Kategorie: Politik

Politik im Stadtbezirk Köln-Porz: Meldungen und Berichte zum politischen Geschehen, Pressemitteilungen der Parteien.

Kinder- und Jugendbeteiligungsformats „Veedels-Check“ in zweiter Phase

Am Freitag, 9. Oktober 2026, findet im Jugend- und Gemeinschaftszentrum Glashütte die Veedels-Konferenz „Hey Porz“ statt. Damit das startet Veedels-Checks als Beteiligungsformat der Stadt Köln für Kinder- und Jugendliche in die zweite Runde. Auf der Konferenz werden die Ergebnisse der Veedels-Spaziergänge vom Juni vorgestellt, ausgewertet und weiterbearbeitet. Bei diesen Spaziergängen durch die Stadtteile hatten Kinder und Jugendliche ihre Wünsche, Ideen und Anliegen gesammelt. Neben Porzer Kindern und Jugendlichen nehmen Mitarbeitende aus den Ämtern der Stadt Köln sowie Politiker*innen und weitere Partner*innen teil.

Insgesamt 343 Beiträge und 106 Kommentare zeigen, welche Themen für die jungen Menschen in Porz besonders wichtig sind. Die fünf am häufigsten genannten Themenbereiche sind: Sauberkeit (28,6 Prozent); Spiel, Sport & Freizeit (21,8 Prozent); Jugend & Gemeinschaft (14,3 Prozent); Verkehr (11,8 Prozent) sowie Einzelhandel & Versorgung (6,4 Prozent). Weitere Themen sind Sicherheitsempfinden, Stadtgrün und Umwelt, Schule und Bildung, Stadtentwicklung, Kultur und Gemeinschaft.

Auf der Website https://meinungfuer.koeln/hey-koeln beantworten Stellen der Stadt Köln seit dem 20. August die eingereichten Beiträge  und zeigen auf, welche Anliegen kurz-, mittel- oder langfristig umsetzbar sind, wo Grenzen liegen oder warum eine Umsetzung nicht möglich ist. Diese Rückmeldungen an die Kinder und Jugendlichen verdeutlichen Zusammenhänge, Zuständigkeiten und Prozesse und zeigen, dass ihre Beteiligung ernst genommen wird.

Das Beteiligungsformat wird gemeinsam durch das Amt für Kinder, Jugend und Familie, insbesondere die Stabsstelle Kinderfreundliche Kommune, das Kooperative Kinder- und Jugendbüro und das Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung veranstaltet. Weitere Projektpartner*innen sind der Kölner Jugendring e.V. und das Jugend- und Gemeinschaftszentrum Glashütte.

SPD-Ortsverein in Ensen und Poll mit Standaktion zum Wohnungsbau

Bezahlbares Wohnen ist auch in Poll und Ensen/Westhoven ein zentrales Thema. Aus Sicht der SPD reicht es nicht aus, allein die Zahl der Neubauten zu erhöhen. Notwendig seien schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, eine stärkere Förderung des sozialen Wohnungsbaus und eine konsequentere Nutzung städtischer Grundstücke für bezahlbaren Wohnraum. Auch die Stadt Köln müsse wieder stärker selbst als Bauherrin auftreten, um dauerhaft bezahlbare Wohnungen zu schaffen und zu sichern.

Über diese Vorschläge möchte der SPD-Ortsverein Poll Ensen Westhoven ins Gespräch kommen. Die Termine:

  • Freitag, 9. Oktober, 9 bis 11 Uhr Poller Marktplatz, Siegburger Str.
  • Samstag, 10. Oktober, 9 bis 11 Uhr, Ensener Marktplatz, Gilgaustr.

Passend zur Jahreszeit gibt es bei den Standaktionen kostenfrei Tulpenzwiebeln zum Einpflanzen.

