Bürgerdialog „Papageiensiedlung“ mit großer Beteiligung

Eines der Anliegen: Land unter (© SPD / Simon Bujanowski)

Es war ein Gespräch auf Augenhöhe: Rund um einen Tisch im Jugendzentrum Glashütte versammelten sich am vergangenen Donnerstag rund 30 Bewohnerinnen und Bewohner der „Papageiensiedlung“, der Hochhaussiedlung in der Glashüttenstraße und Friedrichstraße in Porz-Mitte. Lebhaft diskutierten sie rund zwei Stunden lang auf Einladung der SPD mit den Gästen von LEG Wohnen, Bürgeramt Porz und Polizei.

Die Themen der Anwohner aus dem Bereich Sicherheit betrafen vor allem illegale Autorennen und Drogenhandel. Der Leiter des Bürgeramtes Porz, Karl-Heinz Merfeld, kündigte die Verlegung des Spritzenautomats im kommenden Sommer an. Dieser ist bislang neben dem Jugendzentrum Glashütte denkbar schlecht postiert. Hermann Schiffer, Leiter der Polizeiinspektion 6, erklärte sich spontan bereit, einen Sicherheitsdialog Glashüttenstraße einzurichten und das Thema zur Chefsache zu machen.

Die geladenen Gäste fanden lobende Worte für Format und Atmosphäre dieses zweiten Bürgerdialogs Glashüttenstraße, den die SPD veranstaltete. Simon Bujanowski, SPD-Fraktionsvorsitzender: „Nach dem Spaziergang im vergangenen Herbst haben wir versprochen, dass wir den Dialog weiter fortsetzen und intensivieren. Es zeigt sich: Das ist richtig und notwendig. Die Bewohnerinnen und Bewohner kommen hier mit den Vertretern der Institutionen direkt ins Gespräch. So kann Vertrauen auf beiden Seiten entstehen. Entscheidend ist aber, was danach passiert: Ihre Anliegen müssen ernst genommen werden – und es muss sich jeweils auch etwas
tun.“

Letzteres war im vergangenen November der Fall: So hat die Bezirksvertretung bereits im Dezember eine Reihe von Anträgen für das Viertel beschlossen. Die LEG Wohnen hat einen Spielplatz saniert, eine Unterführung wieder beleuchtet und die Sauberkeit in den Häusern verbessert. Bujanowski: „Es ist sehr gut, dass der Prozess zu sichtbaren Änderungen führt, aber es ist auch eine große Verantwortung. Denn dauerhafte Änderungen wird es nur geben, wenn alle Beteiligten dran bleiben und den Druck hoch halten.“

Die LEG-Vertreter Andrea Neuhaus und Henning Heidkamp nahmen eine Reihe von Anliegen mit, unter anderem das dringende Problem einer jungen Bewohnerin, die mit ihren drei kleinen Kindern in einer Wohnung mit akutem Schimmelbefall lebt. Die Hausverwaltung GGV, der zweite große Akteur im Wohnungsbereich, hatte ihre Teilnahme dagegen abgesagt.

SPD-Landtagsabgeordneter Jochen Ott sagte abschließend: „Hier sind so viele Menschen, die für ihr Veedel kämpfen, das ist wirklich großartig. Wir als SPD wollen ihnen eine Lobby geben und das Leben für die Menschen Schritt für Schritt besser machen.“

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