Seit 2020 gehört sie der Bezirksvertretung an und ist zugleich Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Poll, Ensen/Westhoven: „Kommunalpolitik ist spannend, hier kann man Dinge vor Ort bewegen. Es gibt große und kleine Themen, für die es sich lohnt zu kämpfen.“
Die Industriekauffrau möchte ihr politisches Augenmerk auf die Themen bezahlbarer Wohnraum und verlässlicher Nahverkehr und mehr Chancengleichheit richten. Dabei sieht sie große Potenziale im Stadtbezirk: „Wir haben in Porz ein quirliges Vereinsleben und ein enormes soziales Engagement. Dieses Potential muss genutzt werden. Soziale Teilhabe für Jung und Alt, mehr Wertschätzung des Ehrenamts und soziale Gerechtigkeit sind mir wichtige Anliegen.“
Unterstützt wird Bettina Jureck von den neu gewählten stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Jutta Komorowski und Nils Beuthert.
Wahlergebnisse Kommunalwahlen Porz 2025
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Die vorläufigen amtlichen Ergebnisse zu den Kommunalwahlen zeigen für Porz und Köln das folgende Bild:
Bei der Wahl zur Bezirksvertretung Porz lag die Wahlbeteiligung bei 50,6 Prozent (41.933 gültige Stimmen). Dies sind 4,6 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2020 – somit war die Mobilisierung erfolgreich. In die Bezirksvertretung mit ihren 19 Sitzen werden diesmal acht Parteien einziehen, 2020 waren es sieben Parteien. Die Bezirksvertretung wird dieses Mal aus zwölf Männern und sieben Frauen gebildet.
Die CDU errreicht mit 26,38 Prozent sehr knapp den ersten Platz mit 303 Stimmen vor der SPD (25,66%). Beide Parteien erhalten je 5 Sitze in der zukünftigen Bezirksvertretung. Gegenüber dem Jahr 2020 verliert die CDU 4,2 Prozentpunkte und einen Sitz, die SPD 2,33 Prozentpunkte. Für die CDU
wurden der Liste entsprechend gewählt: Markus Lüsgen, Werner Marx, Caroline Martina Dreßler-Benz, Andreas Bischoff und Anton Josef Heinrich Neuberger. Für die SPD sind die zukünftigen Bezirksvertreter Lutz Tempel, Bettina Jureck, Sigita Gelbach, Jutta Komorowski und Nils Beuthert.
Die GRÜNEN sind auf den vierten Platz abgerutscht. Sie erreicht 12,65 Prozent, was für zwei Sitze reicht. Das bedeutet gegenüber 2020 einen Verlust von 7,6 Prozentpunkten und zwei Sitzen – faktisch ist dies eine Halbierung. Gewählt wurden Anne Maria Kafzyk und Jörg Stegemann.
Die AfD schiebt sich auf den dritten Rang. 15,89 Prozent bedeuten drei Sitze. Das ist eine Verdoppelung der Stimmen (+8,87 Prozentpunkte) und bedeutet zwei Sitze mehr als in der letzten Bezirksvertretung. Neben Rainhard Krasson ist nun auch das Ehepaar Sebastian und Irmgard Braasch gewählt.
Die LINKE platziert sich mit 6,17 Prozent erneut auf Rang sechs. Trotz Zugewinn um 1,8 Prozentpunkte bleibt es bei einem Sitz, den August Albert Meinhardt einnimmt. Die FDP kommt diesmal auf 2,66 Prozent. Dies ist eine nahezu Halbierung des Ergebnisses von 2020 (-2,35 Prozentpunkte) aber weiterhin ein Sitz für Daniela Rechberger.
Während DIE PARTEI (1,86 Prozent, -1,1 Prozentpunkte) nicht mehr vertreten ist, hat es VOLT mit 2,74 Prozent auf Anhieb geschafft, erstmals mit Roman Jochim vertreten zu sein. Auch erstmals neu dabei ist das BSW – 2,67 Prozent reichen Helmuth Krämer für einen Sitz. Er war zuvor für die LINKE Bezirksvertreter.