Bauvorhaben Hohe Straße Ensen – Öffentlichkeitsbeteiligung

Zum Bauvorhaben „Kölner Straße/Hohe Straße“ in Ensen lädt die Stadt Köln zur frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung ein. Auf einem rund ein bis zwei Hektar großen Areal am Rheinhochufer soll ein neues Wohnquartier mit rund 110 Wohnungen entstehen. Die Planungen des Investors sehen fünf vier- bis sechsgeschossige Wohnhäuser, ein Café, eine Tiefgarage sowie eine öffentliche Spiel- und Grünfläche von rund 1.200 Quadratmetern vor. 30 Prozent der Wohnungen sollen als geförderter Wohnraum
entstehen – siehe die Meldung auf porzerleben.de.

Der SPD-Ortsverein Poll, Ensen, Westhoven ruft in einer Pressemitteilung die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die Gelegenheit zur Information und Beteiligung zu nutzen. „Ein Vorhaben dieser Größenordnung wird das Ortsbild verändern und hat Auswirkungen auf Ensen. Deshalb ist es wichtig, dass sich die Menschen vor Ort frühzeitig informieren, Fragen stellen und ihre Anregungen und Bedenken einbringen können“, so die SPD.

Nähere Informationen zu diesem Bauvorheben finden Sie auch im Ratsinformationssystem der Stadt Köln. (Anmerkung: Visualisierung in Anlage 4; das Laden der Seite kann dauern…).

Die Veranstaltung der Stadt Köln beginnt am Donnerstag, 17. September 2026, um 18 Uhr (Einlass ab 17:30 Uhr) im Rathaussaal des Bezirksrathauses Porz, Alfred-Moritz-Platz 1.

Reaktivierung von Kasernenflächen: Westhoven raus, Lind in Prüfung

Die Fläche der ehemaligen Brasseur-Kaserne in Westhoven wird aus dem Moratorium für militärische Liegenschaften entlassen. Dies hat das Bundesministerium für Verteidigung nach eingehender Prüfung entschieden. Hierzu Bettina Jureck, Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion Köln: „Die Freigabe der Brasseur-Kaserne ist eine gute Nachricht für Westhoven, Porz und ganz Köln. Nun können die Planungen für eine sinnvolle und nachhaltige Entwicklung der Fläche wieder aufgenommen werden.“

Entscheidend sei jetzt, dass die Stadt Köln die Entwicklungsperspektiven für das Gebiet konsequent weiterverfolgt. Die bereits geschaffenen Gewerbeflächen und vor allem die Renaturierung der Westhovener Aue dürfen durch die zwischenzeitliche Unsicherheit nicht weiter ausgebremst werden.

Zur militärischen Liegenschaft in Lind liegt noch kein Ergebnis der Prüfung vor, so SPD-Bezirksvertreter Nils Beuthert: „Das Areal wird auf seine Eignung für eine mögliche zukünftiger militärische Nutzung überprüft. Dazu befindet sich der Bund auch im Austausch mit der Kölner Stadtverwaltung. Die Untersuchungen der Bundeswehr sollen Ende 2026 abgeschlossen sein. Ich bin zuversichtlich, dass uns der angefragte Sachstand bald in der Bezirksvertretung mitgeteilt wird.“

Zündorf – von der Idylle zur Lärmzone

Vorbehaltsstraße Zündorf

„Ich gehe durch das von Grün umgebene Zündorf. Erlebe dabei seinen historischen Charakter mit den alten Kirchen, Fachwerkhäusern und Hofanlagen. Nicht nur die Groov, auch die Schrebergärten und Friedhöfe sind eine Oase der Ruhe. Wenn ich mit dem Fahrrad über die Felder in Richtung Libur, Ranzel und Lülsdorf fahre, bin ich in einer anderen Welt. Der ruhig fließende Rhein, der Ruhe und Größe ausstrahlt, prägt eine ganz besondere Atmosphäre. In der morgendlichen Aufwachphase nehme ich Autos, schwere LKWs und Motorräder war. Ich denke, wahrscheinlich ist die Zündorfer Umgehungsstraße wieder voll, wegen eines Rückstaus auf der Autobahn. Und die Autofahrer aus dem Kreis Niederkassel versuchen ihr Glück auf der Wahner Straße, Hauptstraße und Schmittgasse. Doch dann bin ich hellwach und realisiere, das ist der normale Alltag. Die Umgehungsstraße gibt es nicht.“  

