CDU-Fraktion befürchtet: Geplante Gesetzesänderung erschwert U 3-Ausbau

Die nordrhein-westfälische Landesregierung plant, das Schulgesetz dahingehend zu ändern, dass das Einschulungsalter künftig nicht weiter abgesenkt wird. Die Vorgängerregierung hatte die Voraussetzungen dafür geschaffen, das Einschulungsalter schrittweise auf – im Regelfall – fünfeinhalb Jahre vorzuziehen. In der nächsten Sitzung des Ausschusses für Schule und Weiterbildung will sich die CDU-Fraktion mit den Konsequenzen dieser Gesetzesänderung beschäftigen und hat eine Anfrage an die Verwaltung gestellt, inwieweit die Änderung des Einschulungsalters Auswirkungen auf die Versorgungssituation im Kita- und im U 3-Bereich hätten.

Dr. Nils Helge Schlieben, jugendpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, befürchtet, dass die Stadt Köln vor einer Mammutaufgabe steht: „Ich gehe nicht davon aus, dass der sich aus der Gesetzesänderung ergebende höhere Platzbedarf in dem Integrierten Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplan, den die Jugenddezernentin kürzlich vorgelegt hat, bereits berücksichtigt ist. Wenn die Kinder künftig wieder länger in den Kindertagesstätten bleiben, kommen auf die Kommunen erhebliche organisatorische Herausforderungen zu.“

Schlieben stellt fest: „Schon jetzt hat sich Köln ein ehrgeiziges Ziel gesetzt, bis zum Beginn des Kindergartenjahres 2013/2014 die Versorgungsquote für unter Dreijährige – als freiwillige Leistung – auf 40 Prozent zu steigern. Das wird kaum gelingen, wenn eine Änderung des Schulalters erforderlich macht, die gesetzlich garantierten Plätze für Drei- bis Sechsjährige deutlich aufzustocken.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte lösen Sie diese Aufgabe: *