Kein Lkw-Terror auf der Heidestraße!

Nachdem die Porzer CDU aus einer Nachricht des Oberbürgermeisters bekannt gab, dass „eine Verkehrsführung über die Heidestraße und den Linder Mauspfad derzeit denkbar ist und … durchaus die Möglichkeit besteht, dass die Bürger in Wahnheide und Lind zusätzlichem Verkehr ausgesetzt werden“, sind die Genossinnen und Genossen des SPD-Ortsvereins Wahn, Wahnheide, Lind, Libur empört.

In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Ortsverein eingehend mit der parteiübergreifend abgelehnten Baustellen-Lkw-Verkehrsführung über Heidestraße und Linder Mauspfad befasst. Dazu Pressesprecher Karl-Heinz Tillmann:

„Es ist ein Foyer-´Treppenwitz´: Es kann und darf nicht sein, dass eine Lkw-Führung mit wenn auch nur annähernd bis zu 50.000 Fahrzeuge durch ein Wohngebiet angedacht wird, wobei das Umweltamt bereits heute konstatieren muss, dass die gesetzten Grenzwerte bei der Lärm- und Luftbelastung schon heute als überschritten gelten. Eine solche Planung ist zudem dann als „menschenfeindlich“ zu betrachten, wenn es hinreichende umweltverträglichere und vor allem menschengerechtere Lösungsvarianten gibt. Dazu haben wir als Sozialdemokraten eigene Varianten erarbeitet und in die Diskussion eingebracht. Hierbei verweisen wir auf eine Partnerschaft mit dem örtlichen Bürgerverein, der in eindrucksvoller Zahl Unterschriften gegen die Planungen gesammelt hatte, den Schulterschluss mit den Genossinnen und Genossen des Porzer SPD-Stadtbezirksvorstands sowie auf die eindeutig ablehnende Position des Porzer Bezirksbürgermeisters Willi Stadoll und des Bezirksfraktionsvorsitzenden Christian Joisten.“

Vor diesem Hintergrund wird die Kölner Verwaltung aufgefordert, die angekündigte Vorgehensweise und die Vorbereitung eines dahin führenden Planfeststellungsverfahrens nochmals zu überdenken. Während die SPD-Basis einen „GAU für alle aktiven politischen und bürgerlichen Kräfte im Porzer Süden“ befürchtet, zeigt sich Joisten kampfbereit: „Ich werde es keinesfalls hinnehmen, dass am Ende die LKW über die Heidestraße rollen – und wenn ich gemeinsam mit meinen Parteigenossen aus dem SPD-Ortsverein Wahn, Wahnheide, Lind, Libur dafür in den Sitzstreik treten muss!“

In der Sitzung der Bezirksvertretung Porz am 17. Mai war die Verkehrsführung für die LKW zur Sanierung der Alt-Mülldeponie in Porz-Lind daher erneut ein wichtiges Thema. SPD-Fraktionschef Christian Joisten machte sich nachhaltig für eine Führung der Baustellen-LKW über die Belgische Allee im Troisdorfer Stadtteil Spich unmittelbar hinter der Kölner Stadtgrenze stark. „Dies ist weiterhin die einzig sinnvolle Streckenführung, um das Deponiegelände am Linder Mauspfad zu erreichen, ohne Menschen gesundheitlich zu beeinträchtigen“, zeigt sich Joisten überzeugt.

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