Thema Fluglärm lebhaft diskutiert

von links: Hoffmann, Heinen-Esser, Myck, Greiser (Fotos: CDU)

Auf Einladung von CDU-MdB Ursula Heinen-Esser diskutierten der Epidemiologe Prof. Dr. Eberhard Greiser, Thomas Myck vom Umweltbundesamt und Wolfgang Hoffmann von der Lärmschutzgemeinschaft Flughafen Köln/Bonn e.V. mit rund 80 Bürgerinnen und Bürgern das Thema Fluglärm.

Bei der Veranstaltung im Bürger- und Vereinszentrum Rath/Heumar referierte Prof. Greiser zunächst aus seiner Studie „Beeinträchtigung durch Fluglärm: Arzneimittelverbrauch als Indikator für gesundheitliche Beeinträchtigungen“, die das Ergebnis seines Forschungsprojekts im Auftrag des Bundesumweltamtes beschreibt. Er kommt dabei zu dem Ergebnis, dass Fluglärm das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen erhöht.


Myck fasste die Position des Bundesumweltamtes mit den „drei großen V“ zusammen. Danach soll Fluglärm vermieden, verlagert oder vermindert werden. Im einzelnen nannte er lärmarme Lande- und Abflugverfahren, Kerosinsteuer und besondere Landegebühren für laute Flugzeuge.

Hoffmann nahm die Studienergebnisse gerne auf und forderte generell leisere Flugzeuge und ein Verbot von Passagierflügen am Köln/Bonner Flughafen in der Nacht. Er zeigte sich von den bisherigen Umsetzungen zur
Fluglärmvermeidung enttäuscht.
Nach den Eingangsstatements der Podiumsteilnehmer lud Heinen-Esser zu einer allgemein offenen Fragerunde und Diskussion ein, der das Auditorium lebhaft nachkam. Das teilweise sehr fachkundige Publikum tauschte sich zu Kernruhezeiten, Dauerschall- und Einzelschallpegel und dreifachverglasten Schallschutzfenstern aus.
Heinen-Esser resümierte, dass sie aus dieser Runde die Punkte generell leisere Flugzeuge, keine nächtlichen Passagierflüge und die Aufnahme weiterer Kriterien in das Lärmschutzgesetz für ihre weitere Arbeit mit nach
Berlin nehmen werde. Außerdem wird sie sich mit ihren Bundestags- und Landtagskollegen sowie den Ratsmitgliedern der von Fluglärm betroffenen Gebiete austauschen.

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