Planungen für Ortsumgehungsstraße Wahn-Libur-Niederkassel verzögern sich weiter

Derzeit stocken die weiteren Planungen für die Ortsumgehungsstraße Wahn-Libur-Niederkassel (L 274n), da die Landesregierung keine Gelder für die dringend notwendigen Verkehrs- und Umweltgutachten zur Verfügung stellt. Damit die nächsten Schritte zur Realisierung der Ortsumgehung endlich in konkrete Planungen gehen können und sich nicht noch weiter verzögern, fordert die CDU, dass die Stadt Köln die Gutachten notfalls gemeinsam mit den Städten Niederkassel und Troisdorf aus kommunalen Mitteln finanziert.  „Leider wurde der entsprechende Antrag in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung Porz am 29. März von SPD, Grünen und Linken abgelehnt“, so das zuständige Wahner CDU-Ratsmitglied Dr. Nils Helge Schlieben.

Ziel des CDU-Antrages war es, die Verwaltung zu beauftragen, mit den ebenfalls vom Bau der Ortsumgehungsstraße profitierenden Städten Niederkassel und Troisdorf zu verhandeln und gemeinsam die Finanzierung der Verkehrs- und Umweltgutachten zu schultern. „Die Stadt Niederkassel hat bereits Ihre Bereitschaft signalisiert, sich anteilig an den Kosten zu beteiligen, um das Verfahren endlich zu beschleunigen“, so Schlieben weiter. „Umso bedauerlicher ist es, dass die rot-rot-grüne Mehrheit in Porz offensichtlich nicht an einer Beschleunigung der Planung interessiert ist.“

Stattdessen haben SPD und Grüne einen eigenen Antrag durchgesetzt, der aus Sicht des CDU-Fraktionsvorsitzenden Thomas Werner an einer wirkungsvollen Verbesserung der angespannten Verkehrssituation zweifeln lässt. So fordern SPD und Grüne z.B. eine Prüfung, ob die Liburer Landstraße für den LKW-Verkehr gesperrt werden kann. „Da die Liburer Landstraße als Umleitung 59 eine Ausweichstrecke für die Autobahnen 3 und 59 ist, erscheint es doch sehr fraglich, ob diese überhaupt für den LKW-Verkehr gesperrt werden kann“, so Werner. „Davon einmal abgesehen, ist nicht alleine der LKW-Verkehr ursächlich für die hohe Verkehrsbelastung in Wahn und Libur, sondern der tägliche PKW-Verkehr.“

Auch die Forderung von SPD und Grünen, mit Hilfe einer geänderten Beschilderung den PKW-Verkehr aus Niederkassel zur BAB 59 nicht nach Wahn, sondern nach Spich zu führen, hält Werner für naiv. „Wer von Niederkassel nach Köln will, wird nicht erst einen Umweg über Spich in Kauf nehmen. Da nützen auch keine Hinweisschilder auf die Auffahrt Spich. Die meisten Niederkasseler sind so ortskundig, dass sie die Autobahnauffahrt Wahn auch ohne Hinweisschild finden. Eine Entlastung wird es erst mit dem Bau der Ortsumgehung geben“, ist Werner überzeugt.

Die zuständige CDU-Bezirksvertreterin Birgitt Ogiermann setzt derzeit ihre Hoffnung auf die Kölner Stadtverwaltung. „Laut Mitteilung der Verwaltung wird es am 07. April ein Treffen des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik mit Vertretern der Städte Niederkassel und Troisdorf sowie dem Landesbetrieb Straßen.NRW geben. Dabei soll über die Ortsumgehungsstraße gesprochen werden. Im Moment hoffe ich darauf, dass die Verwaltung nach dem Gespräch die anderen Parteien davon überzeugen kann, doch kommunale Gelder für die zwei Gutachten zur Verfügung zu stellen. Vielleicht gelingt es uns auf diesem Umweg, bereits im Mai einen entsprechenden Beschluss in der Bezirksvertretung Porz zu fassen. Die CDU wird einen entsprechenden Verwaltungsvorschlag auf jeden Fall unterstützen“, so Ogiermann abschließend.

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