SPD-Votum: Verlängerung Linie 7 hat höchste Priorität

Beschluss des Unterbezirksparteitags der KölnSPD.

Mit seinem Antrag zur Verlängerung der Straßenbahn-Linie 7 war der Ortsverein Porz-Mitte Zündorf Langel jetzt erfolgreich. Damit ist die Verlängerung für die Kölner SPD jetzt erstmals die Maßnahme mit der höchsten Priorität im Stadtgebiet. Diese Prioritätsstufe war bei einigen linksrheinischen Delegierten allerdings nicht unumstritten. Mit einer engagierten Parteitagsrede gelang es jedoch Jochen Ott, die Kölner nahezu einhellig zu überzeugen. Der Beschluss lautet, sowohl landes- als auch kommunalpolitisch die Verlängerung zunächst bis Langel und in einer zweiten Stufe bis Niederkassel mit höchster Priorität zu verfolgen.

Bereits seit vielen Jahren kämpft die Porzer SPD um die Verlängerung der Linie 7 zunächst bis Porz-Langel. Die verkehrliche Situation in Porz hat sich mit dem stetigen Wachstum der südlichen Porzer Ortsteile und der Baugebiete in Niederkassel und Lülsdorf weiter verschlechtert. Täglich wälzt sich eine Vielzahl von Fahrzeugen durch Zündorf und Porz-Mitte. Damit verbunden sind sowohl Belastungen der Anwohner als auch Behinderungen der Pendler. Aufgrund der wenig komfortablen ÖPNV-Anbindung nutzen viele den PKW für die Fahrt zur Arbeitsstätte. Insbesondere im Berufsverkehr kommt es zu langen Staus auf Hauptstraße und Schmittgasse.

Lutz Tempel, Geschäftsführer der Porzer SPD, erläutert: „Bereits Ende der 89er Jahre hat die Porzer SPD beschlossen, solange keinen Bauvorhaben in den Bereichen Zündorf und Langel zuzustimmen bis die Verkehrsinfrastruktur den Erfordernissen entspricht. Diese Haltung ist zwar einerseits sinnvoll, führt jedoch in der Konsequenz zu weiteren gesamtstädtischen Problemen, da die notwendige Forcierung des Wohnungsbaus nur möglich ist, wenn die im Stadtgebiet nutzbaren Flächen auch tatsächlich zur Verfügung stehen.“
Der Ortsvereinsvorsitzende Michael Frenzel ergänzt: „Nachdem die Verlängerung unter der schwarz-gelben Landesregierung zurückgestuft wurde, ist es uns wichtig, das Projekt wieder flott zu machen. Die Förderung muss neu geprüft werden, um die schlechte Bewertung zu korrigieren.

Die Verlängerung ist planerisch weit fortgeschritten, dadurch leicht zu realisieren und könnte innerhalb der nächsten Jahre gebaut werden. Wir müssen jetzt nur die Mittel bekommen, damit das Planfeststellungsverfahren bis Langel spätestens 2012 starten kann.“

  3 Kommentare zu “SPD-Votum: Verlängerung Linie 7 hat höchste Priorität

  1. Hans Wurst
    13. Februar 2013 um 12:47

    Im Jahr 2013 angelangt, bleibt vom Lippenbekenntnis nicht mehr viel übrieg. Die Strecke ist nicht ausgebaut worden und die Verkehrssituation spitzt sich weiterhin zu.

  2. 505
    29. März 2011 um 13:25

    Einerseits behauptet die SPD, dass sie seit 1989 keinen Bauvorhaben in Zündorf/Langel ohne verbesserte Verkehrsführung zustimmt, andererseits wurden für Hinter Hoven in Langel im August 1992 laut Bebauungsplan 50 Einfamilienhäuser genehmigt. Dazu
    ein Gespräch beim Bezirksbürgermesiter Willi Stadoll (SPD) am 24.08.2010 mit dem Förderkreis Rrh. Köln: „Ich war und bin dafür, dass dort gebaut wird!“ In Zündorf in der Franz-Schaaf-Straße wird eine Bebauung mit Einfamilienhäusern auf einem ehemaligen Gärtnereigrundstück von der SPD Porz abgelehnt und mit den Stimmen der SPD Köln genehmigt.
    Voraussetzung für eine Verlängerung der Linie 7 ist der Ankauf von entsprechenden Grundstücken. Dazu Gunther Höhn von der KVB auf der Jubiläumsveranstaltung der Interessengemeinschaft Wasser, Umwelt und Jugend Köln-Porz-Langel e.V. im August 2010: „Wir besitzen noch keinen Quadratmeter Grundstück!“
    Man sieht: Es handelt sich lediglich um Lippenbekenntnisse bei der Porzer SPD! Ich glaube es erst, wenn ich in die Linie 7 in der Ranzeler Straße einsteige. Bin gespannt, wann das geht.

  3. 505
    29. März 2011 um 10:35

    Das ist ja zum Totlachen! Die SPD war in Köln und NRW in der Regierungsverantwortung und hat es seit Jahrzehnten nicht geschafft, die Verlängerung der Linie 7 umzusetzen. Ähnlich verhält es sich auch mit der lange geforderten Umgehungsstraße Zündorf. Unter Führung des damaligen Bezirksbürgermeisters, Hans-Gerd Ervens (SPD), wurde die Umgehungsstraße derart teuer gerechnet („Wir müssen das Maximum fordern um das Minimum zu bekommen.“), dass der für die Förderung notwendige Kosten-Nutzen-Faktor nicht mehr erreicht werden konnte. Das damals künstlich verteuerte Projekt war, als die CDU schließlich den Minister stellen durfte, dadurch nicht zuteilungsfähig. Man darf gespannt sein wie -und ob überhaupt- die derzeitige Landesregierung die damaligen Verfehlungen ihrer Genossen heilen will.

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