Bürgerversammlung informiert über neues Hilfeangebot für junge Menschen

Evangelische Jugendhilfe Godesheim und Jugend- und Behindertenhilfe Michaelshoven eröffnen neues Angebot

Auf dem Gelände der Hauptstraße 323 und 325 in Köln-Porz entstehen bis Herbst 2011 zwei Wohngruppen. Dort können Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 17 Jahren mit psychischen Erkrankungen nach einer Phase klinischer Behandlung aufgenommen werden. Sie erhalten eine intensive Betreuung und Förderung mit dem Ziel, dass längerfristig eine Rückkehr in die Familie oder ein Wechsel in eine klassische Jugendhilfeeinrichtung möglich wird.

Mit dieser Übergangsmöglichkeit wird eine zu lange Verweildauer in der Klinik oder das Risiko der Überforderung durch eine zu frühe Rückkehr in das soziale Lebensumfeld vermieden. Die Kinder- und Jugendlichen werden rund um die Uhr betreut. Ziel ist es, ihnen einen festen Tagesablauf zu bieten, gemeinsam mit ihnen Zukunftsperspektiven zu entwickeln und sie sozial wiedereinzugliedern.

Bei einer Bürgerversammlung im Bezirksrathaus (Raum 311) am 13. September 2010 um 19 Uhr erhalten Nachbarn und Interessierte die Gelegenheit, sich über das geplante Angebot zu informieren.

Köln verzeichnet eine deutlich ansteigende Anzahl von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen. Dies sind einerseits Suizidversuche, andererseits herausfordernde Verhaltensweisen. Auch Angebote zur Krisenbewältigung, pädagogischen Diagnostik und Perspektiventwicklung sind noch nicht ausreichend etabliert.

Nach der Phase klinischer Behandlung fehlt heute eine ausreichende Zahl geeigneter stationärer Jugendhilfeangebote, durch die betroffene Kinder und Jugendliche wieder neue Lebensperspektiven entwickeln können damit ihre Teilhabe am Alltagsleben wieder möglich wird. Das Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln hat gesetzlich den Auftrag, geeignete Angebote im Rahmen der Jugendhilfeplanung zu schaffen. Die Evangelische Jugendhilfe Godesheim und die Jugend- und Behindertenhilfe Michaelshoven wurden damit beauftragt, die dringend notwendigen pädagogischen Hilfsangebote zu schaffen. Beide Träger verfügen über  langjährige Erfahrungen im Umgang mit auffälligen Kindern und Jugendlichen.

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