Brennpunktveranstaltung zur Mülldeponie Lind

Auf einer gemeinsamen Brennpunktveranstaltung des Bürgervereins Wahn-Wahnheide-Lind und der örtlichen CDU informierten in der Gaststätte Bonerath CDU-Ratsmitglied Dr. Helge Schlieben, Bezirksvertreterin Birgitt Ogiermann und Joachim Humberg als Vorsitzender des Bürgervereins über den aktuellen Sachstand zur Sanierung der Mülldeponie in Lind. Rund 30 Anwohner aus Wahnheide und Lind diskutierten über die Streckenführung des Baustellenverkehrs sowie über die aktuelle Postkartenkampagne „Genug ist genug: LKW-Chaos verhindern!“. Die von CDU und Bürgerverein initiierte Kampagne richtet sich gegen den geplanten zusätzlichen LKW-Verkehr in den Wohngebieten in Lind und Wahnheide.

Vor den Sommerferien hatte die von Oberbürgermeister Roters geführte Stadtverwaltung der Bezirksvertretung Porz mitgeteilt, den Baustellenverkehr über die Heidestraße und den Linder Mauspfad abwickeln zu wollen, obwohl es mit der Straße „Feldkasseler Furt“ eine denkbare Alternativstrecke gibt, die größtenteils durch Gewerbegebiet verläuft. Bürgerverein und Kommunalpolitik vor Ort sind nicht bereit, eine zusätzliche Belastung der Anwohner in Wahnheide und Lind hinzunehmen. Seit Anfang August läuft eine gemeinsame Postkartenkampagne, mit der Oberbürgermeister Roters und Regierungspräsidentin Walsken aufgefordert werden, auf eine Streckenführung durch die Wohngebiete in Wahnheide und Lind zu verzichten.

„Trotz Sommerferien haben wir eine gute Rücklaufquote bei den Postkarten. Bislang haben sich rund 1.000 Bürger an der Kampagne beteiligt und klargestellt, dass sie den zusätzlichen LKW-Verkehr so nicht akzeptieren werden“, berichten Humberg, Schlieben und Ogiermann erfreut. „Offensichtlich scheint der öffentliche Druck auf Oberbürgermeister Roters auch erste Wirkung zu zeigen. Nach Auskunft des Bürgervereins versucht Roters derzeit einen Termin mit Regierungspräsidentin Walsken abzustimmen, um ihre Unterstützung für eine Trassenführung außerhalb der Wohngebiete zu gewinnen. Um den öffentlichen Druck weiter zu erhöhen, haben wir beschlossen, die Kampagne zu verlängern. Jeder, der uns unterstützen möchte, kann dies noch bis zum 30. September tun und uns eine unterschriebene Postkarte zukommen lassen. Jede Karte wird den Druck auf die Verwaltung und OB Roters erhöhen. Vor der nächsten Ratssitzung im Oktober werde ich die Karten im Namen der Bürgerinnen und Bürger von Wahnheide und Lind an den Oberbürgermeister übergeben“, so Schlieben.

Unabhängig von der laufenden Kampagne präsentierte der Bürgerverein auf der Sitzung einen weiteren Lösungsvorschlag. „Das Material, das zur Abdichtung der Deponie benötigt wird, könnte mittels eines Transportbandes, wie es auch im Braunkohletagebau verwendet wird, befördert werden. Wir könnten uns vorstellen, dass das Band an der Ecke  Troisdorferstraße/Niederkasselerstraße beladen würde und von dort über den Schilfweg bis zur Deponie geführt wird. Die LKWs müssten dann von der Autobahnausfahrt Lind nur bis zur Beladestation fahren. Diesen Vorschlag haben wir dem Oberbürgermeister und der Regierungspräsidentin zur Prüfung übergeben“, führt Humberg den Vorschlag aus.

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