Knapp gescheitert ist die Partei Kölner Stadtgesellschaft, KSG. Ihr fehlten rund 90 Stimmen für ein Mandat. GUT & KLIMA (0,86% Prozent) bleiben auch im zweiten Anlauf bedeutungslos.
In den Rat der Stadt Köln ziehen aus Porz ein: Für die CDU mit Direktmandat Stefan Andreas Götz (Wahlbezirk 31) sowie über die Liste Nils Helge Schlieben (Platz 5). Für die SPD mit Direktmandat Christina Joisten (Wahlbezirk 32), Lena Viktoria Dickgießer (Wahlbezirk 33), Pascal Pütz (Wahlbezirk 34) und Lukas Lorenz (Wahlbezirk 35).
Kundgebung für die Demokratie
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Eher selten finden in Porz Kundgebungen statt. Um so dringlicher erschien es dem Arbeitskreis der Porzer Religionen, vor den Kommunalwahlen zu einer Kundgebung „Gemeinsam Demokratie leben!“ in der Fußgängerzone aufzurufen. Rund 200 Porzer/-innen, darunter auch viele Bezirksvertreter/-innen, waren dem Aufruf gefolgt.
Diakon Gill (Kath.) und Pfarrer Theobold (Evang.) eröffneten die knapp einstündige Kundgebung mit den Worten, hier werde für etwas demonstriert und nicht gegen Jemanden. Insbesondere nicht gegen andere Menschen. Demokratie sei eine Lebenshaltung und keine Waffe. In einer Demokratie gehe es um ein gemeinsames „Ringen um das möglichst gute Leben“, das sei ihr Wert.
Nach zwei als „Poetry Slam“ angekündigten Beiträgen zweier Jugendlicher folgten knapp gehaltene Vorträge der im Arbeitskreis zusammengeschlossenen Glaubensgemeinschaften, die jeweils die Bedeutung des demokratischen Zusammenlebens in einer vielfältigen Gesellschaft hervorhoben. Rita Süssmuth war angekündigt, aber leider kurzfristig erkrankt. Hingegen war Guido Cantz angekündigt und auch erschienen. Hervorzuheben ist der Appell seines Schlußsatzes: „Wir müssen mehr in Porz machen!“ Gerahmt wurde die Veranstaltung durch Friedenslieder, präsentiert von Musikern der Big Band SIX8TYONE.
Kommentar der Redaktion: Hintergrund der Veranstaltung ist zunächst die geringe Wahlbeteiligung bei der letzten Kommunalwahl 2020 im Stadtbezirk Porz (46,0 Prozent, darunter 28,4% in Finkenberg und 29,5% in Gremberghoven). Dann aber auch das Erstarken der AfD (6,7% im Stadtbezirk).
Diese „Autokraten-Freunde in Deutschland“ hatten im Jahr 2020 ausgerechnet in Finkenberg (überdurchschnittlicher Migranten- und Ausländeranteil) einen Stimmanteil von 14,2% erzielt, was zeigt, wie wenig Menschen aus dem Leben ihrer Vorfahren lernen. Und zwar nicht nur „Ahnendeutsche“, sondern gerade auch „Migrantendeutsche“ – etliche wählen heute die Befürworter autoritärer Staatsformen ohne zu bedenken, dass eine solche Partei weder eine dauerhafte Zuwanderung von Migranten noch die Vergabe der deutschen Staatsbürgerschaft überhaupt geduldet hätte.
Kundgebung am 29.8. Porz: Gemeinsam Demokratie leben!
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Gemeinsam mit verschiedenen Parteien bekennt sich der Arbeitskreis der Porzer Religionen dazu, dass Demokratie eine Lebensform ist, in der jede und jeder das verbürgte Recht hat, in Freiheit das eigene Leben zu leben, und zugleich die Möglichkeit, das gemeinsame Leben in unserer Stadt und in unserem Land mitzugestalten.
Veranstaltung mit Prof. Dr. Rita Süßmuth und Guido Cantz in der Porzer Fußgängerzone vor der Kirche St. Josef. Mit Beiträgen des Arbeitskreises und Musik der Sixty8tyOne Big Band.