Tag für Tag müssen wir erleben, das unsere Wohnstraßen von einer Vielzahl von Fahrzeugen durchquert werden, die sehr viel schneller fahren, als es für ein Wohngebiet angemessen wäre. Zündorf ist mit der Hauptstraße, der Schmittgasse und der  Wahner Straße ein reines Wohngebiet. Diese nicht angemessenen Geschwindigkeiten gefährden nicht nur Kinder, Senioren und Personen, die auf Gehhilfen angewiesen sind, und auch Radfahrer, sondern führen auch zu einer erheblichen Belastung der Lebensqualität und der Gesundheit. Es ist für mich und meine Nachbarn unverständlich, warum die Stadt Köln bisher verkehrsbeschränkende Maßnahmen für diese Straßen verweigert.

Bebauungplan Urbacher Weg: Stellungnahmen erwünscht

100 neue Wohneinheiten, davon 30 Prozent im öffentlich geförderten Wohnungsbau sind auf einem 10.000 Quadratmeter großen Areal mit reichlichem Baumbestand zwischen Hauptstraße und Urbacher Weg nördlich des Krankenhauses geplant. Auf dem Grundstück stehen aktuell über zwei Dutzend große Bäume. Als Ausgleichsfläche wird ein Feld in Köln-Rondorf ausgewiesen. Der Bebauungsplanentwurf hierzu wird nun veröffentlicht:

„Dabei sollen möglichst viele Bäume erhalten werden, insbesondere drei einzelne Bäume, die als Naturdenkmäler ausgewiesen sind und weitere wertvolle Vegetation.“

„Die vier- bis sechsgeschossigen Häuser sollen über Gemeinschaftsgärten und Photovoltaikanlagen verfügen und werden unter Einhaltung der Leitlinien für Klimaschutz geplant. Die Einfahrt zur Tiefgarage ist im nordwestlichen Bereich des Grundstücks geplant, damit der eigentliche Wohnbereich frei vom Autoverkehr bleiben kann. Die geplanten Gebäude bilden durch ihre Randstellung auf dem Grundstück einen geschützten Innenbereich, der eine hohe Aufenthaltsqualität bietet.“

Bürger*innen können vom 7. Mai bis 12. Juni 2026 den Entwurf der ausgearbeiteten Planung im Rahmen der Veröffentlichung auf der Internetseite der Stadt Köln unter http://www.beteiligung-bauleitplanung.koeln einsehen und direkt dort oder per E-Mail an bauleitplanung@stadt-koeln.de Stellungnahmen zur Planung abgeben.

Zusätzlich werden die Planunterlagen mit Begründung sowie weiteren Unterlagen im genannten Zeitraum von Montag bis Donnerstag: 9 bis 15 Uhr, Freitag 9 bis 13 Uhr im Stadtplanungsamt (Stadthaus West), Raum 09 B 44 (Ebene 09 / Gebäuderiegel B), Willy-Brandt-Platz 2, Köln-Deutz öffentlich ausgelegt. Für eine Einsichtnahme außerhalb dieser Zeiten wird um vorherige Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 0221/221-22853 oder der E-Mailadresse bauleitplanung@stadt-koeln.de gebeten.

Inwischen sind alle relevanten Pläne online. Die Fläche wurde vom Krankenhaus Porz an die Vivawest Wohnen GmbH verkauft. Zwei Visualisierungen aus dem entsprechenden Grünordnungsplan veranschaulichen das Gelände vorher/nachher: