Wahnheide: CDU fordert Entscheidung über LKW- Route zur Deponie Lind

Im Jahr 2008 hatte die Kölner Stadtverwaltung der Bezirksvertretung Porz erstmals Pläne zur Sanierung der Mülldeponie Lind vorgelegt. Auf breite Ablehnung in Bevölkerung und Politik war seinerzeit der Vorschlag der Verwaltung gestoßen, den Anlieferverkehr mit insgesamt 50.000 LKW-Fahrten über die Heidestraße abzuwickeln.

Aufgrund der Proteste sowie entsprechender ablehnender Beschlüsse in der Bezirksvertretung Porz und im Verkehrsausschuss der Stadt Köln zog die Verwaltung ihre Vorlage schließlich ersatzlos zurück. Nun hat sich die Regierungspräsidentin auf eine Anfrage der CDU geäußert.

Bereits Anfang 2010 wurde nach Einschaltung der Bezirksregierung Köln mit der Stadt Troisdorf verhandelt, um den  Baustellenverkehr über Alternativstrecken durch das Gewerbegebiet Spich und über die Belgische Allee abzuwickeln. Bis heute liegt den Bürgern und der Porzer Politik keine abschließende Stellungnahme der Stadtverwaltung über diese Gespräche bzw. über neue Planungen vor. CDU-Ratsmitglied Dr. Helge Schlieben, selbst wohnhaft in Wahnheide, hat sich daher Anfang April schriftlich an den Oberbürgermeister sowie die Regierungspräsidentin gewandt und um einen aktuellen Sachstand gebeten. Eine Antwort der Regierungspräsidentin liegt nun vor.

„Die Regierungspräsidentin hat mir mitgeteilt, dass die Stadt Köln in eigener Verantwortung eine angemessene verkehrliche Regelung finden muss. Das bedeutet, dass eine Streckenführung über Troisdorfer Stadtgebiet ohne Zustimmung der Stadt Troisdorf nicht möglich ist“, so Schlieben. „Da der Rat der Stadt Troisdorf sich jedoch im Sommer 2010 gegen eine Abwicklung durch das Gewerbegebiet Spich ausgesprochen hat, muss die Stadt Köln nun eine Streckenführung über Kölner Stadtgebiet realisieren. Für die Vorlage eines entsprechenden Verkehrskonzeptes hat die Bezirksregierung der Stadt eine Frist bis zum 30. Mai gesetzt.“

Schlieben ist verwundert, dass die politischen Gremien vom Oberbürgermeister und der Verwaltung bis heute nicht über den neuen Sachstand informiert wurden. Er fürchtet, dass man in Köln an den Bürgern in Wahnheide, Lind und Wahn vorbei entscheiden könnte und den Baustellenverkehr eventuell doch durch die Wohngebiete abwickeln wird. „Ich hoffe, dass auch der Oberbürgermeister bald mein Schreiben beantwortet und in diesem Vorschläge macht, wie die Stadtverwaltung den Bürgern von Lind und Wahnheide zusätzlichen LKW-Verkehr ersparen will“, so Schlieben weiter.

Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Porz will nicht tatenlos auf eine wie auch immer geartete Entscheidung des Oberbürgermeisters warten. „In der Sitzung der Bezirksvertretung Porz am 17. Mai wollen wir erneut über die Streckenführung diskutieren und die Verwaltung beauftragen, die bereits mehrfach von uns vorgeschlagene Führung des Baustellenverkehrs über die Feldkasseler Furt umzusetzen“, so Thomas Werner, Vorsitzender der CDU-Fraktion.

Birgitt Ogiermann, für Wahnheide und Lind zuständige CDU-Bezirksvertreterin, ergänzt: „Die Stadt Köln hat insgesamt acht Routen auf ihre Machbarkeit hin geprüft. Drei Routen über Troisdorfer Stadtgebiet sind aufgrund der Entscheidung der Bezirksregierung nicht umsetzbar. Ebenso wenig ist eine Abwicklung durch die Luftwaffenkaserne möglich. Eine Streckenführung durch die Wohngebiete in Wahnheide und Lind über die „Heidestraße“ bzw. den „Viehtrift“ wird von uns entschieden abgelehnt. Bleiben die Varianten „Schilfweg“ und „Feldkasseler Furt“. Die Kosten beider Varianten werden von der Stadt Köln gleich hoch eingeschätzt, ebenso die Belastungen für die Natur.  Allerdings sind bei einer Streckenführung über die „Feldkasseler Furt“ weniger Anwohner betroffen. Daher müsste eigentlich klar sein, dass eine Verkehrsführung nur über die „Feldkasseler Furt“ in Frage kommt.“

Streckenführung über die Feldkasseler Furt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte lösen Sie diese Aufgabe: *