Bündnistreffen „Porz-Mitte“: Mitte September mehr Klarheit?

schritteAnfang September traf sich das Bündnis „Jetzt Anpacken“. Rund 80 Personen hörten die Zwischenbilanz des Vorsitzenden Reinhard Vogt und den von den Vertretern der „modernen Stadt“, Herrn Röhrig und Dallmeyer, vorgetragenen Planungen. Dabei zeigte sich eine Einigkeit über die wichtigsten Themenfelder. Seitens des Bündnisse sind dies

  • Gebäudenutzung (Wohnen, Einkaufen, Arbeiten)
  • Außenanlagen (Grün, Freiflächen)
  • Soziale Infrastruktur, Kultur und Bildung
  • Verkehr (Verkehrsströme, Parken)

Seitens von „moderne Stadt“ sind es die Themen Bevölkerung und Wohnen, Einkaufen und Arbeiten, Soziale Infrastruktur, Bildung und Kultur, die Grün- und Fleiflächen und schließlich Umweltsituation und Verkehr.

Die Vorschläge des Bündnisses zu den Themenfeldern formulierte der Vorsitzende nur kursorisch und ohne klare Priorisierungen für den angestrebten „Treffpunkt Erlebnis Porz-Mitte“. Hier hat das Bündnis sicherlich noch Arbeit zu leisten. Seitens der „modernen Stadt“ sind die nächsten Schritte klar (siehe Chart): Die Entwicklungsgesellschaft muss alle notwendigen Flächen des Kernplanungsgebiets erwerben, Investoren und Nutzer ansprechen, sowie Planungsleistungen ausschreiben und vergeben. So wird es wohl eher Mitte 2017, bis alle Unterlagen für eine erteilbare Abrissgenehmigung des alten Gebäudes zusammen sind. Zugleich sind zwar erste Grundstücke erworben, entscheidende Flächen fehlen aber noch, über sie wird noch verhandelt. „moderne stadt“ möchte das zu bauende Haus 1 (an der Hauptstaße) im Eigentum behalten und selber vermarkten, hingegen für die Häuser 2 und 3 Investoren finden.

planungsgebietBei allen Planungen gibt es zwei Ebenen: Erstens das Kerngebiet auf Basis der Machbarkeitsstudie, für das die „moderne stadt“ vom Rat der Stadt Köln den Planungsauftrag und einen festen Etat von 35 Millionen Euro erhalten hat. Dies ist der Friedrich-Ebert-Platz, das Grundstück des Kaufhauses sowie angrenzende kleinere Flächen.Zweitens dann aber ein deutlich größeres Planungsgebiet, das vom Rhein bis zur Eisenbahn, von der Bergerstraße bis zur Straße Am Rheinbrauhaus reicht.

Und hier wird es nun schwierig: Natürlich ist es erforderlich, für eine lebendige Mitte ein schlüssiges Gesamtkonzept für das Planungsgebiet zu erarbeiten. Auch den Vertretern von „moderne Stadt“ ist das klar, schließlich wollen sie nicht mit ihren drei Gebäuden 2021 fertig sein und dann hat sich nichts im Umfeld getan, besonders auch hinsichtlich der Verkehrsführung. Um aber im Planungsgebiet wirken zu können, braucht es Geld. Dies käme wesentlich von Land und Bund aus der Städtebauförderung. Voraussetzung für entsprechende Anträge ist als Fördergrundlage ein „integriertes Handlungskonzept“ für das gesamte Plaungsgebiet. Das muss nun schnellstmöglich erarbeitet werden. Um die Erstellung zu beschleunigen, hat „moderne stadt“ bereits einen Auftrag hierfür vergeben: Die beauftragte NRW Urban ist eine landeseigene Gesellschaft für Stadt- und Quartiersentwicklung mit großer Expertise.

Nun stellt sich allerdings die Frage: Werden die Porzer und  das Bündnis an der Entwicklung des „Integrierten Handlungskonzeptes“ beteiligt? Und wenn ja, wie? Um das vom Rat der Stadt Köln im März 2010 beschlossene Entwicklungskonzept zu begleiten, richtete die Politik den „Runden Tisch Porz-Mitte“ mit Vertretern Porzer Gruppierungen ein. Der traf sich zunächst vierteljährlich bis Dezember 2012, dann noch einmal im November 2013 und im Januar 2014. Nun soll in der Nachfolge zur „kontinuierlichen Begleitung aller in den nächsten Jahren vorgesehenen städtebaulichen Planungen und Umsetzungen“ (aus dem Antrag zur Bezirksvertretung am 15.09.2016) ein Beirat eingerichtet werden. Alternativ soll dieser Beirat nur „zur Umsetzung des (…) integrierten Handlungskonzeptes“ tätig werden, wäre damit aber an der Erarbeitung dieses Konzeptes gar nicht beteiligt.

Zu diesem Beirat siehe auch den Artikel „Porz-Mitte: Ein Beirat gibt Rätsel auf“

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