CDU will kommunale Mittel für Ortsumgehung Wahn-Libur-Niederkassel bereitstellen

Seit mehr als 30 Jahren wird über den Bau der Ortsumgehungsstraße L274n zur Entlastung der Ortsteile Wahn, Wahnheide und Libur vom Berufsverkehr aus und nach Niederkassel diskutiert. Nach der Landtagswahl 2005 hatte die damalige CDU-geführte Landesregierung den Landesbetrieb Straßenbau mit der Untersuchung und Bewertung möglicher Trassen für die Ortsumgehung Wahn-Libur-Niederkassel beauftragt. Laut Landesbetrieb Straßenbau stockt die Planung jedoch seit geraumer Zeit, weil die neue rot-grüne Landesregierung keine Gelder mehr für die dringend benötigten Verkehrs- und Umweltgutachten bereitstellt.

Das zuständige Wahner CDU-Ratsmitglied Dr. Nils Helge Schlieben ist empört: „Wenn die rot-grüne Minderheitsregierung in Düsseldorf keine neuen Ortsumgehungsstraßen mehr bauen will, dann soll sie es den Menschen doch einfach sagen. Es ist völlig inakzeptabel durch immer neue Verhinderungstaktiken auf Zeit zu spielen und die betroffenen Menschen vor Ort im Unklaren zu lassen.“

Schlieben und CDU-Bezirksvertreterin Birgitt Ogiermann wollen sich jedoch nicht so einfach geschlagen geben. Nach intensiven Gesprächen mit Kollegen aus Niederkassel wollen sie jetzt mit kommunalen Mitteln die Finanzierung der Umwelt- und Verkehrsgutachten sicherstellen. „Die Kollegen aus Niederkassel sind bereit, gemeinsam mit der Stadt Köln und der Stadt Niederkassel die Finanzierung der Gutachten sicherzustellen. So hoffen wir, auch ohne die Landesregierung die Planungen weiter vorantreiben zu können“, so Schlieben.

Ogiermann hat daher den Neubau der Ortsumgehungsstraße Wahn-Libur-Niederkassel auf die Tagesordnung der Bezirksvertretung Porz setzen lassen. „Wir fordern in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Porz, dass Oberbürgermeister Roters und der Rat der Stadt Köln die Finanzierung der Verkehrs- und Umweltgutachten sicherstellen und mit der Stadt Niederkassel und der Stadt Troisdorf eine entsprechende Finanzierungsvereinbarung treffen. Ich gehe davon aus, dass wir dafür parteiübergreifend eine große Mehrheit bekommen, da alle in der Bezirksvertretung Porz vertretenen Parteien an einer Lösung unserer Verkehrsprobleme in Wahn, Wahnheide und Libur interessiert sind“, so Ogiermann.

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