CDU zur Sanierung der Mülldeponie Lind

Wo bleiben die Stellungnahmen der Regierungspräsidentin und des Oberbürgermeisters?

Im Frühjahr 2008 wurden die politischen Gremien der Stadt Köln darüber informiert, dass die bereits 1979 stillgelegte Hausmülldeponie in Köln-Porz-Lind zum Schutz des Grundwassers saniert und ein Oberflächenabdichtungssystem gebaut werden soll. Für die Anlieferung des benötigten Materials zur Abdichtung und Rekultivierung sind ca. 50.000 LKW-Transportfahrten erforderlich, denen entsprechend 50.000 Rückfahrten folgen sollen. Laut seinerzeitiger Planung der Stadtverwaltung Köln sollten die 50.000 Anfahrten von der BAB 59 über die Anschlussstelle Wahn/Wahnheide, die Heidestraße und den Linder Mauspfad erfolgen. Aufgrund der damals bereits existierenden starken Verkehrsbelastung der Heidestraße wurden diese Pläne in den politischen Gremien abgelehnt und die Vorlage schließlich von der Verwaltung zurückgezogen.

Die politischen Gremien hatten die Stadtverwaltung Köln daraufhin beauftragt, mit der Stadt Troisdorf über eine alternative Streckenführung zu verhandeln. Ziel war (und ist es), den LKW-Verkehr aus den Wohngebieten herauszuhalten und über die Gewerbegebiete abzuwickeln.

„Bereits mit Beschluss vom 06. Mai 2010 hat die Stadt Troisdorf die von der Stadt Köln vorgeschlagenen Alternativrouten, die teilweise über Troisdorfer Stadtgebiet führen, leider abgelehnt“, so das zuständige Wahner CDU-Ratsmitglied Dr. Nils Helge Schlieben. „Leider haben wir seitdem keinerlei Hinweise mehr über den Fortgang der Planungen erhalten. Ich vermute, dass die Entscheidung über die Streckenführung mittlerweile bei der Regierungspräsidentin liegt, die als kommunale Aufsichtsbehörde immer dann einschreitet, wenn sich zwei Kommunen, wie im vorliegenden Fall Köln und Troisdorf, nicht einigen können. Aus diesem Grund habe ich sowohl Oberbürgermeister Roters als auch Regierungspräsidentin Walsken angeschrieben und um Auskunft über den aktuellen Sachstand sowie die weitere Planung gebeten. Auf die entsprechenden Antworten warte ich gespannt.“

„Die Menschen hier bei uns vor Ort haben ein Recht darauf zu erfahren, wie es mit der Sanierung der Mülldeponie weitergeht. Es kann nicht sein, dass nun seit über drei Jahren die Frage der Streckenführung ungeklärt ist und auch niemand weiß, wann es eigentlich mit der Sanierung losgehen soll. Wir werden weiterhin alles Menschenmögliche versuchen, um die Anwohner in Wahnheide und Lind vor einer zusätzlichen Verkehrsbelastung zu schützen“, so Schlieben abschließend.

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